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USA-Reise im März/April 2016

Berichtsteil 3


Montag, 21. März 2016


Wir verlieren uns...

Während Angelika, Thomas und Carola im Rockefeller Center  mit dem Lift nach oben zum Top of the Rock  fahren, bemühe ich mich unten an der Hauptkasse um Rückerstattung meiner US $30,00. Das Ergebnis meiner hartnäckigen und langwierigen Verhandlungen ist, dass nach der gründlichen Überprüfung meiner Personalien gegen Rückgabe meines nicht in Anspruch genommenen Tickets das Geld umgehend meiner Kreditkarte gutgeschrieben wird. Nachdem die Rückerstattung geklärt ist, frage ich nach, an welchem Ausgang die Besucher vom Top of the Rock  zurückkehren und man beschreibt mir die Stelle. Entweder fallen die Besucher auf den Verkaufstrick herein und werden durch einen gift shop  geschleust oder, falls sie nicht die Absicht haben, ein Souvenir zu erwerben, kommen sie aus der Tür neben besagtem Souvenirladen. Ich positioniere mich so, dass ich beide Ausgangsmöglichkeiten im Blick habe und gehe - wie es auch in unserem New York-Stadtführer geschrieben steht - mit einer Besuchszeit von 1 Stunde und 30 Minuten aus. Da der Besucherandrang stark zunimmt und es auf dem nicht übermäßig breiten Flur bald zu einem Stau kommt, werden alle hier stehenden Personen, die kein Ticket für die Fahrt hinauf zum Top of the Rock  zu erwerben gedenken, von einem Uniformierten höflich aufgefordert, den Wartebereich zu verlassen. Deshalb entferne ich mich ein paar Meter von meinem bisherigen Standort, denke aber, sowohl den Ausgang vom Lift als auch den des gift shop  gut im Blick zu haben. Beim Warten vergeht die Zeit extrem langsam. Endlich sind 1½ Stunden verronnen, doch keiner von den dreien ist zu sehen.

...und finden uns wieder

Der Flur, auf dem ich warte, ist mittlerweile mit wahren Menschenmassen gefüllt und aus dieser Masse heraus entdecke ich eine mir sehr gut bekannte Person: Thomas. Ich winke ihm zu, er bemerkt mich, kommt auf mich zu und fragt, wo ich denn bliebe, sie drei würden schon eine geraume Zeit auf mich warten. Da sie mich beim Herunterkommen vom Top of the Rock  nicht gesehen hätten, seien sie vom Untergeschoß nach oben an die Ecke Avenue of the Americas / W 49th St gegangen und hätten dort auf mich gewartet. Später versuchen wir zu klären, wo der Fehler lag. Das letzte Foto auf dem Top of the Rock  wurde von Thomas um 10:32 Uhr geschossen und nach diesem letzten Foto wären die drei ihren Worten zufolge sofort mit dem Lift nach unten gefahren. Es kann nur so gewesen sein, dass ich zu der Zeit, zu der die drei bereits unten am Ausgang angekommen waren, noch an der zentralen Stelle für die Entgegennahme von Beschwerden in die Verhandlungen über die Rückerstattung meiner US $30,00 verstrickt war und deshalb noch nicht am Ausgang stehen konnte. Jetzt haben wir rund eine Stunde an Zeit verloren, und die müssen wir heute irgendwie reinholen.
Tour durch New York City: Tag 1 - Detailplan 2
Tour durch New York City: Tag 1 - Detailplan 2
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Karte links:
Auf der Karte ist unser ungefährer Weg vom Rockefeller Center  bis zur Bethesda Terrace  im Central Park  eingezeichnet. Wenn jemand aus meiner Leserschaft tatsächich beabsichtigt, unseren Weg auf der Karte nachzuverfolgen, möchte ich nur kurz anmerken, dass es für die 6th Avenue  auch die Bezeichnung Avenue of the Americas  gibt.
 
6th Ave: Gebäude Nrn. 1211 bis 1251
6th Ave:  Gebäude Nrn. 1211 bis 1251
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Bild rechts:
Nachdem wir uns wiedergefunden haben, geht es auf der 6th Ave  zuerst ein kurzes Stück in südwestlicher Richtung weiter und wir blicken auf die beeindruckenden Gebäudekomplexe mit den Hausnummern 1211 bis 1251. Am Foto musste ich ein wenig nacharbeiten, sonst wären die Wolkenkratzer alle umgefallen. Für solche Aufnahmen bräuchte ich eben ein anderes Objektiv. Das vorletzte Gebäude mit dem sich oben verjüngenden Turm und mit dem Pultdach auf dem Turm daneben (nur auf dem großen Bild zu erkennen) steht an der W 42nd St, schräg gegenüber des Bryant Park  und es ist der Bank of America Tower.

die LOVE-Skulptur von Robert Indiana
die LOVE-Skulptur
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Bild links:
Jetzt ziehen wir auf 6th Ave (Avenue of the Americas) wieder in die andere Richtung, also nordostwärts und bewundern an der Ecke W 55th St die 1966 entstandene, mit »LOVE« betitelte, oft kopierte und abgewandelte Skulptur des US-amerikanischen Künstlers Robert Indiana.  Eine im Auftrag der US-Regierung 1973 entworfene 8-Cent-Briefmarke, auf welcher R. Indiana's  Werk »LOVE« dargestellt ist, brachte es zu einer Auflage von 330 Millionen Exemplaren. Diese Tatsache verhalf dem Künstler zu weiterer, weltweiter Berühmtheit. Neben der Erwähnung der vielen, unbestritten auf hohem künstlerischen Niveau stehenden Werke R. Indiana's  gibt es auch eine amüsante Anekdote zu erzählen: Die Beziehung zu dem US-amerikanischen Künster Andy Warhol  verhalf R. Indiana sogar zu einer Rolle in dem Untergrund-Experimentalfilm Eat.  Allerdings war ein großer schauspielerischer Durchbruch damit nicht verbunden, denn R. Indiana  musste in dem 39 Minuten langen Schwarzweiß-Stummfilm lediglich einen von Andy Warhol  zu der Filmaufnahme mitgebrachten großen Pilz verspeisen, währenddessen eine Katze auf R. Indiana's  Schulter saß.


The St. Regis New York
The St. Regis New York
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Bild rechts:
Nun ziehen wir weiter von der 6th Ave (Ave of the Americas) zur 5th Ave. Es ist jetzt Mittagszeit. Hunger und Durst machen sich bemerkbar. Deshalb schauen wir uns nach einem netten, für unsere Reisekasse geeigneten Bistro um. An der Ecke W bzw. E 55th St bemerken wir zwei Etablissements: das The St. Regis New York  und das The Peninsula New York.  Das St. Regis-Gebäude wurde 1904 im Beaux-Art-Stil erbaut und war damals mit 20 Stockwerken das höchste Hotelgebäude der Stadt. In den 1930er Jahren soll die - aus dem Ritz-Hotel in Paris stammende - erste Bloody Mary in der berühmten King Cole Bar des St. Regis-Hotels gemixt und vorgestellt worden sein.
5th Ave: The Peninsula New York
5th Ave:  The Peninsula New York
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Bild links:
Thomas und Carola möchten die Lunch Menus  (also die Speisekarten) des The St. Regis  und des The Peninsula  auf ihre iPhones herunterladen, aber leider gibt es hier in den Straßenschluchten New Yorks keinen Internetempfang. So müssen wir uns eben ein anderes Snack-Lokal suchen.

5th Ave: Trump Tower
5th Ave: Trump Tower
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Bild rechts:
Unsere Marschrichtung auf der 5th Ave ist jetzt Nordost. Zwischen der E 56th St und der E 57th St sticht uns ein sehr bekannter, in letzter Zeit in den Nachrichten oft erwähnter Name ins Auge: Trump. Also, nichts wie hinein in diesen Tempel, denn in seinem Inneren soll es unter- und oberhalb der in architektonischer Hinsicht oftmals als sehr gelungen bezeichneten Wasserfallwand Möglichkeiten geben, sich etwas Ess- und Trinkbares einzuverleiben. Schließlich wollen wir ja mit unserem Verzehr etwas zur Finanzierung des Wahlkampfes dieses Herrn T. beitragen.
 
Spiegelung in der Fassade des Trump Tower
Fassade des Trump Tower
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Bild links:
In der Fassade des Trump Tower  spiegeln sich die auf der Straßenseite gegenüber stehenden Häuser.

Nebenbei bemerkt wollte ein Journalist einmal dem Grund nachgehen, warum Trump in einer Zeit, als in New York City die Stahlträger-Bauweise gang und gäbe war, ausgerechnet mit Beton baute und warum er den Beton vom Unternehmen HRH Construction  bezog, welches im Besitz von Familien war, denen höchste Positionen in mafiösen Strukturen nachgesagt wurde. Weder dieser Journalist noch sonst jemand konnte diese Frage bisher klären. Der Trump Tower  sollte nicht mit dem ähnlich benannten Trump World Tower  verwechselt werden, der sich in Manhattans Süden an der United Nations Plaza  (1st Ave, zwischen der E 47th und der E 48th St) befindet.
5th Ave: Trump Tower - Wasserfallwand
Trump Tower:  Wasserfallwand
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Bild rechts:
Tatsächlich sind wir von der Wasserfallwand im Trump Tower  sehr beeindruckt, aber mehr noch von dem dortigen Ambiente, welches untrüglich auf eine etwas höhere Preisklasse schließen lässt. Carola ist ja so etwas wie die Haupt-Finanzverwalterin auf unserer Reise und sie gibt uns zu verstehen, dass es hier zwar sehr schön, aber zur Einnahme lediglich eines kleinen Mittags-Snacks etwas überdimensioniert ist. Also gehen wir wieder hinaus auf die 5th Ave und suchen weiter.

Five Guys Burgers and Fries
W 55th St: Five Guys Burgers and Fries


Bild links:
Da die Gegend hier immer vornehmer wird, gehen wir auf der 5th Ave etwas zurück, biegen an der W 55th St rechts ab in Richtung 6th Ave (Avenue of the Americas) und kehren bei einem unseren Anforderungen eher entsprechenden Etablissement ein. Das Five Guys Burgers and Fries  entspricht zwar von der Innenausstattung her nicht ganz so der feinen Art, wie es bei den Lunch-Räumlichkeiten im The St. Regis  oder The Peninsula  der Fall ist, aber hier brummt der Bär. Es ist laut und stinkt nach Fritieröl, die zum Fritieren bereit gehaltenen Kartoffeln aus Kentucky sind im Lokal in Papiersäcken übereinander gestapelt, es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, wie im Film parken die Cops ihr Auto in zweiter Reihe und bestellen sich in aller Ruhe ihren Snack zum Mitnehmen und vor allem braucht man nicht auf das Getränk zu warten, sondern man kann es sofort nach der Bestellung und Bezahlung am Automaten abzapfen. Sehr Durstige könnten auf die absurde Idee kommen, nur für ein Getränk zu bezahlen und sich am Automaten mehrmals zu bedienen.
Jetzt kommt das Besondere vom Besonderen: An der Bestelltheke erhalten wir eine Nummer und die wird, wenn das Essen fertig ist, ausgeschrien. Nein, vielmehr wird sie vom Fritiermeister lauthals ausgesungen. Er kämpft mit seiner Stimme gegen die laut dröhnende Musikanlage an, aber er schafft es ohne weiteres, diese zu übertönen. Das ist New York, wie wir es uns vorstellen und lieben. Die Burger, Chix (Hähnchenteile) und die Fries (Pommes Frites) sind einfach Klasse und nicht alle von uns vieren schaffen die gesamte Portion.
5th Ave: Crown Building
5th Ave: Crown Building
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Bild rechts:
Heute am frühen Vormittag meinten wir bereits, an der Lexington Ave / E 51st St das Crown Building  gesehen zu haben, doch das war ein Irrtum (siehe Berichtsteil 2). Nun stehen wir an der 5th Ave / Ecke W 57th St tatsächlich vor diesem im Jahr 1921 errichteten Gebäude, für dessen Gestaltung das Architekturbüro Warren & Wetmore,  das auch beim Bau des Grand Central Terminal  beauftragt wurde, verantwortlich zeichnet. Rechts daneben bzw. dahinter ragt ein Hochhaus mit dunklen Glasfenstern und heller Betoneinrahmung auf, das Solow Building,  zu welchem bereits weiter vorne im Kapitel Top of the Rock  etwas geschrieben steht.
 

5th Ave: Portalfiguren am The Crown Building
Portalfiguren am The Crown Building
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Bild links:
Das Gebäude wurde 1981 vom damaligen Präsidenten der Philippinen, Ferdinand Marcos, unter Einbindung internationaler Unternehmen verdeckt gekauft. Nach dem Sturz des Marcos-Regimes gab es gerichtliche Streitverfahren über die Eigentumsverhältnisse. Nachlesenswert ist, wie der Erlös für das Gebäude in einem Deal unter den Streitparteien aufgeteilt wurde. Der Name des Gebäudes wurde 1983 von Heckscher Building in Crown Building abgeändert, weil der in der Nacht beleuchtete Bau einer Krone gleicht.
Bisher konnte ich noch nicht herausfinden, welche tiefere Bedeutung den drei vergoldeten weiblichen Figuren über dem Hauptportal des The Crown Building zukommt. Wenn ich meine nur in Englisch vorliegenden Informationen richtig übersetzt habe, war man in früheren Zeiten nicht unbedingt damit einverstanden, dass die Damen ihre Körper nur mit einem dünnen Tuch bedeckt zur Schau tragen, weil ihre deutlich zu erkennenden weiblichen Reize die betrachtende (männliche?) Jugend in die Sünde der Verderbtheit stoßen würde. Gott sei Dank sind solche Zeiten in den U.S.A. vorbei!
W 57th St: Solow Building
W 57th St: Solow Building und One57
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Bild rechts:
Wir bewegen uns auf der 5th Ave ein paar Schritte in Richtung Nordost und stehen nun an der Kreuzung E/W 57th St. Von dort können wir das 210 m hohe, 1974 eröffnete, sich an der Süd- und Nordseite nach oben hin verjüngende Solow Building  mit seiner dunklen Glasverkleidung und dem hellen Betonrahmen aus relativer Nähe betrachten.
Weiter westlich auf der W 57th St (auf dem Bild ist das mehr im Hintergrund) ragt der schlanke, 306 m hohe, im Jahr 2014 fertiggestellte Turm One57 auf. Die gegliederte Fassade ist mit hellem und dunklen Glas verkleidet und das asymmetrisch spitz zulaufende Dach soll dem modernen Hochhaus die Gestalt einer Feder geben. Der Bau wurde Ende Oktober 2012 während des Hurrikans Sandy  schwer beschädigt. Unter anderem kam es zum Abknicken des Kranauslegers, welcher in die Tiefe hinabzustürzen drohte. Erst einige Tage später konnte der Kranarm gesichert werden. Der Wolkenkratzer ist mit dem Spitznamen The Billionaire Building, also das Gebäude der Millionäre, bekannt. Was das wohl zu bedeuten hat?

Central Park S: autonome Kutsche ohne Fiaker
Central Park S:  autonome Kutsche ohne Fiaker
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Bild links:
Unser Weg führt nun auf der 5th Ave am Luxus-Kaufhaustempel Bergdorf-Goodman  vorbei eine Querstraße weiter zur W 58th St. Hier biegen wir zunächst links und dann nach wenigen Metern an der Grand Army Plaza  nach rechts ab, damit wir das nicht nur von zahlreichen Verfilmungen her weltbekannte Hotel Plaza  aus der Nähe bewundern und einige Fotos machen können. Leider gelingen diese Fotos nicht so sehr und ich muss auf die Bilder im Internet verweisen.
Als sehr lohnenswertes Motiv ergibt sich stattdessen an der Kreuzung Grand Army Plaza / W 59th St / Central Park S  der Vorläufer des selbstfahrenden Personenkraftwagens: eine autonome Kutsche. Der für ein Eingreifen im Notfall noch immer unabdingbare Fiaker wartet wohl im benachbarten Plaza  auf Kundschaft.
 
W 59th St: das One57 vpn Norden betrachtet
One57  (von Norden betrachtet)
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Bild rechts:
Auf der W 59th St laufen wir noch ein Stück in Richtung Nordwesten, damit wir dann den Central Park  betreten und an der Westseite des Parksees The Pond  entlang weitergehen können. Hierbei ergibt sich auf der W 59th St noch einmal ein schöner Blick auf den zuvor beschriebenen, aufgrund seiner verschiedenfarbigen Glasfassade leicht auszumachenden Gebäudekomplex One57. Davor steht das etwa ab der halben Höhe abgestufte Hampshire, das an seinem kupfernen, patinagefärbten Dach mit den zwei seitlichen Kaminen ebenfalls leicht zu identifizieren ist. Rechts daneben - auf dem Bild leider nicht mehr so gut zu erkennen - das im Jahr 1931 fertiggestelle Essex House (auch: JW Marriott Essex House genannt) mit dem auf dem Dach angebrachten, aus Neonröhren gefertigten, in roter Farbe gehaltenen und in unzähligen Filmen verewigten Namensschriftzug dieses Hotels. Leider ist die Geschichte dieses Luxus-Hotelgebäudes ebenso berühmt und nachlesenswert wie sie nachdenklich stimmen muss, denn zum einen verleiht die Liste der hier beherbergten Berühmtheiten diesem Haus ein gewisses Flair und zum anderen existiert aber auch eine lange Liste von den in und um dieses Haus herum geschehenen, zum Teil sehr mysteriösen Todesfällen.

Central Park: Trump Rink - Wollman Rink
Central Park:Trump Rink - Wollman Rink
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Bild links:
Es ist schon ein erhebendes Gefühl, diesen weltbekannten, von Frederick Law Olmsted  und Calvert Vaux  geplanten und in den Jahren 1859 bis 1870 verwirklichten Park, der an der damaligen nördlichen Peripherie der Stadt errichtet wurde, zu betreten.
Um 13:02 Uhr stehen wir an der Eislaufbahn Trump Rink,  (auch: Wollman Rink),  dem Handlungsort vieler bekannter Filme wie Serendipity, Stepmom, Vanilla Sky, Breakfast at Tiffany’s  und so weiter. Zu Sommerzeiten ist das nach meinen Informationen eine Rollschuhbahn.

Hochhäuser am Südrand des Central Park
One57, Hampshire und Essex House
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Bild rechts:
Von diesem Standpunkt (Trump Rink  bzw. Wollman Rink)  haben wir noch einmal einen tollen Blick auf die Gebäudekomplexe am Südrand des Central Park,  darunter die zuvor erwähnten One57,  das Hampshire  und das Essex House  mit seiner aus architektonischer Sicht umstrittenen, markanten roten Reklameschrift.
Central Park: Bethesda Fountain
Central Park: Bethesda Fountain
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Bild links:
Unser nächtes Ziel ist The Dairy Visitor Center and Gift Shop.  Das The Dairy  besitzt alle Merkmale eines touristischen Verkaufszentrums und wir passieren dieses Gebäude, ohne sein Inneres zu besichtigen. Über die 65th St Transverse und den Center Drive geht es nun zum kreisrunden Olmsted Flower Bed.  Hier beginnt Sheep Meadow,  eine riesige Wiese, auf der bis 1934 noch Schafe weideten. Durch diese Wiese führt The Mall,  eine Ulmenallee mit Skulpturen von Dichtern und Komponisten, auf der wir nun weiterspazieren. Am nördlichen Ende von The Mall  überqueren wir den Terrace Drive,  gehen ein paar Stufen hinauf auf die Bethesda Terrace  und von dort wieder hinunter zu einem mit zahlreichen Figuren und Motiven aus Fauna und Flora geschmückten Zentrum, in dessen Mitte der von Emma Stebbin(s?)  gestaltete Brunnen Bethesda Fountain  zu bewundern ist. Hier setzen wir uns an einer sonnigen Stelle auf eine Bank, ruhen uns aus und wärmen uns auf, da eine von uns wegen ihres aus zu dünnem Stoff gefertigten Beinkleides (Hose) erbärmlich friert. Der auf den Fotos zu sehende blaue Himmel täuscht eine in Wirklichkeit nicht vorhandene Wärme vor. Es ist eben noch Ende März und da kann es in New York City bekanntermaßen sehr frisch sein.
 
Tour durch New York City: Tag 1 - Detailplan 3
Tour durch New York City: Tag 1 - Detailplan 3
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Karte rechts:
Auf der Karte ist die Fortsetzung unseres Weges im Central Park  ab der mit The Mall  bezeichneten Ulmenallee bis zur Bethesda Terrace  und weiter zum Bethesda Fountain  markiert. Die nächsten Wegpunkte sind Bow Bridge  am The Lake,  das Belvedere Castle  und das American Museum of Natural History.  Den auf der Karte eingezeichneten Abstecher zum Delacorte Theater  schaffen wir aus Zeitgründen nicht. Ferner ist die nachfolgend näher beschriebene Subway-Strecke (rote gerade Linie) eingezeichnet.
Central Park: Bow Bridge
Central Park: Bow Bridge
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Bild links:
Unser Weg führt nun vom Bethesda Fountain  entlang des The Lake  genannten Parksees in Richtung Bow Bridge.  Am nordöstlichen Ende der östlichsten Seeausbuchtung erkennen wir Loeb’s Boathouse  und werden dabei an die Figuren Mr. Big - John James Preston  (Chris Noth) und Carrie Bradshaw  (Sarah Jessica Parker) im Film Sex and the City: The Movie  erinnert. Für diese Diva soll der Wasserspiegel des Sees angeblich abgesenkt worden sein, um eine Szene in den Kasten zu kriegen.
Der Central Park  ist natürlich Handlungsort vieler Filme, aber die Bow Bridge  nimmt dabei einen gewissen Ehrenplatz ein, denn sie liefert in solchen Filmen wie (ich nenne die englischen Titel) Autumn in New York, Keeping the Faith, Little Manhattan, The Way We Were  und vielen anderen hochklassigen Movies einen würdigen Rahmen.
Central Park: Belvedere Castle
Central Park: Belvedere Castle

Bild rechts:
Das Belvedere Castle  steht auf dem Vista Rock,  der zweithöchsten Erhebung des Central Park  und wurde nach dem Entwurf von Calvert Vaux  - einem der beiden Landschaftsplaner des Parks - mit Schiefer erbaut, der beim Aushub der Teiche des Parks gewonnen wurde. Das Belvedere Castle  beherbergt eine Wetterstation und eine kleine Ausstellung informiert über Fauna und Flora des Parks. Leider hat keiner von uns ein besseres Foto gemacht, weshalb ich von einer größeren Darstellung absehe.

Die geplanten Besichtigungen von Shakespears Garden,  des Delacorte Theaters  und des Theaters Swedish Cottage Marionette  fallen der immer knapper werdenden Zeit zum Opfer, denn es ist mittlerweile schon wenige Minuten vor 14:00 Uhr.

American Museum of Natural History
American Museum of Natural History
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Bild links:
Etwa in Höhe der 79th St Transverse wollen wir den Central Park  verlassen, die Straße Central Park West  überqueren und zum American Museum of Natural History  (Abkürzung: AMNH) gehen. Schon kurz bevor wir den Park verlassen, ergibt sich ein freier Blick auf den Haupteingang dieses im Jahr 1869 gegründeten Museums. Es ist das älteste Museum New Yorks und mit seinen über 35 Millionen Exponaten das größte Naturkundemuseum der Welt.
Central Park West: Rummel gegenüber des AMNH
Central Park West:  Rummel beim AMNH
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Bild rechts:
Wie anderswo auch in der Welt gibt es auch hier den wohl nicht zu vermeidenden Rummel auf der Straße Central Park West  gegenüber dem Hauptportal des American Museum of Natural History.  Doch wir widerstehen der starken Versuchung, gehen eiskalt am The Roadside Grill  vorbei und wechseln hinüber auf die andere Straßenseite zum Haupteingang des AMNH.
 
Hauptportal des AMNH: Theodore-Roosevelt-Statue
AMNH: Theodore-Roosevelt-Standbild
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Bild links:

Der Teddybär

Das Reiterstandbild vor dem Hauptportal des AMNH  ist dem bei seiner Amtseinführung jüngsten Präsidenten der U.S.A., Theodore Roosevelt Jr. * 1858 - † 1919, gewidmet. Beim Anblick dieses imposanten Reiterstandbilds ist es kaum vorstellbar, dass es diesem Präsidenten bei einer Jagd am Mississippi tagelang nicht gelang, einen Bären zu erlegen, nicht einmal einen kleinen, von einem Jagdhelfer an einen Baum angebundenen Bären. Roosevelt weigerte sich zu schießen und ein derartiges Jagdgeschenk anzunehmen. In der Washington Post  erschienen daraufhin mehrere Karikaturen, auf welchen die Form des Bären von Karikatur zu Karikatur immer kleiner, runder und niedlicher wurde. Wegen des Erfolgs bei der Leserschaft wurde in der Folge auf jeder Abbildung des Präsidenten Roosevelt eine Bärenkarikatur angebracht. Im Amerikanischen lautet der Kurzname für Theodore Teddy,  weswegen der auf den Karikaturen gezeigte Bär von den Lesern schnell den Namen Teddy’s Bear  bekam, woraus endgültig Teddy Bear  wurde. Zufällig hatte ein deutsches Unternehmen im beginnenden Winter des Jahres 1902 mit der Produktion von Stoffbären begonnen und einen großen Auftrag für eine Lieferung in die USA erhalten. So begann der Verlaufserfolg dieses Plüschtiers, dessen deutsche Bezeichnung Teddybär  jedem geläufig sein dürfte.
Main Ticketing Lobby des AMNH: Dinosaurier-Skelette
AMNH: Dinosaurier-Skelette
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Bild rechts:
Da wir keine Zeit zum Besuch dieses Museums haben, missachten wir die lange Schlange der für ein Ticket anstehenden Personen, steigen die Stufen zum Haupteingang des AMNH  hinauf und stehen nun in der Main Ticketing Lobby  - offiziell The Theodore Roosevelt Rotunda  - und können die Dinosaurier-Skelette bewundern, ohne Eintrittsgeld bezahlt zu haben. Das Motto einer der gegenwärtigen und nicht ständigen Ausstellungen lautet ja: DINOSAURS AMONG US,  also "Die Dinosaurier sind unter uns". Diese Ausstellung begann am 18. März 2016 und endet am 2. Januar 2017 (Stand: 12.08.2016). So, jetzt haben wir einen der Hauptwünsche von Carola erfüllt, nämlich die Besichtigung des AMNH,  und können weiterziehen zu einem Ort meiner Wünsche: John Lennons letzter Adresse The Dakota.
Eingangstor des The Dakota
Eingangstor des The Dakota
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Bild links:

The Dakota

Vom AMNH  könnten wir auf der Central Park West  zu Fuß fünf Straßen in Richtung Südwest weiterziehen bis zur Ecke W 72nd St, denn dort befindet sich das The Dakota  oder oftmals auch nur mit Dakota  bezeichnet. Um unsere Beine etwas zu entlasten, entscheiden wir uns aber für eine Fahrt mit der auf dem Subway-Plan blau symbolisierten Linie C von der Local service station  »81 St-Museum of Natural History« bis zur nächsten Haltestelle »72 St«. Beim Heraufgehen von der Subway-Station gibt es eine arge Enttäuschung, denn das The Dakota  ist von unten bis oben total eingerüstet und ein sinnvolles Bild kann nicht gelingen. Auch eine Tafel zum Gedenken an John Lennon, der hier im Jahr 1980 von einem Irren erschossen wurde, finden wir nicht. Wie ich nach meiner Rückkehr von der USA-Reise erzählt bekomme, steht diese Gedenktafel jenseits der Straße Central Park West  auf dem Gelände des Central Park.  So müssen wir uns mit dem Fotografieren des Eingangstors des The Dakota  begnügen und können uns nur vorstellen, wie andere Persönlichkeiten, die neben John Lennon in den Luxussuiten dieses Hauses lebten, wie zum Beispiel Boris Karloff, Judy Garland, Lauren Bacall, Leonard Bernstein  und viele andere mehr dieses Tor durchschritten. Das Haus ist auch in Roman Polanskis Film Rosmary’s Baby  verewigt, der hier 1968 wenige Außenaufnahmen drehte.
Das in gewisser Weise einem Schloss ähnelnde Dakota entstand 1880-1884 als erster Privatbau in der Upper West Side. Auftraggeber war ein Erbe des Singer-Nähmaschinen-Unternehmens. Mit dem Entwurf wurde Henry J. Hardenberg beauftragt, der später auch die Pläne für das Plaza-Hotel lieferte.

Auf dem Plan steht nun eine Fahrt mit der als Tramway  bezeichneten Seilbahn zur bzw. von der im East River  gelegenen Insel Roosevelt Island.

Die Fahrt mit der Tramway

Ein Fußmarsch zu dieser Insel würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem haben wir heute schon etliche Kilometer bzw. Meilen zu Fuß zurückgelegt und sind entsprechend mit unserer Kondition am Ende. Deshalb wählen wir für die Hinfahrt die Subway und gehen die wenigen Meter bis zu der Haltestelle, an der wir vorhin zur Besichtigung des The Dakota  ausgestiegen sind. Das ist die Haltestelle »72 St«, wiederum eine Local service station.  Hier hält zeitweise auch die Linie B - aber eben nicht zu dieser Zeit - und wir nehmen daher die Subway-Linie C und fahren bis zur nächsten Station mit der Bezeichnung »59 St-Columbus Circle«. Dort steigen wir in die Subway-Linie D um und fahren bis zur Haltestelle mit local and express service  »47-50 Sts-Rockefeller Ctr«. Dort steigen wir in die Subway-Linie F (fährt in den New Yorker Bezirk Queens  um und verlassen die Subway an der local service-Station »Roosevelt Island«. Man erkennt aus dieser Beschreibung hoffentlich, dass wir nun fit sind für das New Yorker Subway-System und dass sich der Kauf einer Wochenkarte für eine unbegrenzte Zahl von Fahrten schon jetzt bezahlt gemacht hat.
Tour durch New York City: Tag 1 - Detailplan 4
Tour durch New York City: Tag 1 - Detailplan 4
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Karte rechts:
Auf der Karte sind folgende, mit der Sub- oder Tramway zurückgelegte Strecken mit geraden Linien in roter Farbe markiert: Linie F bis nach Roosevelt Island, Tramway  von Roosevelt Island  bis zur Endhaltestelle Tramway Plaza  und Linie N ab der Haltestelle »Lexington Av/59 St«. Für die gepunktet dargestellten Strecken haben wir unsere zarten Beinchen bemüht.
East River: Ed Koch Queensboro Bridge
East River: Ed Koch Queensboro Bridge
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Bild links:
Die wenigen hundert Meter von der Subway-Haltestelle auf Roosevelt Island  bis zur Abfahrtsstelle der Tramway an der Ed Koch Queensboro Bridge  sind bald geschafft. Es geht noch über ein paar Treppen nach oben und dann stehen wir in der Seilbahn-Gondel. Das Seilbahnvergnügen ist für uns als Besitzer einer Wochenkarte frei. Auf dem großen Bild sind die über den East River  gespannten Tragseile sowie die schwarze Seilbahn-Stahlstütze gut zu erkennen.
Abfahrt der Tramway auf Roosevelt Island
Abfahrt der Tramway
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Bild rechts:
Wohn- oder Geschäftshaus an der Abfahrtsstelle der Seilbahn.

Aus der Tramway  heraus gelingen Thomas mit seinem Apple iPhone 6  trotz der vom Kabinenglas hervorgerufenen Spiegelungen ein paar fabelhafte Bilder, die ich alle hier zeigen möchte. Ich bin zu faul, meine Nikon D5300 auszupacken und genieße die wunderbare Aussicht bei der Fahrt mit der Seilbahn mitten in Manhattan.
Überquerung des East River mit der Tramway
in der Tramway:  Überquerung des East River
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Bild links:
In der Tramway  mit Blick nach Norden: Überquerung des East River

Tramway: Der East River ist nun überquert.
Tramway:  der East River  ist nun überquert
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Bild rechts (in der Tramway):
Wir haben den East River bereits überquert. Der Herr links im Bildvordergrund mit der nicht mehr gänzlich vorhandenen Haarpracht kommt mir irgendwie bekannt vor, besonders, wenn ich an das bei der morgendlichen Rasur im Spiegel zu sehende Gesicht denke. Auch die rechts daneben sitzende Dame ist mir nicht gänzlich unbekannt.
 
Tramway: Die 1st Ave wird überquert.
Die 1st Ave  wird überquert.
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Bild links (in der Tramway):
Hier blicken wir nach Norden und überqueren gerade die 1st Ave.
Tramway: kurz vor der Endstation »Tramway Plaza«
Kurz vor der Endstation Tramway Plaza
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Bild rechts (in der Tramway):
Bald ist die Fahrt mit der Seilbahn zu Ende. Um 15:34 Uhr befinden wir uns kurz vor der Endstation Tramway Plaza.  Wir haben ein wenig Mitleid mit dem armen New Yorker Gondoliere, denn er muss - wie man auf dem Bild sieht - den ganzen Tag über seinen wahrlich harten Job verrichten.
kurz vor der Tramway Plaza: ein Blick zurück
kurz vor der Tramway Plaza:  ein Blick zurück
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Bild links:
Kurz vor der Endstation an der Tramway Plaza  sieht man beim Blick zurück in Richtung Osten die mit einem hellen Oker (oder was das sonst für eine Farbe ist) gestrichene Ed Koch Queensboro Bridge  und links daneben eine der Seilbahnstützen. Auch die leicht gekräuselten Wellen des soeben überquerten East River  schimmern noch ein wenig durch.

Nachdem wir uns während der Fahrt mit der Seibahn ausruhen konnten, gehen wir nun von der Tramway Plaza  auf der E 60th St in nordwestlicher Richtung bis zur nächsten Subway-Haltestelle Lexington Av/59 St,  steigen dort in die Linie N zu und fahren bis zum Times Square  (Haltestelle »Times Sq-42 St«).

am Times Square: das Kaufhaus Macy's
am Times Square:  Kaufhaus Macy's
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Bild rechts:
10 Minuten nach 16 Uhr bewundern wir den Times Square,  der eigentlich aus einem Dreieck besteht, das von der W 45th St, der W 47th St, dem Broadway und der 7th Ave gebildet wird. Die Baugenehmigungen schreiben Leuchtreklamen auf neuen Gebäuden vor und das ist nicht zu übersehen. Die Menschenmassen hier erschweren das Vorwärtskommen. Außerdem macht sich bei uns langsam Müdigkeit bemerkbar und deshalb beeindruckt uns das weltstädtische Treiben nicht so sehr. Obwohl in unseren Reiseführern steht, dass die New Yorker Polizei streng gegen Rotlichtsünder vorgeht, verstehen wir das System nicht ganz. Fußgänger überqueren die Fahrbahn, wann immer sie das tun wollen und scheren sich einen Dreck um rote Ampeln oder fließenden Querverkehr. Die in einer Vielzahl vorhandenen Cops sehen das zwar, sie drehen sich aber weg, damit sie nicht amtlich tätig werden müssen. Wir schlendern den Broadway hinab bis zur W 34th St. In den Straßenschluchten dunkelt es bereits, während die Spitzen der Wolkenkratzer noch voll im Tageslicht stehen. Die Fotos wollen daher nicht so recht gelingen. Schnell wird noch das berühmte Kaufhaus Macy's  geknippst. Das Haupthaus von Macy’s in New York gilt mit einer Verkaufsfläche von 198.500 m² allgemein als das größte Warenhaus der Welt (zum Vergleich: die Verkaufsfläche des Kaufhauses des Westens in Berlin beträgt 60.000m²). Hier beraten wir uns kurz über den Fortgang unserer Tour und beschließen, auf der W 34th St bis zur Madison Ave und dann auf dieser bis zur E 38th St zu gehen, um uns in unserem Hotel etwas auszuruhen. Später, wenn es richtig dunkel ist und die Leuchtreklamen an sind, wollen wir unseren New York-Rundgang fortsetzen.
 
Times Square District: Broadway / W 42nd St
Times Square District:  Broadway / W 42nd St
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Bild links:
Ausgeruht und frischgemacht ziehen wir von unserem Hotel wieder in Richtung Grand Central Terminal  los und steigen dort in den 42 Street Shuttle  zu. In der Zeit zwischen 24:00 Uhr und 6 Uhr morgens verkehrt dieser zwischen dem Grand Central Terminal  und dem Times Square  pendelnde Shuttle nicht und man muss stattdessen die Subway Linie 7 benutzen. Nähere Infos gibt es auf der Seite der The Metropolitan Transportation Authority (MTA)  - »www.web.mta.info/nyct/service/pdf/t0cur.pdf«.
Wenige Minuten vor 19:00 Uhr befinden wir uns im Reklame-Lichtermeer im Times Square District  an der Kreuzung Broadway / W 42nd St und machen unzählige Fotos, von denen hier natürlich nicht alle gezeigt werden können.
Ecke 7th Ave / W 43rd St
Standort: Ecke 7th Ave / W 43rd St
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Bild rechts:
Standort: Ecke 7th Ave / W 43rd St. In der Bildmitte und etwas rechts davon ist das Gebäude mit der offiziellen Adresse 1501 Broadway,  auch bekannt unter dem Namen Paramount Building,  zu sehen. Dort befinden sich unter anderem das im Jahr 1926 eröffnete Paramount Theatre (New York City)  und das wohl ebenso berühmte Hard Rock Cafe NYC.  Der im rechten Bildteil zu sehende Leuchtreklameturm steht im südlichen Teil des von der W 46th St, der W 47th St, der 7th Ave und dem Broadway gebildeten Straßentrapezes. Auf dem Vorplatz dieses Leuchtreklameturms wurde dem US-amerikanischen Schauspieler, Schriftsteller, Komponisten, Regisseur und Produzenten George Michael Cohan  (* 1878 † 1942), der am Broadway zahlreiche Erfolge aufweisen konnte, ein Denkmal gesetzt.
am Broadway: The Knickerbocker
am Broadway: The Knickerbocker
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Bild links:

The Knickerbocker

Das Anfang des 20. Jahrhunderts im Beaux-Arts-Stil errichtete Gebäude steht an der südöstlichen Ecke Broadway / W 42nd St. Seine Fassade ist geschmückt mit Terrakotta-Details und es besitzt ein für New Yorker Architekturverhältnisse eher ungewöhnliches Mansardendach. Das mehrfach umbenannte, verschiedenen Zwecken dienende und in den Jahren 2013 bis 2015 als Hotel zurückgebaute Gebäude besaß früher einen eigenen Zugang von der Subway. Das Schild mit der Aufschrift Knickerbocker  prangt heute noch über der schweren Stahltüre am Ende des Bahnsteigs der einige Zeilen weiter oben erwähnten Subway 42 Street Shuttle.

Der Broadway

Der Broadway war ursprünglich ein Indianerpfad, der sehr früh bereits von den Holländern als Handelsweg genutzt und als Breiter Weg  (vom Niederländischen ins Deutsche übersetzt) ausgebaut wurde. Er erstreckt sich beinahe vom südlichsten Ende bis zur nordöstlichen Grenze Manhattans, überquert dort mit der Broadway Bridge  den Spuyten Duyvil Creek / Harlem River  und setzt sich jenseits dieses Gewässers im Stadtteil Marble Hill  fort. Vom Süden Manhattans bis hierher sind es gute 13 Meilen, was einen Fußmarsch von etwa 4 Stunden und 30 Minuten (ohne Pausen) erfordern würde. Der Broadway  verlässt dann die Stadtgrenze New Yorks, setzt sich mit zusätzlichen Bezeichnungen fort und endet nördlich von Sleepy Hollow  am Phelps Way  (US Road 117). Von der Broadway Bridge  bis zu diesem Endpunkt sind es dann noch einmal knappe 20 Meilen.
am Times Square: Ecke 7th Ave / W 42nd St
am Times Square:  Ecke 7th Ave / W 42nd St
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Bild rechts:
Standort Times Square:  Ecke 7th Ave / W 42nd St. Wenige Meter von hier westwärts befindet sich an der W 42nd St das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds New York  mit seinen etwas überzogenen Eintrittspreisen. Da wir weder einen New York CityPASS  gekauft haben (Interessierte sollten beim Erwerb dieses Passes aufpassen, denn es gibt den New York Pass  mit über 80 Attraktionen, den Explorer Pass  mit 4, 5, 7, oder 10 Attraktion oder den City PASS New York  mit lediglich 8 Attraktionen), nicht willens sind, das normale Eintrittsgeld zu berappen, noch Zeit und Lust für eine Besichtigung haben, bleibt auch dieses Museum von uns unangetastet.
 
Standort: Ecke 7th Ave / W 42nd St
Standort: Ecke 7th Ave / W 42nd St
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Bild links:
Leuchtreklame an der Nordseite des Gebäudekomplexes im Straßentrapez zwischen der W 41st St, der W 42nd St, der 7th Ave und dem Broadway.

Thomas und Carola überreden Angelika und mich zu einem Besuch bei m & m's world  am Broadway / Ecke W 48th St. War es bisher schon auf den Straßen und Gehwegen im Times Square District  nicht gerade menschenleer, so wird hier in diesem Tempel der Süßigkeiten von Menschenmassen noch alles weit übertroffen. Das ist mir einfach zuviel Trubel und ich will nichts wie weg von hier und zurück in unser Hotel, vorher vielleicht noch eine Kleinigkeit essen. Immerhin sind wir heute früh schon gegen 6:30 Uhr aufgestanden und jetzt ist es gleich 19:30 Uhr Ortszeit. Dazu kommt noch die Zeitverschiebung von fünf Stunden zwischen München und New York, die uns noch arg zu schaffen macht. Daher trennen wir uns, denn die Jugend hat noch nicht genug vom New Yorker Nachtleben.
Ecke 7th Ave / W 43rd St: Paramount Building
Paramount Building
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Bild rechts:
Angelika und ich gehen also auf der 7th Ave zurück zur Subway-Station Times Square.  Von dort wollen wir mit der 42 Street Shuttle  zum Grand Central Terminal fahren. Während dieses Fußmarsches ergibt sich an der W 43rd St / 7th Ave noch einmal ein toller Blick auf das beleuchtete Paramount Building.  Leider ist das Originalfoto stark überbelichtet und musste mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeitet werden.

Standort W 49th St: One Worldwide Plaza
W 49th St: One Worldwide Plaza
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Bild links:
Thomas und Carola wählen für die Fortsetzung ihrer Tour durch New York den Broadway  und ziehen auf diesem hoch bis zur W 49th St in den Theaterdistrikt. Dort können sie - nicht weit entfernt vom berühmten Ambassador Theathre,  in welchem zurzeit CHICAGO - The Musical  dargeboten wird - einen der höchsten Wolkenkratzer New Yorks sehen, das One Worldwide Plaza.  Hierbei handelt es sich um einen aus drei Hochhäusern bestehenden Gebäudekomplex mit der Adresse 825 8th Ave,  der sich zwischen der W 49th St und W 50th St erstreckt. Das höchste Gebäude misst 237 m, während die beiden anderen, das Two Worldwide Plaza  und das Three One Worldwide Plaza,  bedeutend niedriger sind. Besonders auffällig an der Architektur ist das pyramidenähnliche, spitz zulaufende Dach und die aus bräunlichem Granit bestehende Außenfassade. Vielleicht ist es auch eine Bemerkung wert, dass die Deutsche Bank vor der durch die Lehman Brothers  ins Rollen gebrachte Finanzkrise versuchte, sich an diesem Gebäude zu bereichern, selbstverständlich nur im Sinn ihrer Aktionäre.
Standpunkt Vanderbilt Ave: Grand Central Terminal
E 42nd St / Vanderbilt Ave: GCT
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Bild rechts:
Irgendwann sind dann auch Carola und Thomas müde, gehen zur Subway-Station 42nd St - Times Square  und nehmen dort die 42 Street Shuttle  zum Grand Central Terminal.  Von der Ecke E 42nd St / Vanderbilt Ave gelingt Thomas diese wundervolle Nachtaufnahme vom GCT.
 
E 42nd St / Vanderbilt Ave: Chrysler Building
Chrysler Building
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Bild links:
Vom gleichen Standpunkt wie beim Bild zuvor (E 42nd St / Vanderbilt Ave) kommt - wie bereits heute früh - noch einmal das Chrysler Building  vor die Linse von Thomas' iPhone. Leider ist die Aufnahme etwas verwackelt. War da vielleicht um 20:19 Ortszeit doch eine von Thomas hartnäckig geleugnete Müdigkeit im Spiel?

Gelungener Tagesausklang im Moonstruck Diner

Angelika und ich haben uns ja schon vor einigen Minuten von Thomas und Carola getrennt und gehen nun vom Grand Central Terminal  auf der E 42nd St ein paar Meter westwärts bis zur Madison Ave und auf dieser bis zur Ecke E 38th St. Dort befindet sich - genau gegenüber unseres Hotels - das Moonstruck Diner  (Adresse: 244 Madison Ave) und wir gehen hinein. Wir haben uns auf unsere USA-Reise gut vorbereitet und kennen die Gepflogenheiten bei einem Restaurantbesuch. Unmittelbar nach der Eingangstür stoßen wir auf ein Schild mit der Aufschrift Please wait to be seated  und wir warten brav, bis wir einen Platz an einem der freien Tische zugewiesen bekommen. Die Speisekarte (aufpassen, das heißt in Englisch menu)  stellt uns vor keinerlei Probleme und wir bestellen einen Griechischen Salat und zwei Domestic-Biere (Boston beers).  Es dauert nicht lang und die waitress  balanciert eine riesengroße Schüssel, befüllt bis obenhin mit Salat, zu unserem Tisch. Zuerst denken wir, dass jetzt noch die Teller gebracht werden, aber das stellt sich als Irrtum heraus: es folgt noch eine zweite Schüssel mit Griechischem Salat, welcher zusätzlich mit vielen Stücken herrlich kross gebratener Putenfleischstreifen angereichert ist. Unser erstes amerikanisches Bier, der Salat und das dazu gereichte Brot munden uns sehr gut und ich gebe mir alle Mühe, auch etwas von der meiner Frau zugedachten Portion aufzuessen, denn wir wollen nicht den Eindruck hinterlassen, es habe uns nicht geschmeckt. Über Geld redet man zwar nicht, aber ich möchte dennoch die Preise nennen, damit man sich ein Bild machen kann. Die zwei Biere kosten US$ 11,00, die beiden Salate US$ 27,80 und die Steuer (tax)  beläuft sich auf US$ 3,44. Zusammen haben wir also ohne Trinkgeld (TIP)  US$ 42,24 zu bezahlen. Einer Empfehlung unseres Reiseführers folgend geben wir als Trinkgeld das Doppelte der tax,  also gerundet US$ 7,00. Nun kann sich jeder ein Urteil bilden, ob das teuer ist. Wir meinen, bei der sehr guten Qualität und der mehr als ausreichenden Menge ist das mitten im Zentrum New Yorks nicht zuviel. Gesättigt, sehr zufrieden und hundemüde gehen wir über die Madison Ave hinüber zu unserem Hotel. In dieser Nacht schlafe ich um einiges besser, als in der letzten.

Im nächsten Berichtsteil geht's weiter.