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USA-Reise im März/April 2016

Berichtsteil 5


Dienstag, 22. März 2016

Für die heute Nachmittag und am Abend zurückgelegten Strecken gibt es keine Detailkarte, auf welcher der von uns zurückgelegte Weg eingezeichnet ist. Der Grund hierfür ist zum einen, dass wir uns in Lower Manhattan  ziemlich planlos vorwärts bewegt haben und die auf einer Karte eingezeichneten Wege ein wirres Durcheinander ergäben und zum anderen, dass wir uns nach der Wall Street  in zwei Gruppen aufgeteilt und erst am Abend wieder getroffen haben. Die nachfolgende Übersichtskarte enthält ein paar Informationen, damit die gewaltige Nord-Süd-Ausdehnung New Yorks verdeutlicht wird. Eine Erläuterung über die Bedeutung der von mir eingefügten Zahlen folgt unterhalb der Karte.

Tour durch New York City: Tag 2 - Detailplan 4
Tour durch New York City: Tag 2 - Detailplan 4

Legende:

1 = Henry Hudson Bridge;  2 = Spuyten Duyvil Creek;  3 = Hudson River;  4 = Stadtteil Inwood;  5 = Central Park  (südlicher Teil); 6 = Roosevelt Island;  7 = East River;  8 = Financial District (Manhattan);  9 = Ellis Island;  10 = Liberty Island  (mit der Freiheitsstatue)

Die gewaltige Dimension New Yorks

Wenn man zu Fuß von der South Ferry Plaza  am südlichsten Ende Manhattans (auf obiger Karte etwas links unterhalb der Ziffer 8) über den Hudson River Greenway  immer entlang des Hudson River  bis hinauf zum nördlichsten Punkt dieses Stadtbezirks bei der Henry Hudson Bridge  (Ziffer 1 auf obiger Karte) ginge, nähme das für die Strecke von 14,2 Meilen eine Zeit von 4 Stunden und 45 Minuten in Anspruch (ohne Pausen). Mit diesem Entfernungsbeispiel kann man die gewaltige Dimension von New York City begreifen, zumal Manhattan ja nur einer der fünf New Yorker Stadtbezirke (boroughs)  ist.

Manhattan ist eine Insel

Auf obiger Karte ist kaum zu erkennen, dass Manhattan eine Insel ist. In Höhe der Henry Hudson Bridge  (Ziffer 1) zweigt vom Hudson River  der Harlem River  ab, dessen Verbindungsbuchten mit Spuyten Duyvil Creek  bezeichnet werden. Der Harlem River  bildet im Norden Manhattans dessen Ostgrenze und verbindet sich etwas nördlich von Roosevelt Island  (Ziffer 6) mit dem East River  (Ziffer 7). An der Südspitze Manhattans (links unterhalb der Ziffer 8) treffen sich East River  und Hudson River.  Somit ist der Kreis geschlossen und der wohl unstrittige Beweis erbracht, dass Manhattan eine Insel ist.
Tour durch New York City: Tag 2 - Detailplan 5
Tour durch New York City: Tag 2 - Detailplan 5
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Karte rechts: Tour durch den Financial District (Manhattan)

Nachdem die Staten Island Ferry  angelegt hat und wir die Fähre trotz der vielen Fahrgäste relativ schnell verlassen können, überqueren wir den Vorplatz zum Fährterminal, den New Amsterdam Plein,  und gehen die wenigen Schritte bis zur nächsten Haltestelle der Free Downtown Connection,  das ist der Stopp State St & Whitehall St.  Dort steigen wir in einen der roten Kleinbusse zu und lassen uns kostenlos in Richtung Eastbound  bis zum Stop Water St & Wall St  in unmittelbarer Nähe des Westufers des East River  befördern. Etwas mehr zur Buslinie der Free Downtown Connection  steht im vorherigen Berichtsteil. Die wenigen Schritte von der Haltestelle durch den Manahatta Park  bist zum East River  sind gleich geschafft.
Thomas am East River / Water Street / Wall Street
am East River  in Höhe der Wall Street
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Bild links:
Am East River  können uns die Sonnenstrahlen heute und überhaupt in New York das erste Mal so richtig aufwärmen. Im Bildhintergrund sind die Brooklyn Bridge  und die Masten der unweit davor festgemachten Viermast-Stahlbark Peking zu erkennen. Sowohl zur Geschichte der Brücke als auch zu der der Bark möchte ich hier in Kurzform das Wesentliche niederschreiben.

Die Geschichte der Brooklyn Bridge

Die Fertigstellung der Brooklyn Bridge  erfolgte im Jahr 1883. Die beiden 83m hohen, die vier Hauptstahlseile tragenden Türme sind im neugotischen Stil gebaut. Die Brücke verbindet die New Yorker boroughs  Manhattan und Brooklyn und war zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung die längste Hängebrücke der Welt. Architekt ist der in Thüringen geborene John Augustus Roebling,  der sich während des Brückenbaus bei der Besichtigung des für einen der Türme vorgesehenen Platzes einen Fuß einquetschte, worauf er eine Blutvergiftung erlitt und drei Wochen später daran verstarb.

Daraufhin übernahm sein Sohn Washington August Roebling  die Leitung des Projekts. Nach einem der vielen Tauchvorgänge in Zusammenhang mit dem Unterwasserbau der Pfeilerfundamente missachtete er die beim Auftauchen vorgeschriebene Dekompressionszeit und trug eine Lähmung davon. Infolge dieses Unfalls war er künftighin an einen Rollstuhl gefesselt und in seinem Sprechvermögen stark eingeschränkt. Washington August Roebling  konnte den Fortgang der Arbeiten nurmehr vom Fenster seiner in Brooklyn gelegenen Wohnung aus - im Rollstuhl sitzend - mit einem Teleskop verfolgen und war gezwungen, seine Aufgaben zu deligieren.

Die Ausübung dieser verantwortungsvollen Dienste übertrug er an niemand Geringerem als seiner Ehefrau Emily Warren Roebling.  Sie sorgte durch – wie es in den Quellen heißt - »wirkungsvolle, zähe und intelligente Unterstützung« für den Fortgang der Arbeiten bis zur Fertigstellung der Brücke. Emily Warren Roebling  hatte sich die dazu notwendigen Mathematik- und Ingenieurkenntnisse im Selbststudium beigebracht und gleichzeitig als Bauleiterin die von ihrem Ehemann mündlich und schriftlich erteilten Weisungen äußerst sorgfältig und umsichtig umgesetzt. Zum Dank für ihre Leistungen sollte sie dann auch die erste Person sein, welche die Brooklyn Bridge  bei ihrer Eröffnung am 24. Mai 1883 überqueren durfte. Ein Spötter und Schelm, wer denkt, Emily W. Roebling  wäre mit der ihr zugedachten Rolle als Erstbegeherin lediglich die Erbringung eines Beweises für die unbedenkliche Stabilität der Brücke auferlegt worden.
 
Brooklyn Bridge - Ostpfeiler
östlicher Teil der Brooklyn Bridge
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Bild rechts: östlicher Teil der Brooklyn Bridge
Die Brooklyn Bridge  kann auf einer eigenen Ebene für Fußgänger und Radfahrer überquert werden. Weder haben wir unsere Fahrräder von München nach New York mitgenommen, noch die Zeit für eine Begehung zu Fuß, obwohl wir den Leistungen der Roeblings  in keinster Weise misstrauen.

Unterhalb des Brückenbogens der Brooklyn Bridge  ist die Manhattan Bridge  zu erkennen. Sie verbindet ebenfalls Manhattan mit Brooklyn, ist die letzte der drei über den East River  gebauten Hängebrücken, wurde im Jahr 1910 fertiggestellt und ist in nördlicher Richtung die nächste Brücke nach der Brooklyn Bridge.
Viermast-Bark Peking
Viermast-Bark Peking
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Bild links:

Lebenslauf der Viermast-Bark Peking

Die Peking  ist eine Viermast-Stahlbark und gehörte zu den berühmten Flying P-Linern  der Hamburger Reederei F. Laeisz.  Wie bei allen Segelschiffen dieser Reederei seit 1877 üblich, beginnt ihr Name mit einem »P«.

Am 25. Februar 1911 lief die Viermastbark bei der Hamburger Werft Blohm & Voss  vom Stapel und war als Frachtschiff für den Transport von Salpeter zwischen Chile und Europa vorgesehen. Ab dem 30. November 1912 befuhr sie dreimal die Route Hamburg-Valparaiso, bis sie im August 1914 in Chile als Folge des Ersten Weltkrieges interniert wurde. Von Oktober 1919 bis Januar 1920 erfolgte die Rückführung von Chile nach Großbritannien (London) und im Mai 1921 ging das Schiff als Kriegsreparation nach Italien. Im Januar 1923 gelang es F. Laeisz,  das Schiff zu einem relativ günstigen Preis von Italien zu erwerben. In der Folge befuhr die Peking  als Frachtschiff die Route Hamburg-Talcahuano (Chile) und später - nach einem Umbau zum kombinierten Fracht- und Schulschiff - waren auch Häfen in anderen Ländern das Ziel ihrer Reisen.

Wegen der Weltwirtschaftskrise wurde die Peking  im Jahr 1932 von der Reederei F. Laeisz  an eine Schiffsagentur mit Sitz in London verkauft. Das Schiff wurde in Arethusa  umbenannt, in den River Medway  im Südosten Englands verholt, dort verankert und umgebaut. 1940 wurde sie von der Royal Navy  eingezogen, wieder in Peking  umbenannt und als Unterkunft genutzt. Nach dem Zweiten Weltkireg kam das Schiff wieder an den Vorbesitzer und erhielt den Namen Arethusa  zurück.
die »Peking« im Kontrast zur modernen Skyline
die Peking  im Kontrast zur modernen Skyline
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Im Oktober 1974 wurde die Bark versteigert und ein paar Monate später die Themse hinab gezogen. Im Juli 1975 hing der Schiffsrumpf am Haken eines Schleppers und es ging über den Atlantik nach New York ins South Street Seaport Museum.  Dort erhielt die Bark ihren ursprünglichen Namen Peking  wieder und auch der Name ihres Heimathafens Hamburg  prangt am Heck. Die Entscheidung, dass es in New York keinen Platz mehr für dieses Schiff gebe, fiel im Oktober 2012. Die marode Bark soll Anfang 2017 nach Hamburg überführt werden (Quelle: »de.wikipedia.org«).

Das ist ein mehr als abenteuerlicher Lebenslauf und ich bin gespannt, ob die Rückführung in den Heimathafen gelingt. Wenn ich mir die Schäden am Rumpf so betrachte, kommen mir starke Zweifel und ich sage einen enormen Aufwand allein für das Bereitmachen zum Schleppen nach Europa voraus. Aber, wenn sie dann in Hamburg festgemacht ist, werde ich sie mir sicher ansehen, denn das fordert schon mein Seglerherz!
die »Peking« und die moderne Skyline
die Peking  und die moderne Skyline
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Bild links:
Die alte Viermastbark Peking  und die moderne Skyline in südwestlicher Verlängerung des South Street Seaport Historic District  im Hintergrund ergeben einen wunderbaren Kontrast. Im 18. und 19. Jahrhundert erstreckte sich hier der geschäftigste Hafen Amerikas, bis die Schiffe mit einem immer größer werdenden Tiefgang im East River  nicht mehr anlegen konnten und auf die neu gebauten Piers im Hudson River  auswichen.
 
Blick von der Pier 16 auf Lower Manhattan
Blick von der Pier 16 auf Lower Manhattan
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Bild rechts:
Es ist jetzt 13:08 Uhr. Wir verweilen ein wenig an der sonnigen Pier 16, um all diese Eindrücke aufnehmen zu können. Ich richte das Objektiv meines Fotoapparates in Richtung Nordwest und drehe stark am Zoomring. Das ergibt dieses Bild mit dem am linken Bildrand über den Masten der Peking  hoch aufragenden, im Berichtsteil 4 beschriebenen und in architektonischer Hinsicht eigenwilligen Wolkenkratzer mit der Bezeichnung 8 Spruce Street  (auch Beekman Tower  genannt). Rechts der Bildmitte ist der obere Teil des imposanten Gebäudes mit dem Sitz des Manhattan Borough President's Office  (das ist das ebenfalls im Berichtsteil 4 beschriebene Gebäude mit dem kronenartigen Dachaufbau und der darauf stehenden vergoldeten Figur) zu sehen, an dessen Vorderseite wir heute Vormittag gegen 10:30 Uhr vorbeigingen. Ein Fußmarsch zu diesem Gebäude würde vn hier aus 17 Minuten in Anspruch nehmen (0,8 Meilen). Die zwei Häuser mit der braunen Ziegelfassade und den weißen Querstreifen stehen an der Pearl Street,  das ist von diesem Fotostandpunkt aus eine Entfernung von 0,3 Meilen. Das nur zur Verdeutlichung der Wegstrecken, die wir so zurücklegen.
Schilder: Wall St und South Street Seaport
Wall St  und South Street Seaport

Bild links:
Jetzt wollen wir reich werden und mal sehen, wohin unsere kontoführenden deutsche Banken unser mühsam Erspartes transferiert haben. Das Schild Wall St  weist uns den Weg.

Wall Street - Deutsche Bank
Blick hinein in die Wall Street
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Bild rechts:
An der South St  stehend blicken wir hinein in die Stätte weltweiten Finanzgeschehens, also in die Wall St  und sofort sticht der etwas protzige Wolkenkratzer mit dem Sitz der Deutsche Bank Trust Co America  ins Auge. Das ist das Hochhaus an der rechten Straßenseite mit der horizontal grau-weiß gestreiften Fassade. Ganz hinten, am Ende der Wall St,  steht die Trinity Church (Dreifaltigkeitskirche).
Wall Street: roter Imbissstand
Imbissstand an der Wall St
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Bild links:
Das Knurren unserer leeren Mägen übertönt schon seit geraumer Zeit den Verkehrslärm. Deshalb sehen wir uns, bevor wir uns in der Wall St  in das Finanzgetümmel stürzen, nach einem nahe gelegenen 5-Sterne-Restaurant um und werden bald fündig. Dieser Imbissstand bietet beinahe alles an Kulinarischem, was das Herz gegehrt. Wenn das hier Angebotene für die hier vorwiegend in der Bank- und der Versicherungsbranche tätigen Menschen der obersten Gehaltsklassen gut genug ist, dann soll es auch für uns passen. Angelika und ich vertilgen je ein scharf gewürztes Würstchen, trinken dazu gemeinsam ein Fläschchen Apfelsaft und schieben dafür US$ 6,00 und zusätzlich US$ 1,00 TIP (Trinkgeld) über den Tresen. Wir befinden uns hier eben im Financial District (Manhattan)  und da gelten andere Peise. Trotzdem, ich klage nicht und habe habe auch von Thomas und Carola keine mürrischen Laute vernommen.
Wall Street: Portal der Deutschen Bank in NYC
Wall Street:  Portal der Deutschen Bank

Bild rechts:
Vor dem Portal der Deutschen Bank an der Wall Street:  Kurz bevor ich reingehe um nachzusehen, ob mein Geld noch da ist, fällt mir ein, dass ich die Bank gewechselt habe und nicht mehr Kunde dieses Geldinstitutes bin.
 
26 Wall Street: United States Customs House
United States Customs House
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Bild links:
An dieser Stelle befand sich ursprünglich ein als Rathaus von New York im Jahr 1700 erbautes Gebäude. 65 Jahre später kamen hier in dem nun als Federal Hall  betitelten Haus die Delegierten der 13 damals noch englischen Kolonien zusammen, um gegen ein vom englischen Parlament beschlossenes »Stempelsteuergesetz« zu protestieren. Diesem Gesetz zufolge hätte jedes offizielle Schriftstück und Dokument, aber auch Zeitungen, Karten- und Würfelspiele, in den nordamerikanischen Kolonien (den späteren USA) mit Steuermarken versehen werden müssen. Es war das erste Zusammentreffen einer kolonieübergreifenden Opposition gegen die britische Herrschaft. Nach der amerikanischen Revolution wurde die Federal Hall  umgebaut und war seit Inkrafttreten der amerikanischen Verfassung im Jahr 1789 Sitzungsort des US-Kongresses. 1790 verlegten die US-Regierung und der Kongress ihren Sitz nach Philadelphia und die Federal Hall  beherbergte wieder New Yorks Stadtregierung. In deren Auftrag wurde das Haus 1812 abgerissen und das erste Zollhaus der USA (United States Customs House)  im klassizistischen Stil erbaut. Die Eröffnung fand 1842 statt. Die Säulen im dorischen Stil erinnern an das Parthenons  in Athen.
Georg Washington-Denkmal am »United States Customs House«
Georg Washington-Denkmal
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Bild rechts:
Die Federal Hall  wurde 1939 zur National Historic Site  erklärt und noch im August dieses Jahres zum National Memorial  umdeklariert. Das Gebäude beherbergt heute ein Museum. Die Bronzefigur zeigt George Washington  (* 22. Februar 1732 † 14. Dezember 1799). Die Inschrift im Sockel erinnert daran, dass er hier am 30. April 1789 als erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika seinen Amtseid ableistete.

New York Stock Exchange - Bild 1
New York Stock Exchange
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Bild links:

New York Stock Exchange (NYSE)

Schräg gegenüber des United States Customs House  ist in einer Seitenstraße der Wall Street,  der Broad Street  (deutsch: Breite Straße), die Fassade der New York Stock Exchange  zu bewundern, während man vom Standpunkt Wall Street  nur die schmucklose Seite dieses Gebäudes zu sehen bekommt. Die NYSE  ist gemeinhin und ebenso unter dem Namen Wall Street  bekannt, was auf eine Mauer (engl. wall)  zurückgeht, welche die damals hier ansäßigen Holländer im Jahr 1653 errichteten, um sich den Angriffen der Stammbevölkerung, der Indianer, und englischer Eindringlinge zu erwehren. Die Mauer nützte nicht viel, elf Jahre später eroberten die Engländer die Stadt.
New York Stock Exchange - Bild 2
New York Stock Exchange
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Bild rechts:
Das Gebäude wurde 1903 im klassizistischen Stil errichtet. Die sechs Säulen sind - im Gegensatz zu denen des schräg gegenüber liegenden und oben beschriebenen United States Customs House  - korinthischen Vorbildern nachempfunden. Die Giebelskulptur aus Marmor trägt ins Deutsche übersetzt den Namen »Rechtschaffenheit schützt der Menschen Werk«. Das Parkett besitzt für die damalige Zeit die monumentalen Ausmaße von 33 Meter mal 42 Meter. Von einer Galerie aus kann der runde Börsensaal überblickt werden. Dort gibt es auch eine kleine Ausstellung über den Börsenhandel. Heute werden an diesem Aktienmarkt an einem durchschnittlichen Tag 2 Milliarden Akten gehandelt, der Tagesrekord verzeichnet die doppelte Menge. Bevor die Börse in ihr heutiges Domizil zog, war sie in diversen anderen Gebäuden untergebracht. Die Eröffnung der NYSE  fand am 22. April 1903 statt (Quelle für die Angaben zur NYSE:  »de.wikipedia.org«).
 
Broadway / Bowling Green: Skulptur »Charging Bull«
Bronzeskulptur Charging Bull
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Bild links:

Charging Bull

Dort, wo sich tief im Süden Manhattans an der Nordspitze der kleinen, Bowling Green  genannten Grünfläche der Brodway  in einen westlichen und östlichen Zweig gabelt, steht die weltweit bekannte Bronzeskulptur Charging Bull,  auch als Wall Street Bull  oder Bowling Green Bull  bezeichnet. Die Statue hat ein Gewicht von 3,5 Tonnen, ist 3,4 Meter hoch und hat eine Länge von 6 Metern. Der Künstler Arturo Di Modica  arbeitete über zwei Jahre in seiner im New Yorker Stadteil SoHo  gelegenen Werkstatt daran und war damit am Ende des Jahres 1989 fertig. Am 15. Dezember 1989 transportierte der Künstler - zusammen mit ein paar Freunden - die Skulptur in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vor die New York Stock Exchange.  Aber, Arturo Di Modica  und seine Freunde mussten bemerken, dass vor der NYSE  ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt war und nicht einmal eine Wendemöglichkeit für den die Skulptur transportierenden LKW bestand. So beschloss der Künstler, den Charging Bull unter den Baum zu legen, praktisch als ein Weihnachtsgeschenk für die Stadt New York. Die Bilder gingen in den Nachrichten um die ganze Welt. Charging Bull  wurde am Ende des Tages im Auftrag der NYSE  entfernt und zu seinem jetzigen Standort verbracht. Seither haben Millionen von Touristen die Skulptur besucht und an verschiedenen Stellen liebevoll gestreichelt, was angeblich Glück bringen soll. Diese glückbringende Streichelung konnten meine Frau Angelika und ich nicht vollziehen, weil ich wegen meiner üblichen Hüftschmerzen nicht mehr weit gehen konnte und wir die nächstgelegene Subway-Station ansteuerten. Thomas und Carola mussten sich allein auf die Suche nach Charging Bull  begeben und haben ihn - wie es das Foto beweist - auch gefunden.
Blick in Richtung Broadway: Turm der »Trinity Church«
am Broadway: Trinity Church
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Bild rechts:
Beim Blick aus der engen und dunklen Straßenschlucht der Wall Street  - kurz vor deren westlichem Ende - in Richtung Broadway sticht der Turm der Trinity Church (deutsch: »Dreifaltigkeitskirche«) ins Auge. Alles andere, was sonst noch auf dem Originalbild zu sehen ist (Baustellenabsperrungen und andere Hässlichkeiten), habe ich unten weggeschnitten, sodass leider nur ein Teil der Kirche, genau der Turm, übriggeblieben ist. Der heutige, im neugotischen Stil errichtete Kirchenbau wurde 1846 fertiggestellt. Mit einer Höhe vn 86 Meternn war der Turm der Trinity Church seinerzeit das höchste Gebäude von New York City. Mittlerweile versteckt sich die Kirche zwischen den sie umgebenden Wolkenkratzern. Dem heute stehenden Gebäude gingen zwei Vorgängerbauten voraus, aus deren Zeit auch der benachbarte Friedhof stammt. Das erste Kirchengebäude diente ab 1698 dem Gottesdienst und wurde in Auswirkung des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs aufgrund eines Großfeuers im September 1776 zerstört. Die Errichtung des zweiten Kirchbaus begann 1788 und die Einweihung war im Jahr 1790. Dieses Bauwerk wurde im Winter 1838/1839 durch Schneelast beschädigt und anschließend abgerissen.

Wegen meiner Hüft- und Beinschmerzen setze ich mich mit Angelika zum Ausruhen auf eine neben dem Portal der Trinity Church  stehende Bank und da kommen Carola und Thomas auf uns zu. Sie erzählen uns, dass sie den zuvor beschriebenen Charging Bull  gefunden und fotografiert haben. Carolas Wunsch ist es nun, ins mittlere Manhattan (Midtown West)  zu fahren, um dort - im Theater District  - in einem Restaurant der Cheesecake Factory-Kette Ausschau nach der Kellnerin Penny Hofstadter  zu halten. Wer die Fernsehserie The Big Bang Theory  kennt, weis, wovon ich rede.
9th Ave: Amy's Bread
9th Ave: Amy's Bread
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Bild links:

Die Geschichte mit der Cheesecake Factory

Wie mir Carola und Thomas am Abend erzählen, haben sie zwar am westlichen Rand des Theater District  die vorzüglich bewertete Bäckerei Amy's Bread  gefunden (an der 9th Avenue zwischen der W 46th St und der W 47th St), aber leider war dort weder Penny Hofstadter  persönlich anzutreffen, noch gab es hier den weltbesten Käsekuchen. Ein paar Straßen weiter auf der 9th Ave in südwestlicher Richtung landeten sie dann aber zwischen der W 40th St und der W 41st St einen Treffer. In der Pizzeria Capizzi - Hell's Kitchen  hat allerdings wiederum keine Penny Hofstadter  ihren Job als Bedienung getan und es gab auch keinen von der Cheesecake Factory  hergestellten Kuchen. Stattdessen haben sie einen stinknormalen Cupcake  verspeist, welcher nicht einmal besonders gut geschmeckt haben soll. Liebe Carola, warum so viel Mühe für einen Käsekuchen oder gar vielleicht für ein Autogramm von Penny Hofstadter  auf sich nehmen? Ich kenne da einen von München nicht ganz so weit entfernten Ort wie New York und dort gibt es (oder gab es, weil es schon sehr lange her ist, wo ich das letzte Mal dort war) einen für meinen Geschmack nicht zu verachtenden Käsekuchen. Vielleicht kann jemand mein sicherlich objektives Geschmacksurteil bestätigen, wenn er den Kuchen in der bei Widbad Kreuth gelegenen Alm Siebenhütten  kostet. Um die geografische Lage dieser bei Wandersleuten gut bekannten Alm herauszufinden, braucht man nur ein wenig zu recherchieren, um herauszufinden, an welchem Ort die derzeit nur in Bayern zur Wahl antretende politische Partei CSU  ihre Klausurtagungen abhält (in diesen Satz habe ich einen kleinen Scherz eingebaut).

Also, wie etwas weiter oben bereits gesagt, fahren Carola und Thomas mit der Subway in Richtung Midtown,  während für Angelika und mich das nächste Ziel der Bezirk SoHo  ist. SoHo  steht für South of Houston Street  und wird so ähnlich wie SauHau  ausgesprochen, was keinesfalls eine Anspielung auf etwaige, dort vorzufindende schweinische Verhältnisse sein soll, im Gegenteil. Da wir an der Subway-Station Bleeker Street  aussteigen wollen und diese Station nur von lokalen Subway-Zügen bedient wird, müssen wir an der nächstgelegenen Haltestelle Wall St  in die Linie 4 oder 5 zusteigen, bis zum Express-Stop Brooklyn Bridge / City Hall  fahren und dort in die Subway-Linie 6 umsteigen, denn diese Linie bedient die Haltestelle Bleeker Street.
Von der Haltestelle Bleeker Street  marschieren wir auf der Lafayette St  in südwestlicher Richtung etwas zurück bis zur E Houston St  und biegen dann in Richtung Broadway  rechts ab. Nach der Überquerung des Broadway  ist der Houston St  dann das Vorzeichen W  für West  vorangestellt.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts blühte in SoHo  die Prostitution. Viele Häuserfassaden waren damals in cast iron (Gusseisen) gehalten, denn dieses Baumaterial war seinerzeit billiger als Stein. Das Viertel »verslumte« zusehends und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann der totale Niedergang. Erst, als mit einer im Jahr 1972 erfolgten Gesetzesänderung die vielfach ungenehmigt errichteten Atelierwohnungen legalisiert wurden, begann der Aufstieg von SoHo,  natürlich verbunden mit einem starken Anstieg der Immoblienpreise. Inzwischen sind dort Studios, vornehme Restaurants, edle Geschäfte und Galerien ebenso vorzufinden wie Bauruinen, welche aber nach und nach Neubauten weichen. Die nachfolgende Collage soll einen Eindruck vom alten und neuen Geist SoHo's  vermitteln.
Collage SoHo

Unser kleiner Reiseführer NATIONAL GEOGRAPHIC SPIRALLO-Reiseführer MAIRDUMONT, New York, ISBN 978-3-8297-32-81-9,  empfiehlt für SoHo  folgende Marschroute: Von der W Houston St  südlich über den Broadway,  Querung der Prince St,  Querung der Spring St.  An der Broome St  rechts und an der nächsten Straße (Mercer St)  wieder rechts. An der Prince St  links, an der nächsten Straße (Greene St)  links, Querung der Spring St,  Querung der Broome St.  An der Grand St  rechts, an der Wooster St  rechts. Querung der Broome St,  Querung der Spring St,  Querung der Prince St  und weiter bis zum Ausgangspunkt an der W Houston St.  Das ist doch alles recht übersichtlich, oder?
Prince Street: TUMI
Prince Street: TUMI

Bild rechts:
102 Prince St, New York, NY 10012. Die exklusive Kette TUMI  ist bekannt für Gepäckartikel, Aktenkoffer, Business- und Reiseaccessoires. Wir sind mit Sachen dieser Art voll ausgestattet und ziehen an diesem Shop vorbei.
 
in SoHo: Kreuzung Prince Street / Greene Street«
Kreuzung Prince St / Greene St
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Bild links:
In SoHo  an der Kreuzung Prince St / Greene St.

Wooster Street 120: Gusseisenelemente
Wooster St 120:  Gusseisenelemente
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Bild rechts:
In Höhe Wooster St 120  bekommen wir eine der für SoHo  typischen, schön restaurierten Häuserfassaden mit aus Gusseisen gefertigten Verzierungen, Balkongeländern und Feuerleitern zu Gesicht.

auf dem Broadway: zwischen der Prince Street und der Spring Street
Broadway: zwischen Prince St / Spring St
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Bild links:
Auf dem belebten Broadway - zwischen der Prince St  und der Spring St - mache ich noch schnell ein Foto in Richtung Südwest.

Nun haben wir genug von SoHo  gesehen und peilen die Subway-Station Prince St / Broadway  an, um mit einer der gelben Linien N oder R drei Haltestellen weiter in nördlicher Richtung bis zum lokalen Stop 23 St / Broadway  zu fahren. Das gelingt Angelika und mir auch, aber nur beinahe, denn wir gehen auf der falschen Straßenseite zur Subway-Station hinunter und fahren zunächst in Richtung Downtown,  also in eine südliche Richtung. An der nächsten Station Canal St  (das ist eine Express-Station) verlassen wir den Zug und steigen auf der anderen Seite des Bahnsteigs in einen Zug der Linie N oder R zu.
222 W 23rd St: Chelsea Hotel
222 W 23rd St: Chelsea Hotel
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Bild rechts:
Auf der W 23rd St  verkehrt zwar ein Bus der Linie M23, aber die Wartezeit wäre zu lange. Deshalb gehen wir in westlicher Richtung bis zur Adresse 222 West 23rd Street  und sind arg enttäuscht. Wieder einmal ist ein Objekt, das ich gern besichtigen und ein Foto davon machen würde, eingerüstet. Zudem hat das eigentlich nicht schlechte Objektiv meiner Kamera die abgelichtete Häuserzeile so stark verzogen, dass ich einen Teil des Bildes mit einem Bildbearbeitungsprogramm herausschneiden und den verbliebenen Teil geradestellen (rotieren) musste. Noch dazu ist die Aufnahme sehr dunkel geraten, aber ich möchte sie dennoch zeigen.

Das historische Chelsea Hotel  liegt nördlich von Greenwich Village  und südlich des Garment District  im Künstler- imnd Einkaufsviertel Chelsea.  Das Hotel war innen wie außen seit Jahrzehnten ziemlich heruntergekommen, hat sich in letzter Zeit aber wieder gemacht. Hier nächtigten eine ganze Reihe echter Prominenter, wie z.B. der Autor Thomas Wolfe,  die Sängerin Janis Joplin,  der Komponist Virgil Thompson,  die Dichter Edgar Lee Masters, Dylan Thomas  und Leonard Cohen,  die Rockmusiker Bob Dylan, Jimi Hendrix, Patti Smith  und Pink Floyd,  der Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke,  die Kriminalautoren Patricia Highsmith  und Edie Sedgewick  und viele andere mehr. Die Geschichte des Chelsea Hotel  ist unbedingt nachlesenswert, z.B. auf wikipedia.org.
 
W 23rd St: Vintage shop »eye candy«
W 23rd St: EYE CANDY
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Gegenüber des Chelsea Hotel  fällt mir ein Gebäude mit den typischen Feuerleitern auf und ich mache ein Foto davon. Interessant ist eigentlich nicht so sehr das Gebäude, sondern der darin untergebrachte Vintage Shop  mit dem mir nichts sagenden Namen EYE CANDY.  Als ich jetzt - Anfang Oktober 2016 - ein wenig im Internet recherchiere, um Hintergrundinformationen für meinen USA-Reisebericht zu erhalten, stoße ich auf eine abgrundtiefe Bewertung dieses Ladens, die ich hier wiedergeben möchte. Die in Englisch gehaltene Bewertung enthält eine Anzahl von Schimpfwörtern und Beleidigungen, die ich teils nicht übersetzen kann und teils nicht möchte. Hier der Text:
"Horrid Hipster Alert!!
A nasty old 'white man' works there, who acts as if you just interrupted him watching porn as he grudgingly comes out from behind the back curtain. As I was browsing, this snarky coot started talking about bad 'white men' and how he is voting for Hillary (completely unsolicited info, as if I came into a vintage shop to talk about who he was voting for!) I said I wouldn't vote for Hillary and before I could say anything else, this deranged 'white man' yelled at me to get out of the store and called me a c u next tues!?!! I mean besides how sick he is, the hypocrisy of this misogynistic and self hating creep doing exactly what he says bad 'white men' do in the country, he did in his cluttered old store and cluttered old mind apparently. This store has some darling things but this nasty fool is not one of them... avoid and buy online. He's like on of those many NYer's who was definitely not born in the city, he's a transplant here from the 60's who probably came cause his family couldn't stand him. Horrid, horrid experience."


Kuchen im Moonstruck Diner
Moonstruck Diner: Kuchen
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Bild rechts:
Thomas und Carola sind von ihrem Ausflug in den Theater District  zurück und scheinen von Kuchen nicht genug zu bekommen. Sie fotografieren durch die Schaufensterscheibe des Moonstruck Diner  an der Ecke Madison Ave / E 38th St  einen verlockend aussehenden Kuchen. Da es jetzt erst 10 Minuten vor 16:00 Uhr ist, ist es noch zu früh am Tag für diese Versuchung. Sie müssen warten, bis Angelika und ich von unserer Tour in Lower Manhattan in unserem Hotel, das sich direkt gegenüber des Moonstruck Diner  befindet, eingetroffen sind, sich dort frischgemacht und ein wenig ausgeruht haben.

Abendessen im »Moonstruck Diner«
Abendessen im Moonstruck Diner
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Bild links:
Gegen 19:00 Uhr sind wir dann alle vier frischgemacht und ausgeruht und schlagen im Moonstruck Diner  so richtig zu. Thomas dokumentiert das Gelage mit einem Selfie. Allerdings sind nur die bereits zur Hälfte geleerten Schüsseln und ein paar Flaschen zu sehen. Thomas und Carola, die ja gestern nicht hier gegessen haben, sind angenehm überrascht von Qualität und Quantität und auch hinsichtlich des Preises ist alles in Ordnung, zumal man hier im Zentrum New Yorks speist! Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob der am Nachmittag durch das Schaufenster fotografierte Kuchen dran glauben musste. Hier noch einmal die Adresse: Moonstruck Diner, 244 Madison Ave, New York, NY 10016.
 
Grand Central und Chrysler Building bei Nacht
GCT  und Chrysler Building  bei Nacht
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Bild rechts:
Angelika und ich sind nach dem Abendessen sehr müde und wollen nur noch schnell ins gegenüber liegende Hotel, um dort an den Matratzen zu lauschen. Carola und Thomas sagen, sie würden nicht alle Tage nach New York kommen und deshalb noch ein wenig um die Häuser ziehen. Doch allzu lang dürfte ihr Spaziergang nicht gewesen sein, denn 20 Minuten nach 20:00 Uhr entstehen an diesem Tag ihre letzten Fotos. Hier noch einmal vom Standpunkt an der Kreuzung Madison Ave / E 42nd St das mit hellgelbem Licht angestrahlte Grand Central Terminal  und rechts dahinter das wunderschön beleuchtete Chrysler Building.

Mittwoch, 23. März 2016

Heute ist unser letzter Tag in New York. Ab Mittag haben wir über die Sunny Cars GmbH,  München, einen Mietwagen gebucht. Der Vormittag muss also noch sinnvoll ausgefüllt werden. Wie am Montag und am Dienstag laufen wir von unserem Hotel die wenigen Schritte hinüber auf die andere Straßenseite der Madison Ave  und noch ein paar Meter weiter bis zu DUNKIN' DONUTS  und frühstücken dort.

Standpunkt 5th Ave: »Empire State Building«
5th Ave: Empire State Building
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Bild links:
Um 08:31 Uhr stehen wir an der Kreuzung E 36th St / 5th Ave  nah unterhalb des Empire State Building  und bewundern aufs Neue diesen ehrwürdigen, hoch aufragenden Wolkenkratzer.

reger Verkehr auf der 5th Ave
reger Verkehr auf der 5th Ave
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Bild rechts:
Auf der 5th Ave  herrscht reger Verkehr, die Straße scheint nur für die gelben Taxen da zu sein. Wir gehen noch ein Stück weiter bis zur Kreuzung 5th Ave / E 34th St,  weil wir uns von dort einen noch besseren Blick auf das Empire State Building versprechen...
Standpunkt 5th Avenue / E 34th St: das »Empire State Building«
E 34th St: Empire State Building
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Bild links:
...und werden belohnt. Von hier aus kann man die abgesetzten Baustrukturen des Wolkenkratzers viel besser erkennen und auch die gewaltige Höhe von 381 Metern (mit Antenne 443 Meter) wirkt eindrucksvoller.

NYC GIFTS Shop an der 5th Ave
NYC GIFTS  an der 5th Ave
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Bild rechts:
Die 5th Ave  gilt als die goldene Einkaufsmeile New Yorks. Hier reiht sich ein Luxus-Verkaufstempel an den anderen. Als typisches Beispiel zeige ich hier einmal so einen Luxusladen (soll ein kleiner Scherz sein!).
 
Langham Place, New York, Fifth Avenue
Langham Place, NYC, Fifth Avenue
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Bild links:
In diesem Wolkenkratzer an der Ecke 5th Ave, zwischen der W 36th St und der W 37th St, findet man das nicht ganz billige Langham Place, New York, Fifth Avenue.  Ich betreibe nur ungern Werbung für andere Internetseiten, aber, wer sich für dieses verkehrsgünstig im Zentrum New Yorks gelegene Hotel der Luxusklasse näher interessiert, sollte mal diese Seite besuchen: »www.langhamhotels.com/en/langham-place/new-york/«
Standpunkt Bryant Park: Wolkenkratzer »Bank of America«
Bryant Park: Bank of America
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Bild rechts:
Nun zieht es uns in eine andere Gegend. Wir gehen auf der W 34th St westwärts bis zur Subway-Station Herald Square / W 34th St, steigen dort in eine der Linien B, D, F oder M ein, fahren bis zur nächsten Haltestelle Bryant Park / W 42nd St  und stehen, nachdem wir die Treppen von der Subway hochgestiegen sind, am Bryant Park.  An der Ecke 6th Ave / W 42nd St  ragt ein extravaganter, vollständig mit Glas verkleideter, 288 m hoher (mit dem als Bestandteil des Gebäudes geltenden, oben aufgesetzten Mast wird eine Höhe von 366 m erreicht) und im Jahr 2009 fertiggestellter Wolkenkratzer auf, der Bank of America Tower.  Wie der Name bereits erahnen lässt, tätigt hier die Bank of America  im größten Teil der Büroflächen ihre Geschäfte. Der Turm wurde von der New Yorker Firma Tishman Construction Corporation  errichtet, die unter anderem auch die Arbeiten am Ground Zero ausführte. Während der Bauarbeiten kam es zu mehreren Unfällen, bei denen Passanten durch herunterstürzende Bauteile verletzt wurden.
Bryant Park: Blick in Richtung W 40th St
Bryant Park:  Blick i.R. W 40th St
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Bild links:
Nachdem wir den Bank of America Tower  bewundert und fotografiert haben, drehen wir uns um 180° und blicken auf die Gebäudezeile an der W 40th St südlich des Bryant Park.  Auch hier wird - wie an vielen Orten New Yorks - heftig gebaut. In dem am linken Bildrand hinter dem grünen Schirm zu sehenden hellgrauen Gebäude mit der offiziellen Bezeichnung Stephen A. Schwarzman Building  ist die weltweit berühmte Bibliothek New York Public Library  beheimatet (bei Interesse: »www.nypl.org/locations/schwarzman«).

Bryant Park: drei Touristen
Bryant Park: drei Touristen
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Bild rechts:
Am nördlichen Rand des Bryant Park  ragt an der W 42nd St  ein 192 m hoher Wolkenkratzer mit der Bezeichnung W. R. Grace Building  auf. Ich glaube, mich erinnern zu können, ein ähnlich aussehendes Gebäude bereits vorgestern gesehen zu haben und komme beim Nachdenken auf das 210 m hohe Solow Building  nahe des Central Park  (ich verweise auf die Berichtsteile 2 und 3). Wie ich jetzt bei meinen Recherchen für diesen USA-Reisebericht feststelle, zeichnet für die Bauentwürfe des W. R. Grace Building  und des Solow Building  derselbe Architekt, Gordon Bunshaft, verantwortlich. An meiner Person ist zwar möglicherweise ein Architekt verlorengegangen, aber gewiss nicht ein Fotograf, denn das Bild vom W. R. Grace Building  ist wieder einmal so schief und dunkel geraten, dass ich es hier nicht zeigen kann. Stattdessen gibt es nur ein Bild von drei Touristen im Bryant Park.  Hinter dem dunkelgrünen Schirm am linken Bildrand ist wenigstens der unterste, nach außen gewölbte Teil des W. R. Grace Building  zu sehen. Oben sieht dieser Wolkenkratzer halt aus, wie viele andere auch und deswegen kann ich mir das Herzeigen eines Bildes auch ersparen.
 
Bryant Park: Thomas und Carola

Bild links:
Jetzt wollen wir vom Bryant Park  an den Hudson River  weiterziehen. Thomas scheint die Etagen des Bank of America Tower  nachzuzählen, während Carola mit ihrem iPhone die Buslinie heraussucht und uns die Linie M42  ansagt. Die Haltestelle befindet sich an der W 42nd St  gleich unterhalb des Bank of America Tower  und wir gehen die wenigen Meter bis dorthin. Nachdem wir lange an der Haltestelle warten und in der Kälte frieren, marschieren wir auf der W 42nd St  westwärts (Go West)  und siehe da, der Bus M42  rauscht an uns vorbei. Jetzt bleiben wir aber an der nächsten Haltestelle stehen und warten brav.
Hudson River - Pier 84: Silhouette der Wolkenkratzer an der Wasserfront
Blick zurück von der Pier 84 am Hudson River
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Bild rechts:
Wenige Minuten vor 10:00 Uhr stehen wir am Hudson River  auf der Pier 84 und blicken zurück auf die Silhouette der Wolkenkratzer an der Wasserfront. Auch hier im Gebiet zwischen den Stadtvierteln Hell's Kitchen  (Höllenküche) im Nordosten und Hudson Yards  im Südwesten wird heftig gebaut.
Hudson River - Pier 84: Blick in Richtung Hudson Yards
Blick von der Pier 84 i.R. Hudson Yards
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Bild links:
Weil es hier so schön warm ist, verweilen wir noch etwas auf der Pier 84 und ich mache verschiedene Fotos, darunter dieses in Richtung des New Yorker Stadtviertels Hudson Yards. Bisher konnte ich die Namen der Neubauten noch nicht herausfinden.
Hudson River - Pier 86: US-Flugzeugträger INTREPID
Hudson River  - Pier 86: INTREPID
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Bild rechts:
Das eigentliche Ziel unseres Ausflugs an den Hudson River  ist die Besichtigung des an der Pier 86 festgemachten US-Flugzeugträgers INTREPID.  Am Eingang des Intrepid Sea, Air & Space Museum  sind Bruchstücke der Berliner Mauer ausgestellt. Die darauf gemalten oder gesprühten schreiend bunten Darstellungen sind Werke des Künstlers Thierry Noir,  der an der Waldemarstraße in Berlin-Kreuzberg wohnte. Auch andere Künstler verewigten sich mit cartoon-ähnlichen Darstellungen an der ehemaligen Berliner Mauer.
Der US-Flugzeugträger INTREPID  ist an aktiven Einsätzen nicht mehr beteiligt. Der nun auf dem Schiffsheck verbaute riesige Hangar gehört wohl nicht zur militärischen Grundkonzeption dieses schwimmenden Flugplatzes, denn er wäre beim Landen und Starten der Düsenjets etwas im Weg gewesen.
Hudson River - Pier 84: Blick in Richtung Union City
Blick von der Pier 84 i.R. Union City
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Bild links:
Stark mit dem Zoom herangeholt sind auf der anderen Seite des Hudson River  die Häuser von Union City  zu erkennen. Diese Stadt grenzt unmittelbar an die nordöstliche Stadtgrenze von Jersey City  an. Der unter dem Hudson River  hindurch nach Union City  führende Lincol Tunnel  verläuft in etwa am linken Rand des Bildes. In ein paar Stunden werden wir mit unserem Mietwagen durch diesen Tunnel hinüber nach Jersey City  fahren und von dort weiter südwestwärts nach Washington D.C.  unterwegs sein.
 
in der Nähe der Kreuzung 11th Ave / W 43rd St
Kreuzung 11th Ave / W 43rd St
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Bild rechts:
Langsam müssen wir uns auf den Weg zu unserem Hotel machen, um die Zimmer endgültig zu räumen. Die Koffer und Reisetaschen haben wir bereits heute Früh in einem Abstellraum deponiert. Vom Hudson River  marschieren wir auf der W 43rd St  in südöstlicher Richtung. An der Kreuzung 11th Ave / W 43rd St  schieße ich noch schnell ein paar Fotos, wovon ich dieses hier zeige. Wieder einmal dokumentiert es eine rege Bautätigkeit und zwar besonders im Bereich der Zufahrt zum Lincol Tunnel,  an dem es deswegen hoffentlich keinen Stau geben wird.
W 43rd St: Little Pie Company
Little Pie Company


Bild links:
Wir passieren das an der W 43rd St  gelegene Tortenfachgeschäft Little Pie Company und drücken uns am Schaufenster beinahe unsere Nasen platt, bleiben aber hart, denn es ist noch nicht Zeit für einen Kuchen.
W 43rd St: Westside Theatre
W 43rd St:  das Westside Theatre
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Bild rechts:
Nun steuern wir die Subway-Station am Times Square  an und kommen am etwas in die Jahre gekommenen Westside Theatre  vorbei. Das sich in den Zweigen der Birke verfangene weiße Zeug ist keine Friedenstaube, sondern lediglich Plastikmüll!
Neubau eines Wolkenkratzers an der Kreuzung 9th Ave / W 42nd St
Baustelle 9th Ave / W 42nd St
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Bild links:
Damit wir in einen Bus der Linie 42 zusteigen können, wechseln wir von der W 43rd St  auf die W 42nd St.  An der Kreuzung 9th Ave / W 42nd St mache ich ein Foto von der Entstehung eines Wolkenkratzers. Es ist eines der letzten Bilder von New York. Auf der W 42nd St kommt zwar kein Bus, aber dafür können wir die Gelegenheit wahrnehmen, die schöne unterirdische Passage 42 St - Port Authority Bus Terminal Station zu durchschreiten. Vom Ausgang dieser Passage ist es nicht mehr weit bis zum Times Square.  Von dort fahren wir mit der in den Berichtsteilen weiter vorne bereits beschriebenen Shuttle-Linie bis zur Station Grand Central (Terminal)  und gehen dann auf der Madison Ave  bis zu unserem Hotel an der Ecke E 38th St.
Madison Ave: Moonstruck Diner
Madison Ave: Moonstruck Diner


Bild rechts:
Um 11:00 Uhr macht Thomas dieses Foto von dem gegenüber unseres Hotels liegenden Restaurant-Cafe Moonstruck Diner, in welchem wir gestern und vorgestern zu Abend gegessen haben. In unserem Hotel Jolly Madison Towers begleichen wir die Rechnungen und werden höflich aber bestimmt darauf aufmerksam gemacht, dass wir für die Deponierung unseres Gepäcks zusätzlich zu dem heute Morgen bereits gegebenen Trinkgeld (TIP) noch etwas zu geben hätten.
Dann moniere ich meine Rechnung, nach welcher ich den gesamten Inhalt des Kühlschranks entnommen und zu bezahlen hätte. Tatsächlich habe ich lediglich eine Flasche Mineralwasser gebraucht. Die meisten Getränke haben wir nämlich beim Asiaten um die Ecke gekauft und in unseren Hotelzimmern getrunken. Der Asiate hatte zwar auch keine günstigen Preise, aber sie waren nicht so exorbitant wie die unseres Hotels.

Jetzt wird es aber langsam Zeit, zum Ort der Übergabe unseres Mietautos bei National Car Rental, 332 W 44th St, NY 10036, zu fahren. Unser Reisegepäck lassen wir im Hotel und werden dann mit dem Auto hier vorfahren, um es einzuladen. Etwas wehmütig ums Herz gehen wir noch einmal zum Grand Central  und nehmen dort den Shuttle zum Times Square.  Von hier gehen wir den uns nun schon gut vertrauten Weg auf der 7th Ave bis zur W 44th St und auf letzterer bis zur Garage des Autovermieters. Obwohl unsere Mietzeit um 12:00 Uhr beginnt und es jetzt schon etwas später ist, nehmen wir im gegenüber der Autovermietung liegenden Restaurant THAI  noch schnell ein Mittagessen zu uns. In dem von außen nicht sehr einladend wirkenden Lokal werden wir höflichst und schnell bedient. Unser Essen war vermutlich nicht stundenlang warmgehalten worden und schmeckt vorzüglich. Angelika und ich haben dafür US$ 26,00 zu bezahlen und wir geben das übliche TIP.  Für Carola und Thomas fällt die Rechnung ähnlich aus.

National Car Rental

Gesättigt und ausgeruht verlassen wir das Lokal und brauchen nur die Straße zu überqueren, um bei National Car Rental unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen. Während Angelika und ich in der Garage das nagelneue Auto, einen CHRYSLER TOWN & COUNTRY,  bestaunen, regeln Thomas und Carola im Büro das Schriftliche. Das Auto wurde ja bereits in Deutschland vorgebucht und alles geht schnell und beinahe reibungslos, nur will der etwas gelassene Mitarbeiter der Autovermietung nicht ganz verstehen, aus welchem Grund wir ein Navigationsgerät brauchen. Vermutlich weiß er nicht, dass wir die ganzen U.S.A. mit dem Gefährt durchqueren wollen und dabei durch eine stattliche Anzahl von Städten kommen.
Thomas setzt sich ans Steuer und gibt im Navigationsgerät die Adresse unseres Hotels Jolly Madison Towers ein, obwohl wir die Route eigentlich schon auswendig kennen. Allerdings bringt das Navi wegen der vielen Einbahnstraßen New Yorks schon eine deutliche Erleichterung beim Fahren mit sich. Es geht nur im stop and go-Verkehr dahin. Aber schließlich gelangen wir doch an unserem Hotel an, laden unser Gepäck ins Auto und fahren weiter in Richtung Lincoln Tunnel.

9th Ave: Pizzeria Capizzi
9th Ave: Pizzeria Capizzi
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Bild links:
Bei unserer Fahrt kommen wir auf der 9th Ave zwischen der W 40th St und der W 41st St an der Pizzeria Capizzi  vorbei, in welcher Carola und Thomas bei ihrer Suche nach Penny Hofstadter  gestern einen Cupcake  verspeist haben, und ich mache aus dem fahrenden Auto heraus schnell dieses Foto. Das Betrachten dieses Bildes lindert bei Carola vielleicht den Schmerz, diese Schauspielerin in New York nicht getroffen und auch keinen Kuchen von der sagenhaften Cheesecake Factory  bekommen zu haben.

Einfahrt zum Lincoln Tunnel
bei der Zufahrt zum Lincoln Tunnel

Bild rechts:
Um 14:05 Uhr befinden wir uns im Bereich der Zufahrt zum Lincoln Tunnel.  Wegen der vielen Baustellen, Auf- und Abfahrtsrampen und Sonderspuren muss Thomas sich beim Fahren aufs Höchste konzentrieren. Nun nehmen wir etwas traurig Abschied von diesem pulsierenden Big Apple  (englisch: "großer Apfel"), wie der Spitzname New Yorks lautet, und fahren unter dem Hudson River  hindurch hinüber aufs Festland in den US-Bundesstaat New Jersey.

Im nächsten Berichtsteil geht's weiter.