Nordkaptour im Sommer 2012 - Hinreise

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Berichtsteil H 1

Planung und Reisevorbereitungen

Vorbemerkung
Ich bemühe mich, die HTML-Zeichensätze für die speziellen skandinavischen Schriftzeichen zu verwenden. Dennoch kann eine unkorrekte Schreibweise der Orts- und Inselnamen durchaus vorkommen. Diesbezüglich bitte ich um Nachsicht.

Gliederung meiner Nordkap-Internetseiten
Für die Hin- und die Rückreise habe ich je 15 Berichtsteile vorbereitet, damit ich mir diese lästige Arbeit während der Reise nicht antun muss. Nach meiner Rückkehr aus Europas Norden merke ich, dass sich diese vorsorgliche Einteilung als nicht praktikabel erweist. Die endgültige Einteilung und somit auch die Gestaltung der linken, in dunkelblauer Farbe gehaltenen Navigationsleiste erfolgt nach der Ausarbeitung des letzten Berichtsteils.

Ausarbeitung des Routenverlaufs
Die gesamte Reiseroute wurde von mir bereits mit dem Routenprogramm «MapSource» ausgearbeitet. Auf dieses Programm kann man beim Erwerb des GPS-Gerätes «GARMIN ZUMO 660» kostenlos zugreifen, allerdings ist das Gerät von GARMIN nicht gerade billig. Der norwegische Teil meiner geplanten Reise ist sehr stark an die von Angelika und Karl-Heinz Meier gefahrene Route angelehnt. An dieser Stelle danke ich den beiden sehr herzlich für die excellenten Berichte, die bei «pervan.de» nachzulesen sind. Die anfänglichen Probleme beim übertragen der einzelnen Routenabschnitte vom Programm «MapSource» auf die Micro-SD-Speicherkarte in meinem GPS-Gerät konnte ich mittels tatkräftiger Hilfestellung verschiedener Personen - hier ist besonders das «bmw-bike-forum» zu erwähnen - überwinden. Alle gpx-Dateien sind nun übertragen.

Warum ich allein fahre
Wer jemals mit dem Planen einer solch langen Motorradreise befaßt war, der weiß, dass es die vielfältigsten Gründe für eine Abänderung der Reiseroute geben kann, wie z.B. schlechte Wetterverhältnisse, finanzielle, technische und gesundheitliche Probleme, eine augenblicklich nicht besonders gute Stimmungslage und dergleichen mehr. Meine Route ist gespickt mit interessanten Zwischenzielen und ich habe vor, sie alle anzulaufen. Wenn man zu zweit und besonders, wenn man zum mehreren unterwegs ist, ist eine Diskussion über eine Abänderung der Route dann oft unvermeidlich. Fahre ich allein, kann ich mir selbst die Schuld geben, wenn ich den Reiseverlauf abändere und das eine oder andere Interessante dann nicht sehe. Mit mir selbst kann ich schlecht in Streit geraten. Das bedeutet aber nicht, dass ich die gesamte Strecke allein fahren muss. Treffe ich jemand auf einem Campingplatz oder sonstwo unterwegs und wir passen zueinander, kann ich mir durchaus vorstellen, dass wir einen Abschnitt oder mehrere davon gemeinsam fahren.

Das zweite große Problem ist der geringe Stauraum auf einer Sport-Tourer-Maschine. Wo soll man denn die gesamte Kleidung, das Werkzeug, die Zelt- und Campingausrüstung und sonstige notwendigen Dinge unterbringen, wenn die Sozia dabei ist. Ich habe ja vor, so oft wie möglich im Zelt zu nächtigen und da wird es bei zwei Personen auf einer Maschine schon verdammt knapp mit dem Platz. Ausserdem ist meine Frau alles andere als eine Liebhaberin nördlicher Gefilde, das heißt, sie hat eigentlich nichts gegen den Norden, aber sie scheut Kälte und Regen und diese Wetterbedingungen soll es in Skandinavien öfters einmal geben.

Reiseverlauf von München bis zum Nordkap

Der Reiseverlauf konnte aus bestimmten Gründen nicht so, wie er geplant war, erfolgen. Die Abweichungen und die hierfür maßgebenden Gründe sind in den betreffenden Berichtsteilen erläutert.

Hinreise - Deutschland und Dänemark
Vom Bahnhof München-Ost mit dem Autoreisezug zum Bahnhof Hamburg-Altona, auf der A7 / E45 Richtung Flensburg zur deutsch-dänischen Grenze, weiter auf der E45 über Kolding, Horsens, Aarhus und Randers bis Aalborg, weiter auf der E39 bis Hirtshals. Von Hirtshals mit der Fähre nach Kristiansand in Norwegen.


Hinreise in Norwegen: Von Kristiansand bis zum Nordkap
Quelle: www.maps.google.de
NOR: Von Krisitansand bis zum Nordkap
Route (3.262 km - laut Google Maps Routenplaner):
Kristiansand (A); Kap Lindesnes (B); Egersund (C); Lysebotn (D); Lærdalsøyri (E); Geiranger (F); Valldalen / Trollstigen (G); Kristiansund (H); Åfjord (I); Mo i Rana (J); Rognan (K); Saltstraumen (L); Fauske (M); Nordkjosbotn (N); Alta (O); Nordkap (P)

Die auf obiger Karte blau eingezeichnete Strecke enthält aus Vereinfachungsgründen geringfügige Abweichungen von der tatsächlich gefahrenen Route. Maßgebend für den tatsächen Verlauf der Route ist die nachfolgende Beschreibung.

Beschreibung der norwegischen Routenabschnitte
Kristiansand, Mandal, Kap Lindesnes, Lyngdal, Flekkefjord, weiter auf der Nr. 44 über Hauge nach Egersund. Weiter auf der Nr. 42 weg von der Küste über Helleland und Gya nach Tonstad. Weiter auf der Nr. 468 nach Sinnes. Weiter auf der Nr. (?) über Fidjeland und Ortevatn nach Lysebotn am Lysefjord. Mit der Fähre auf dem Lysefjord nach Forsand. Weiter bis Jørpeland. Witterungsbedingt musste die von Jørpeland aus geplante Wanderung auf den Preikestolen leider ausfallen.

Von Jørpeland weiter auf der Nr. 13 über Tau zur Fähre nach Hjelmelandsvagen am Jøsenfjord. Mit der Fähre nach Nesvik. Weiter auf der Nr. 13 am Jøsenfjord entlang bis nach kurz nach Vindsvik. Ab dort verläuft die Nr. 13 in nördlicher Richtung und es geht entlang des Lovrafjorden und vorbei an Sand weiter nach Vinjar. Dann geht es am Suldalsvatn entlang und bei Nesflaten über das Brattlandsdalen zum Røldalsvatnet. Von diesem See geht es bei Håra hinauf auf das Røldalsfjellet und von diesem hinunter über Skare nach Odda am Sørfjord.

Weiter über Ullensvang, Kinsarvik, Ringøy am Eidfjord, Ytre Bu und Indre Bu nach Brimnes und von dort mit der Fähre über den Eidfjord nach Bruravik. Weiter auf der Nr. 572 über Ulik und Aurdal zum Espelandsvatnet und weiter bis zur Nr. 13 am Ende der Tunnelumfahrung und auf der Nr. 13 nach Voss. Nach Voss weiter auf der Nr. 13 / E16 über Tvinno nach Vinie. Ab Vinie nordostwärts auf der Nr. 13 entlang des Oppheimsvatnet über die Stalheimskleiva nach Gudvangen am Nærøyfjorden.

Ab Gudvangen gibt es drei Varianten, um nach nach Kaupanger am Sognefjord zu gelangen:
1. mit der Fähre von Gudvangen bis Kaupanger,
2. über Flam, Aurland, Hornshytta, Tverrberget, Kvigno und Sæbø nach Hauge / Lærdalsøyri (das ist die Route     über das 1306 m hohe Fjell) oder
3. ab Aurland durch den längsten Straßentunnel der Welt (24,5 km) ebenfalls nach Hauge / Lærdalsøyri und von     dort nach Kaupanger.

Es gäbe auch noch diese vierte Möglichkeit für diejenigen, die sich wirklich nichts entgehen lassen wollen:
Mit der Fähre von Gudvangen nach Kaupanger, von dort zurück nach Hauge und durch den Straßentunnel bis Aurland und von dort über das 1306 m hohe Fjell (Horndalen-Paßstraße) und Hauge / Lærdalsøyri und Fodnes wieder nach Kaupanger.

Von Kaupanger geht es auf der Nr. 5 weiter nach Sogndalsfjøra. Von dort weiter auf der Nr. 55 über Halfslo, Nes (am Lustrafjorden) und Bøverdal nach Lom. Ab Lom weiter auf der Nr. 15 über Bismo, Nordberg, Grotli bis zur Abzweigung der Nr. 63 kurz nach Breidablik. Auf der Nr. 63 nach Geiranger. Von dort zur Fähre Eidsdal - Linge am Norddalsfjorden.

Von Linge auf der Nr. 63 über den «Trollstigveien» nach Andalsnes am Romsdalsfjorden. Weiter auf der Nr. 64 über Isfjorden, Lerheim, Åfarnes am Beginn des Langfjorden, Sølsnes, Røvik, und Molde nach Elnesvågen. Weiter auf der Nr. 664 über Tornes, Bud (am Atlantik), Hustad und Farstad nach Vevang. Ab Vevang weiter auf der 8,2 km langen großartigen Atlantikstraße. Weiter auf der Nr. 64 über Kårvåg und Bremsnes auf der Insel Averøya und durch einen gebührenpflichtigen Straßentunnel bis Kristiansund. Von dort weiter auf der Nr. 70 über Rensvik auf der Insel Frei und durch den Freifjordtunnel bis zum Zusammentreffen der Nr. 70 mit der Nr. E39 auf der Insel Bergsøya. Von dort weiter auf der Nr. 70 / E39 bis zur Fähre von Kanestraum nach Halsa (Festland). Von dort weiter auf der E39 über Betna, Liabø, Leirviklandet, Rodal, Engdal (am Vinjefjorden) und Eidsholt bis Hemmne / Kyrksæterøra.

Von Kyrksæterøra weiter über Holla, Vennastranda, Ytre Snillfjord und Vuttudalsseter bis zur Nr. 714. Auf der Nr. 714 nach Orkanger und von dort weiter auf der Nr. 710 entlang des Trondheimsfjorden über Selbekken bis zur Fähre von Falset nach Brekstad auf der Halbinsel Ørland. Von Brekstad auf der Nr. 710 über Varghiet und Elveng bis zur Nr. 715 und auf dieser weiter bis Åfjord.

Ab Åfjord gibt es für die Weiterfahrt zwei Varianten:
Entweder auf der Nr. 715 ein Stück zurück bis zum Mørrivatnet und ab dort über das Størfjellet auf der Nr. Fv55, der Nr. Fv203 und der Nr. Fv202 bis nach Malm oder
ab Åfjord auf der Nr. 715 in Richtung Süden zurück bis zum Zusammentreffen mit der Nr. 720 und auf dieser weiter entlang des Verrasundet und des Beitstadfjorden bis nach Malm.
Ich habe mich für die erste Variante entschieden.

Von Malm weiter zunächst auf der Nr. 720 und dann auf der Nr. 17 über Namdalseid nach Namsos. Ab Namsos weicht die tatsächlich gefahrene von der geplanten Küstenroute erheblich ab. Erst viel weiter oben im Norden, nämlich ab Nordkjosbotn, stimmen Routenplanung und Routenrealität wieder überein.

Von Namsos auf der Nr. 17 nach Skogmo. Von dort auf der Nr. 760 nach Grong. Von dort auf der Nr. E6 über Trofors, Mosjøen, Korgen, Mo i Rana und Storsforshei nach Rognan am Saltdalsfjorden.

Von Rognan am Saltdalsfjorden ein Stück auf der Nr. E6 zurück bis zur Abzweigung der Nr. 812. Auf dieser über Kåsmo, Brekke und Kvikstad zum Saltstraumen. Vom Saltstraumen nach Løding bei Bodø.

Von Løding nach Norden waren zwei Varianten geplant:
Entweder nach Bodø und von dort mit der Fähre nach Moskenes auf den Lofoten, hinauf nach Andenes auf der Insel Andøy, mit der Fähre nach Gryllefjord auf der Insel Senja und weiter über Tromsø bis nach Nordkjosbotn an der E6 oder
von Løding weiter auf der Nr. 80 nach Fauske und von dort weiter auf der Nr. E6 über Ballangen, Narvik, Setermoen und Bardufoss bis nach Nordkjosbotn.
Die erste Variante über die Lofoten fiel leider dem schlechten Wetter zum Opfer.

Von Fauske auf der Nr. E6 über Straumen, entlang des Leirfjorden, über Vassmo und Ulsvåg zur Fähre von Bognes nach Skarberget. Von Skarberget über Narvik, Bjerkvik, Setermoen und Bardufoss nach Nordkjosbotn. Hier trifft die über die Lofoten geplante Route auf die tatsächlich gefahrene Strecke.

Von Nordkjosbotn gibt es praktisch nur eine mögliche Route hinauf zum Nordkap: Immer auf der Nr. E6 nord- und nordostwärts. Die nächsten erwähnenswerten Orte sind: Olderdalen / Kåfjord, Sørkjosen, Storslett, Sørstraumen, Sekkemo, Langfjordbotn, Alta, Skaidi und Olderfjord am Porsangerfjord. Dort geht es auf der Nr. E69 an diesem Fjord entlang über Honningsvåg bis zum Nordkap.

Die Hinreise wäre nun geschafft.

Rückreise - Norwegen
Nähere Angaben zum Routenverlauf bei der Rückreise mache ich im Berichtsteil R 1 - Rückreise.

Ausrüstung

Ursprünglich war von mir geplant, auf dieser ersten Seite auch Informationen zu meiner Ausrüstung zu geben. Da dieser Berichtsteil H 1 (Hinreise) ohnehin schon einen sehr großen Umfang erreicht hat, wird der Teil «Ausrüstung» auf einer eigenen Seite dokumentiert. Wer sich dafür interessiert, möge bitte den Link »Nordkaptour 2012 Ausrüstungsliste« am Ende der Berichte über die Rückreise in der dunkelblauen linken Spalte «Seitennavigation» anklicken.

Im nächsten Berichtsteil geht es weiter.



 

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