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USA-Reise im März/April 2016

Berichtsteil 6


Mittwoch, 23. März 2016


Lincoln Tunnel  oder Verrazano-Narrows-Bridge?

Bereits vor und während unseres Aufenthalts hier in New York City haben wir uns mehrfach darüber beraten, auf welchem Weg wir aus dieser Stadt herausfahren wollen. Ich wäre gern über die 2029 m lange Verrazano-Narrows-Bridge (Interstate 278) hinüber nach Staten Island gefahren. Dabei hätten wir dann in der Mitte der Gezeitenmeerenge Arthur Kill  (auch als Staten Island Sound  bezeichnet) auf der nach New Jersey führenden Goethals Bridge die Grenze zwischen den US-Bundesstaaten New York und New Jersey passiert. Bei der Wahl dieser Route wären wir dann aber dem bekannt dichten Straßenverkehr New Yorks bis hinunter in den Süden Manhattans ausgesetzt gewesen und hätten uns nach der Passage des Brooklyn-Battery-Tunnel  noch dazu durch die ebenfalls stark frequentierten Straßen des New Yorker Bezirks Brooklyn  quälen müssen. Nachdem sich der Ort der Übergabe unseres Mietautos in der Nähe des Ostportals des Lincoln Tunnels befindet, war es vernünftig, für die Ausfahrt aus New York diesen Tunnel zu wählen. Also bleibt die Fahrt über die sicherlich sehr interessante, zweistöckige Verrazano-Narrows-Bridge  einer eventuellen, später folgenden USA-Reise vorbehalten.

Unter dem Hudson River

New York City hat uns ganz schön in seinen Bann gezogen. Etwas wehmütig ums Herz sitzen wir in unserem Mietauto und nehmen die Strecke nach Washington D.C. in Angriff. Um 14:05 Uhr passieren wir in Manhattan die Ostrampe des Lincoln Tunnels. Es geht es immer weiter hinab und gleich ist das Wasser des Hudson River über uns.

Die drei Röhren des Lincoln Tunnel

Zur Verdeutlichung, wie in den USA bei schwierigen topografischen Verhältnissen - ohne auf die Begehren der dort ansäßigen Bürger achten zu müssen - Straßen gebaut werden, zeige ich die nachfolgende Karte über den Verlauf der Straßen am Westausgang des Lincoln Tunnels in Weehawken. Die knapp 30 Meter unterhalb des Wasserspiegels des Hudson River in drei voneinander getrennten Röhren verlaufenden Fahrbahnen steigen am Westportal in Weehawken auf eine Höhe von über 40 Metern an. Die Ausfahrt aus dem bzw. die Einfahrt in den Lincoln Tunnel erfordert wegen dieses Höhenunterschieds einen schneckenförmigen Verlauf mit entsprechend starker Steigung bzw. mit starkem Gefälle. Wir fahren in der im Februar 1945 eröffneten, 2280 Meter langen Nordröhre, weil hier der Verkehr generell in Ost-West-Richtung von Manhattan hinüber nach Weehawken fließt. In der im Mai 1957 eröffneten Südröhre (2440 m) ist es gerade umgekehrt. Der Verkehrsfluss in der im Dezember 1937 freigegebenen mittleren Röhre (2504 m) wird dynamisch geregelt. Das bedeutet, in der verkehrsarmen Tageszeit können je eine Spur in Ost- und Westrichtung befahren werden. Morgens, bei hohem Andrang nach Manhattan wird die mittlere Röhre in Ostrichtung genutzt und Abends ist die mittlere Röhre nur für das Fahren in Westrichtung freigegeben.
 
Straßenverlauf am Westportal des Lincoln Tunnels
Straßenverlauf am Westportal des Lincoln Tunnels

Ein paar Besonderheiten im US-Straßenverkehr

Etwa 7 Meilen nach der Ausfahrt aus dem Lincoln Tunnel biegen wir am westlichen Ortsrand von Weehawken in einer großen Schleife auf die Interstate-95 S  (New Jersey Turnpike)  ab. Das »S« hinter der Interstate-Nummer steht für die Richtung, in welche die jeweilige Spur der Straße führt, in unserem Fall also South  (Süd). Die Beschilderung stellt uns vor keine Probleme, da wir uns zuhause entsprechend vorbereitet haben und Thomas die USA bereits vor sechs Jahren - ebenfalls mit einem Miet-Pkw - bereiste. Obwohl wir ein Navi an Bord haben, achten wir auf die herzförmig gehaltenen Zeichen für Interstate Highways. Diese Zeichen tragen oben eine rote Krone mit der Aufschrift »INTERSTATE« und darunter steht in einem blauen Feld die Nummer der Straße. Es gilt, beim Autofahren noch ein paar Besonderheiten zu beachten: In den USA gibt es eine Reihe von Straßen mit Mautpflicht (englisch: toll).  Da wir eine TOLL PASS AUTOMATIC  gebucht haben, müssen wir nicht an jeder Mautstation anhalten, um zu bezahlen, sondern das Kennzeichen bzw. die Daten des auf dem an der Windschutzscheibe geklebten sticker  werden automatisch erfasst und die Abrechnung erfolgt dann über die Kreditkarte. Daneben gibt es auf mehrspurigen US-Straßen oftmals die Besonderheit, dass die Fahrspur ganz links nur mit Pkw befahren werden darf, in denen mehr als zwei Personen sitzen. Damit haben wir aber kein Problem, da wir zu viert reisen.

Während uns der Blick hinüber auf die Skyline von New York immer wieder fasziniert, sind wir umso mehr enttäuscht von den Hässlichkeiten, die wir auf der Fahrt auf der Interstate-95 S südwestwärts im US-Bundesstaat New Jersey zu sehen bekommen. Es ist eben so, dass diese Millionenstadt und die sie umgebenden Großstädte versorgt werden müssen und hier hat sich deshalb allerhand an Industrie und Handel angesiedelt. Wir sind überzeugt, dass es bald schöner werden wird.

Die Besonderheit beim Tanken mit Barzahlung

Der Verkehr auf der I-95 S ist nach wie vor sehr dicht. Aber, nachdem wir den Raritan River  überquert haben, wird es wenigstens in landschaftlicher Hinsicht etwas schöner. 60 Meilen nach der Auffahrt auf die I-95 S bei Weehawken wollen wir in
unser CHRYSLER Town & Country
unser CHRYSLER Town & Country
Höhe der am Delaware River  gelegenen Stadt Trenton gegen 17:00 Uhr den Tank unseres Autos befüllen, denn er war bei der Übernahme nur halb voll. Mit diesem Befüllungsstand dürfen wir ihn - so ist es im Vertrag vereinbart - am Ende der Mietzeit auch zurückgeben. An den meisten US-Tankstellen ist es bei Barzahlung so, dass man zuerst an der Kasse der Tankstelle die Nummer der Zapfsäule (pump  für »Pumpe« oder einfach nur number  X für die Nummer der Zapfsäule, die gewünschte Treibstoffsorte mit der erforderlichen Oktanzahl und den beabsichtigten Tankbetrag in US$ nennt. Die Zapfsäule wird dann für die entsprechende Zahl von US gallons - gl  (genauer: US liquid gallon)  bzw. für den Gegenwert der bezahlten US$ freigeschaltet. Wir bezahlen jetzt US$ 20,00 und geben das auch beim Selbst-Service unvermeidliche TIP  in Höhe von einem Dollar und die Zapfsäule schaltet sich bei 13 gl ab. Wer umrechnen möchte: 1 US gallon = 3,785∞ Liter. Und noch eine Anmerkung: Aus bestimmten Gründen wählen wir beim Tanken die Bezahlweise »bar« und vermeiden »mit Kreditkarte« so weit es geht.
 

Das Namslauer Stadtblatt  vom 30. April 1935 meldet:

Da wir noch etwas Zeitreserve für unser heutiges, nordöstlich von Washington D.C. gelegenes Tagesziel haben und in unseren Reiseführern auf die Schönheit des Landstrichs zwischen Philadelphia und der Atlantikküste hingewiesen wird, verlassen wir an der Ausfahrt Bordentown (südöstlich von Trenton) die I-95 S und fahren auf dem U.S. Highway 206 weiter in Richtung der 35 Meilen entfernten, im Jahr 1812 besiedelten Kleinstadt Hammonton im Atlantic County, New Jersey. Der Schönheiten, die zu bewundern wären, gibt es hier nicht allzu viele, doch vereinzelt sind gut erhaltene Holzhäuser aus der Gründerzeit zu sehen. Hammonton hat die Augen der Weltöffentlichkeit schon einmal auf sich gelenkt und war dem Namslauer Stadtblatt, Nr. 100, Ausgabe vom Dienstag, den 30. April 1935, unter der Überschrift »Waldbrand überspringt einen Fluß«, dort im zweiten Absatz, die Erwähnung wert, dass ein dortiger Waldbrand einen 30 Meter breiten Fluss überspringen konnte und Sommerwohnungen bedrohte (Quelle: »www.bibliotekacyfrowa.pl/Content/75918/GSL_P_31148_IV_1935_100.pdf«). Von den Folgen dieses Brandes und eventueller weiterer bemerken wir nichts und setzen unsere Fahrt auf der New Jersey State Route 54  in das 21 Meilen entfernte Millville im Cumberland County, New Jersey  fort.

Suche nach besonderer landschaftlicher Schönheit

Vereinzelt lesen wir in dieser Gegend auf verschiedenen Schildern deutsche Namen. Hier sollen sich viele Deutschstämmige niedergelassen haben. Aber die beschriebene Schönheit der Landschaft verbirgt sich hinter verwachsenen Wäldern und wäre, wenn sie denn bestünde, wegen allerlei Ruinen und sonstiger Bausünden stark verschandelt, wie wir Bayern uns auszudrücken pflegen. Nachdem wir von Millville 15 Meilen auf der New Jersey State Route 49  über Bridgeton  nach Shiloh  gefahren sind, haben wir die Suche nach besonderer landschaftlicher Schönheit satt und fahren auf der Watsons Mill Road  ins 14 Meilen entfernte Woodstown. Von dort steuern wir auf der US-40 W die Auffahrt auf die I-95 S  (New Jersey Turnpike)  an und überqueren südöstlich von Wilmington den Delaware River und zugleich am Ostufer dieses Flusses die Grenze zwischen den U.S.-Bundesstaaten New Jersey und Delaware.

Raststätte CHESAPEAKE HOUSE

19 Meilen nach der Überquerung des Delaware River  auf der Delaware Memorial Bridge  passieren wir die nächste US-Bundesstaatengrenze. Mit einem neben der I-95 S stehenden Schild mit der Aufschrift »MARYLAND WELCOMES YOU« werden wir begrüßt. Die I-95 S
unser Mietauto von innen - vorne
unser Mietauto von innen - vordere Sitzreihe
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trägt ab hier die Bezeichnung John F Kennedy Memorial Highway. Vor der letzten Bundesstaatengrenze war die I-95 S noch mit Delaware Turnpike betitelt. 12,7 Meilen nach dieser Grenze steuern wir - von Hunger und Durst geplagt - die Raststätte CHESAPEAKE HOUSE  an und befüllen bei Wendy's unsere leeren Mägen. Die I-95 teilt sich hier in eine I-95 S und eine I-95 N und dazwischen, auf einem riesigen Areal, befindet sich diese Raststätte. Wir müssen uns erst an die gewaltigen amerikanischen Größenverhältnisse gewöhnen.

Unser CHRYSLER Town & Country

Nachdem es bald dunkel werden wird, mache ich von unserem CHRYSLER Town & Country  ein paar Fotos von innen und außen, denn dieses Mietauto wird ja ab jetzt für knappe drei Wochen unser Zuhause sein. Eigentlich ist das
unser Mietauto von innen - hintere Sitzreihe
unser Mietauto von innen - 2. Sitzreihe
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ein wenig gelogen, denn die Fotos habe ich beim letzten Tanken gemacht, aber sie passen halt gut hierher und die Lüge würde ohnehin niemand bemerken. Im Innenraum unseres Miet-Pkw war es nicht immer so unordentlich, zeitweise sah es ganz anders aus. Die Fotos sind wahrscheinlich für die meisten Leser dieses Berichts uninteressant, aber das ist ja auch ein Reisebericht für uns vier und darin sollen doch möglichst viele Erinnerungen festgehalten werden. So, jetzt habe ich auch genügend unsinnigen Text geschrieben, damit die Fotos nicht so nackt und verloren platziert sind.

Susquehanna River

Gesättigt und ausgeruht nehmen wir den letzten Teil unserer heutigen Route in Angriff. 5,3 Meilen nach dieser Raststätte überqueren wir bei bereits eingetretener Dämmerung eine wunderschöne Landschaft: es geht auf der Millard E. Tydings Memorial Bridge  über einen Fluss mit dem schier unaussprechlichen Namen Susquehanna River,  der wohl indianischen Ursprungs sein dürfte (natürlich ist hier der Name des Flusses gemeint und nicht der Ursprung des Flusses selbst). Für ein Bild aus dem fahrenden Auto geht es erstens zu schnell
Carola klopft an unsere Zimmertüre im Hotel in Laurel
Hotel Days Inn & Suites Laurel...
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und zweitens ist es einfach schon zu dunkel. Weitere 35,5 Meilen danach unterqueren wir auf der I-95 S im abendlich beleuchteten Baltimore im Fort McHenry Tunnel  den Patapsco River.  Von hier bis zu unserem Tagesziel, dem Hotel Days Inn & Suites Laurel Near Fort Meade,  9860 Washington Blvd N, Laurel, MD 20723, sind es ab jetzt nurmehr knappe 21 Meilen.
 

Unser Hotel in Laurel North

Bei diesem Hotel haben wir bereits rechtzeitig vor unserer Abreise aus Deutschland die Reservierung von zwei Zimmern für zwei Nächte getätigt. Unsere Zimmer liegen im ersten Stock. Da es keinen Aufzug gibt, tragen wir unser Reisegepäck nach oben, was uns vor keine Probleme stellt, da unser Auto in unmittelbarer Nähe der Treppe geparkt ist. Die Einrichtung in den Zimmern ist etwas abgewohnt, aber in Anbetracht des relativ günstigen Preises gibt es keinen Grund für Klagen. Lediglich der etwas breite Spalt zwischen der Unterkante der Eingangstüre und dem Fußboden beunruhigt uns etwas, da hier ein Tier von der Größe einer Ratte ohne weiteres durchkriechen könnte. Da wir alle müde sind, scheren wir uns nicht weiter um die verschiedenen Mängel und gehen nach dem Aufsuchen unserer Sanitärabteilungen früh zu Bett. Das Abendessen fällt aus, weil wir uns am späten Nachmittag bei Wendy's an der Raststätte CHESAPEAKE HOUSE  ausreichend versorgt haben. Auf dem Bild rechts steht Carola an unserer Zimmertür und bittet um Einlass. Von diesem Hotel haben wir nur ein paar Fotos gemacht, die es zumeist nicht wert sind, hier gezeigt zu werden. Da dieser Reisebericht - wie ich an mehreren Stellen bereits erwähnt habe - auch als Erinnerung für uns gemacht ist, will ich zumindest dieses Fotos in den Bericht einstellen. Bei weiterem Interesse verweise ich auf die Internetseiten unter »www.wyndhamhotels.com/days-inn/laurel-maryland/...«.

Donnerstag, 24. März 2016


Plastikbesteck- und -geschirr

Da heute die Besichtigung von Washington D.C. auf dem Programm steht, finden wir uns zeitig im hellen und freundlichen Frühstücksraum unseres Hotels ein. Die Abkürzung »D.C.« steht für District of Columbia.  Es handelt sich hierbei um einem Bundesdistrikt, der kein US-Bundesstaat ist und auch keinem solchen angehört, sondern direkt dem Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika unterstellt ist. Washington D.C. ist seit dem Jahr 1800 die Hauptstadt der USA. Aber, nun zurück zum Frühstück, das natürlich mit dem eines kontinental-europäischen nicht mithalten kann, uns aber satt macht. Was uns auffällt, ist der Berg von Plastikbesteck und -geschirr in den Müllbehältern, der sich schon nach nicht allzu vielen Frühstücksgästen angesammelt hat. Dieser sorglose Umgang mit Plastikbesteck und -geschirr wird uns während der gesamten USA-Reise neativ auffallen. Wenn allerdings - was ich nicht zu beurteilen vermag - der Energie- und Wasserbrauch zum Reinigen des Bestecks und des Geschirrs eine größere Umweltbelastung darstellt als die Benutzung von Einwegartikeln, nehme ich mein Urteil über den sorglosen Umgang mit Kunststoff zurück.

Unser Hotel in Laurel befindet sich etwa in der Mitte der Strecke zwischen Baltimore und Washington D.C. Da die An- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas umständlich ist und zuviel Zeit in Anspruch nimmt, wollen wir mit unserem Miet-Pkw in die Hauptstadt der USA fahren. Unser Navi empfiehlt, die Fahrt auf der US-Rd 1 N (Washington Blvd N) in Richtung Nordost zu beginnen, an der MD-32 E (Maryland Straße Nr. 32 Ost) rechts abzubiegen und dann auf dem Baltimore-Washington Pkwy (später, ab der Querung des US-Hwy 50 wird das der State Hwy 295 - Anacostia Fwy) bis zur Ausfahrt 4B zu fahren und dort nach der Brücke über den Anacostia River  auf der Howard Rd SE einen der Parkplätze beim riesigen Sportstadion Nationals Park  anzusteuern. Die 27 Meilen von Laurel-Nord bis zu diesem Stadion in Washington D.C. haben wir bald hinter uns gebracht, jedoch sind die Parkplätze im Stadion wegen einer Veranstaltung für die Besucher reserviert.

an der 3rd St SE: Parking Lot T
3rd St SE: Parking Lot T

Valet Parking - der amerikanische Auto-Parkservice

In der Nähe des Stadions weisen Schilder auf andere Parkplätze hin und wir entscheiden uns für das Parking Lot T  (Parklos T) an der 3rd St SE. Das Parkareal liegt zwischen der K St SE und der L St SE. Wir wundern uns über die eigenartigen Straßenbezeichnungen, doch das System mit Buchstaben und Zahlen ist wieder so gut zu verstehen, wie in New York City. Man muss nur etwas aufpassen, denn Straßennamen können doppelt oder gar mehrfach vorkommen. Eine 3rd St SE  gibt es z.B. auch in dem von hier nur 5 Meilen entfernten Stadtbezirk Washington Highlands.  Die Parkplätze hier sind allesamt sehr dicht belegt und wir kommen das erste Mal mit dem für die USA typischen Parkdienst Valet Parking  in Berührung. Das bedeutet, du übergibst den Autoschlüssel einer mehr oder weniger als offizieller Dienstleister erkenntlich gemachten Person (waiter)  oder du parkst das Auto selbst an irgendeiner freien Stelle und hinterlegst den Schlüssel dann beim waiter, damit er bei Bedarf rangieren kann. Für mich als typischen Alteuropäer bedarf es schon einer gewissen Überwindung, nicht hier am Parkplatz stehen zu bleiben und auf das Mietauto zu achten. Doch ich muss mit den anderen mitgehen, weil wir ja ein gewisses Besichtigungsprogramm für Washington D.C. ausgearbeitet und teilweise hierfür auch schon bezahlt haben. Die Parkgebühr für den ganzen Tag beträgt US$ 10,00 und ist selbstverständlich mit dem üblichen TIP  im Voraus zu entrichten. Mit Thomas und Carola haben wir ja zwei Juristen dabei und so diskutieren wir beim Weitergehen nun eher zu unserer Belustigung als zur Vertiefung deren rechtswissenschaftlicher Kenntnisse, wie sich wohl die versicherungstechnische Abwicklung im Fall eines durch diesen waiter  verursachten Schadens an unserem Miet-Pkw oder an einem anderen dort geparkten Auto gestalten würde. Bevor diese Diskussion allerdings in unsinnigen Darlegungen verflacht, macht Thomas noch schnell ein paar Bilder von unserem Parkplatz, damit wir ihn - falls wir den Namen der Straße vergessen sollten - wiederfinden.

Verlauf unserer Tour durch Washington D.C.
Tour durch Washington D.C.
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Karte rechts: Verlauf unserer Tour durch Washington D.C.

Legende:
1 = unser Parkplatz an der 3rd St SE;  2 = U.S. Capitol;  3 = Library of Congress;  4 = Bahnhof Union Station;  5 = National Gallery of Art;   6 = Washington Monument;  7 = National World War II Memorial;  8 = Lincoln Memorial Reflecting Pool;  9 = Lincoln Memorial;  10 = Denkmäler The Three Soldiers  und Vietnam Veterans Memorial;  11 = The White House;   12 = Pennsylvania Avenue NW;  13 = U.S. Capitol Grounds

Kunstwerk: Vogel aus Kfz-Schildern
Kunstwerk: Vogel aus Kfz-Schildern
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Bild links:
Wir haben bereits zuhause in München vier tour passes  (Eintrittskarten) für die kostenlose Besichtigung des U.S. Capitol bestellt und müssen nun sehen, dass wir pünktlich am U.S. Capitol Visitor Center  eintreffen. Die Tour beginnt um 11:20 Uhr. Den Hinweisen auf der RESERVATION CONFIRMATION (Reservierungsbestätigung) zufolge hat man sich in der Zeit von März bis August 45 Minuten vor dem Beginn der Führung einzufinden, damit genügend Zeit für die Sicherheitsuntersuchung bleibt. Also marschieren wir zügig in Richtung der New Jersey Ave  und auf dieser dann geradewegs weiter bis zum U.S. Capitol. In der Gegend, in der sich unser Parkplatz befindet, wird kräftig gebaut und teilweise fehlen die Straßenschilder. Ersatzweise sind die Straßen wohl mit Tiersymbolen gekennzeichnet, in diesem Fall ist es ein kunstvoll aus Fahrzeug-Nummernschildern gestaltetes Federvieh einer mir nicht geläufigen Art (nicht immer alles glauben, was ich hier so schreibe!).
Oldtimer der Marke »Ford« an der Ecke Pennsylvania Ave / E St SE
Oldtimer der Marke »Ford«
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Bild rechts:
An der Ecke Pennsylvania Ave / E St SE  können wir diesen Oldtimer der Marke »Ford« bewundern. Allerdings scheint - bei näherem Hinsehen - das Fahrgestell auf den heutigen Stand der Technik gebracht worden und darauf die alte Karosserie gesetzt worden zu sein. Gerade, als wir dieses Gefährt fotografieren, gibt es seinen Geist auf und der Chauffeur ist schon dabei, die seitliche Verkleidung des Motors zu öffnen, um den Schaden zu begutachten. Seine Frau scheint Erfahrung mit den technischen Problemen des Oldtimers zu haben, denn sie folgt ihrem Mann mit einem neuzeitlicheren Pkw, bleibt hinter dem Gefährt ihres Ehemannes stehen, schaltet die Warnblinkanlage ein und geht sofort zu ihrem Angetrauten, um ihm vielleicht behilflich sein zu können.

New Jersey Ave: nette Häuserzeile
New Jersey Ave:  nette Häuserzeile
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Bild links:
Der herrlich warme Morgen bietet einen angenehmen Ausgleich zur Kälte New Yorks. Hier treibt es die Blüten der Sträucher geradezu heraus. Auf dem Weg zum U.S. Capitol  passieren wir zwischen der E St SE und der Ivy St S eine an der New Jersey Ave SE gebaute nette Häuserzeile.
 
New Jersey Ave: schöne Fassade
New Jersey Ave:  schöne Fassade
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Bild rechts:
Ein paar Häuser weiter gibt es wieder einmal eine für die New Jersey Ave typische, sehr schön ausgearbeitete Fassade zu sehen. Die aus Gusseisen gefertigten Treppen und Geländer harmonieren gut mit dem Baustil. Wie ich ein paar Stunden später erfahren werde, litt diese Gegend stark unter Vernachlässigung. Jetzt aber wird viel restauriert und neu gebaut und hier wohnen überwiegend gut betuchte Beschäftigte der zahlreichen umliegenden staatlichen Einrichtungen.

ein BMW mit dem Kennzeichen »VIRGINIA BAYERN-M«
BMW mit Kennzeichen »VIRGINIA BAYERN-M«
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Bild links:
An der Kreuzung New Jersey Ave / D St SE  stoppt ein BMW und gibt uns mit Handzeichen zu verstehen, dass wir die Straße überqueren können. Ich kenne auch andere BMW-Fahrer, die es eher eilig haben und nicht so höflich sind. Erst beim genaueren Hinsehen fällt mir das Kennzeichen »VIRGINIA BAYERN-M« auf. Ich bin aufgrund meiner für die USA extrem untypischen Bekleidung und meines Foto-Rucksacks unschwer als Tourist zu erkennen und gebe dem Fahrer durch ein Auf- und Niederschwenken meines Fotoapparats zu verstehen, ob ich ein Foto von ihm machen darf. Er bejaht mit Kopfnicken und ich deute mit meinem Zeigefinger auf meinen mit dem Trachten-Janker geschmückten Oberkörper und rufe ihm zu »Munic«, also »München«, worauf der Fahrer des BMW durch das geöffnete Seitenfenster antwortet: »Würzburg«. So klein ist die Welt. Er lacht, wir vier lachen und gehen weiter.

Südflügel des »U.S. Capitol«
Blick auf den Südflügel des U.S. Capitol
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Bild rechts:
Um 10:20 Uhr stehen wir am Fußgängerübergang Southwest Dr / New Jersey Ave SE  und warten auf das Grün der Ampel. Eine günstige Gelegenheit, das erste Foto vom U.S. Capitol  zu machen und zwar von dessen Südflügel. Bereits auf unserem Anmarsch auf der New Jersey Ave SE  ist uns die eingerüstete Kuppel des U.S. Capitol  aufgefallen. Wieder einmal wird es deswegen keine guten Fotos geben.

Südflügel des »U.S. Capitol«
Südflügel des U.S. Capitol
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Bild links:
Hier noch einmal ein Bild vom Südflügel des U.S. Capitol,  auf dem das an der Kuppel aufgestellte Baugerüst verborgen bleibt. Um Irrtümern vorzubeugen: Die beiden Fahrräder in der linken unteren Ecke des Bildes sind nicht Bestandteil des US-präsidialen Fuhrparks. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, derzeit ist das noch Mr. Barack Obama,  hat seinen traditionellen Amtssitz im knapp zwei Meilen von hier entfernten »Weißen Haus«.

Südflügel des »U.S. Capitol«
Blick auf den Südflügel des U.S. Capitol
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Bild rechts:
Das klassizistische Bauwerk U.S. Capitol  thront auf einer kleinen, Capitol Hill  genannten Erhebung, was aus diesem südöstlichen Blickwinkel leider nicht zu erkennen ist. Von den U.S. Capitol Grounds,  also von der Westseite betrachtet, kommen die gewaltigen Ausmaße des Gebäudes, insebesondere dessen Höhe, mehr zur Geltung. Zum Ausgleich dafür, dass ich von der Westseite kein Bild präsentieren kann, können auf diesem Bild mehr Details der für den klassizistischen Baustil typischen Säulenhalle (in der Fachsprache »Portikus«), der Kapitelle und des darauf ruhenden flachen Pultdachs mit dem figürlichen Dekor im Tympanon zu sowie die fast 6 Meter hohe Freiheitsfigur auf der Kuppelspitze betrachtet werden.
 
der Mittelteil des »U.S. Capitol«
der Mittelteil des U.S. Capitol
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Bild links:
Wie weiter oben schon erwähnt, ist besonders der Mittelteil des U.S. Capitol mit der dem Petersdom in Rom nachempfundenen, knapp 79 Meter hohen Kuppel stark eingerüstet. Aber, wenn man schon einmal da ist, möchte man trotzdem ein Foto zur Erinnerung machen. Die Grundsteinlegung für das U.S. Capitol  erfolgte im Jahr 1793. Erst während des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861 bis 1865 - in den USA als »Sezessionskrieg« bezeichnet) wurde die Kuppel nach einem Machtwort des damaligen Präsidenten Abraham Lincoln  im Jahr 1863 fertiggestellt und mit der Freiheitsfigur geschmückt.

Hinweisschild: U.S.Capitol Visitor Center
Schild U.S. Capitol Visitor Center

Bild rechts:
Jetzt ist es 10:35 Uhr und damit höchste Zeit, dass wir uns ins U.S. Capitol Visitor Center  begeben. Trotz dieses eindeutigen Hinweisschilds irren wir etwas umher, da wir nicht glauben wollen, dass es dort, wohin der Pfeil auf dem Schild zeigt, zum Besucherzentrum gehen soll. Das Merkwürdige daran ist, dass der Pfeil gerade in die vom U.S. Capitol  entgegengesetzte Richtung zeigt. Was wir jetzt noch nicht wissen: es besteht eine unterirdische Verbindung vom U.S. Capitol Visitor Center  zum U.S. Capitol.  Gut, dass wir bereits zuhause eine Reservierung der Eintrittskarten veranlasst haben, denn wir dürfen in einer eigenen Spur ohne warten zu müssen bis zum Schalter für Kartenreservierungen vorgehen. Dort erhalten wir gegen Vorlage der ausgedruckten Reservierungsbestätigung unsere vier tour passes.  In den anderen Spuren für den Erwerb der tour passes  ohne vorherige Reservierung stehen wahre Menschenmassen an. Aber nach dem Erhalt unserer Eintrittskarten müssen wir trotzdem noch ein wenig anstehen. Das ist nicht sehr stressig, weil die Wartespuren mit Bändern abgetrennt sind und es keine Drängelei gibt.

Führung durch das U.S. Capitol

Bereits in der schriftlichen RESERVATION CONFIRMATION  wurde und nun auch unmittelbar vor der Führung wird darauf hingewiesen, dass keine gefährlichen Gegenstände (z.B. Schweizer Taschenmesser - siehe Berichtsteil 2) mitgeführt werden dürfen. Es folgt eine gründliche Durchsuchung eines jeden Besuchers. Solche Vorsichtsmaßnahmen sind nicht ganz unbegründet, wie der am 22. März 2016 in Brüssel verübte Terroranschlag mit vielen Toten und Verletzten zeigt. Deshalb waren in Washington D.C.  zur Zeit unseres Besuches auch alle Fahnen auf Halbmast. Und ein paar Tage nach unserer Besichtigungstour, am 28. März 2016, schoss ein Mann im Besucherzentrum des U.S. Capitol  um sich. Doch zurück zur Führung, die es in deutscher Sprache nicht gibt. Wir haben Englisch zur Auswahl. Ja, es ist kein Ausdrucksfehler, das stimmt, es wird amerikanisches und englisches Englisch angeboten und wir wählen letzteres. Die Tour beginnt mit einem 13-minütigen, stark patriotisch angehauchtem (amerikanisch halt) und vor allem äußerst lautstarken Film. Danach folgt eine 45-minütige Führung durch das historische U.S. Capitol.  Die Führung hat uns allen gefallen und sie ist wirklich zu empfehlen.

die »Library of Congress«
die Library of Congress
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Bild links:
Gegenüber des Südflügels des U.S. Capitol  befindet sich die im Jahr 1800 gegründete Library of Congress,  auch »Gedächtnis der Welt« genannt. Die Bibliothek wird jährlich von über 800.000 Besuchern konsultiert. Auf drei Gebäudeteilen sind auf den Regalen, die zusammengestellt eine Länge von 800 km ergeben, über 120 Millionen Manuskripte, Bücher, Fotografien und Karten untergebracht. Der gesamt Bücher- und Zeitschriftenbestand ist auf elektronischen Medien gespeichert und zugänglich gemacht. Die Sammlung seltener Ausgaben umfasst 6.000 vor Beginn des 16. Jahrhunderts gedruckte Bücher, darunter enthalten ist auch eine von nur noch drei existierenden Gutenberg-Bibeln aus dem Jahr 1455.

Meine verwandschaftlichen Beziehungen zur »neuen Welt«

Jetzt wird es ein wenig kompliziert verwandtschaftlich. Auf den Treppen des Library of Congress  wartet Frank M.  auf uns. Ich habe mich mit ihm bereits rechtzeitig vor unserer Abreise in die USA verabredet. Frank M.  ist der Sohn meiner bei Ottawa (Kanada) wohnenden Taufpatin, die auch einige Zeit in meinem Geburtsort hier in Deutschland gelebt hat. Vielleicht besteht sogar eine entfernte verwandtschaftliche Beziehung. Ich kenne Frank schon aus seinen Kindheitstagen, denn er war mit meiner Taufpatin auch nach ihrem Umzug nach Kanada öfters hier in München zu Besuch. Auf jeden Fall hat sich Frank als Guide  für eine Tour durch Washington D.C.  angeboten und ich habe sehr dankbar angenommen. Er wohnt (hoffentlich, lieber Frank, ist das zurzeit auch noch so - sicherlich weißt du, was ich damit meine!) in einem westlich von Washington D.C.  gelegenen, gut 32 Meilen von Washingtons Zentrum entfernten Ort und opfert den heutigen Tag für uns. Ich steige die Stufen an der Treppe zur Library of Congress  hinauf und erkenne Frank - obwohl wir uns schon viele Jahre nicht mehr gesehen haben - sofort wieder. Auch er erkennt mich sofort, winkt mir zu, kommt die Treppe herunter und uns entgegen. Ein wunderschöner Nachmittag nimmt seinen Anfang.

Unites States Supreme Court Building«
U.S. Supreme Court Building
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Bild rechts:
Nachdem es nun schon wenige Minuten vor 13:00 Uhr ist und wir Hunger verspüren, frage ich Frank, ob er uns ein nahe gelegenes und nicht ganz so teures Restaurant empfehlen kann. Wie ich es von ihm gewohnt bin, sagt er in seiner ruhigen Art, »geht mir einfach nach«. Sein Deutsch ist nicht mehr perfekt und er würde sich auch niemals in der gehobenen Schriftsprache ausdrücken und etwa sagen: »Ja, bitte folgt mir«. Gemächlichen Schrittes führt Frank uns auf der First St NE in nördlicher Richtung weiter und erklärt uns dabei Namen und Bedeutung der hier zu sehenden Geäude. Dieses hier, ebenfalls im klassizistischen Stil errichtete und im Jahr 1935 fertiggestellte Bauwerk beherbergt das höchste Gericht der USA, das Supreme Court of the United States. Nicht nur die Schönheit dieses Hauses gefällt uns, sonder auch die wahre Blütenpracht der hier wachsenden Sträucher. Im Vergleich zu den Temperaturen New Yorks vor wenigen Tagen ist es hier in Washington D.C. wesentlich wärmer (aber das war auch nur vorübergehend so).

der Hauptbahnhof »Union Station«
der Hauptbahnhof Union Station
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Das Bild links
zeigt den im Oktober 1907 eröffneten Hauptbahnhof Union Sation  von Washington D.C.  Das figürlich prächtig ausgestattete Gebäude ist mehr als 200 Meter lang und im neoklassizistischen Stil (das ist die in den USA verwendete Bezeichnung für den »klassifizistischen« Stil) konzipiert. Der mittlere Teil ist einem römischen Triumphbogen nachempfunden und mit zwei abschließenden Seitenpavillons durch Arkaden verbunden. Am 15. Januar 1953 kam es in dem Bahnhof zu einem spektakulären Eisenbahnunfall, als ein aus Boston kommender Zug wegen Bremsversagens den Prellbock überfuhr und dessen Lokomotive erst in der Haupthalle zum Stehen kam, wo sie durch ihr hohes Gewicht in den Keller einbrach. Erstaunlicherweise wurde bei dem Vorfall niemand ernsthaft verletzt. Die eindrucksvolle Architektur des Bahnhofs wurde in einer Reihe von Filmen als Kulisse verwendet. Details zu diesem Bahnhof sind nachlesenswert bei »de.wikipedia.org/wiki/Washington_Union_Station«.

Frank führt uns ins Untergeschoß. Dort empfängt uns ein wahrer kulinarischer Prachttempel, Food court  genannt, mit einem sich über beinahe alle Erdteile erstreckenden Essensagebot. Angelika setzt sich an einen gerade frei gewordenen Tisch und reserviert fünf Plätze, denn es herrscht noch ein großer Mittagsandrang und ein Tisch für fünf Personen ist nicht so leicht zu bekommen. Drei von uns stellen sich bei den verschiedenen Self-Service-Restaurants an. Angelika und ich essen jeweils eine große Portion Ente mit Orangen und Reis, nehmen dazu drei Getränke und bezahlen dafür ungefähr US$ 15,00. Und diesen günstigen Preis gibt es im Washingtons Zentrum! Frank will sich partout nicht zum Essen einladen lassen, nimmt aber wenigstens ein Getränk.

am »Andrew S. Edwards Memorial Triangle«
am Andrew S. Edwards Memorial Triangle
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Bild rechts:
Gesättigt, den Durst gestillt und ausgeruht verlassen wir den Food court, überqueren den Bahnhofsvorplatz, den Columbus Circle,  gehen auf der Louisiana Ave NW  weiter in Richtung der Constitution Ave NW  und kommen zum südlichen Eckpunkt des Straßendreiecks Louisiana Ave NW / North Capitol St NW / D St NW.  Dort fotografiert Thomas in Richtung des U.S. Capitol, von dem über den blühenden Bäumen rechts der Bildmitte gerade noch die auf der Kuppel aufgesetzte Freiheitsfigur zu sehen ist. Dieses Dreieck wird offiziell mit Andrew S. Edwards Memorial Triangle  bezeichnet.

an der »Constitution Ave NW (US 1 ALT)«
an der Constitution Ave NW (US 1 ALT)
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Bild links:
An der Einmündung der Louisiana Ave NW  in die Constitution Ave NW (US 1 ALT)  scheint ein bayerischer Tourist mit einem Einheimischen über etwas Lustiges zu sprechen. Der Inhalt des Gesprächs ist nicht bekannt, auf jeden Fall ist es Thomas wert, von dieser Szene ein Foto zu machen. In den drei Gebäudeteilen links über dem Kopf des besagten Touristen ist die National Gallery of Art Library  untergebracht. Wir befinden uns nun am nordöstlichen Eck der National Mall (Nationalpromenade) und ziehen auf der Constitution Ave NW  in westlicher Richtung weiter.
 
Blick auf die Südseite des »U.S. Capitol«
Blick auf die Südseite des U.S. Capitol
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Bild rechts:
Auf der Constitution Ave NW (US 1 ALT)  stehend drehen wir uns um und blicken auf die Südseite des U.S. Capitol  mit der stark eingerüsteten Kuppel. Um eine bessere Ansicht zu haben, müssten wir uns mehr in die Mitte der National Mall  begeben, wofür uns aber die Zeit fehlt. Zudem würde das Baugerüst auch von diesem Standpunkt stören.

Blick auf das »Smithsonian National Air and Space Museum«
Smithsonian National Air and Space Museum
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Bild links:
Wir wechseln von der Constitution Ave NW (US 1 ALT)  zum Madison Drive NW  und sehen kurz vor 14:00 Uhr jenseits der Grünflächen der National Mall  das zur Smithsonian Institution  gehörende National Air and Space Museum,  in welchem so bedeutende Exponate der Luft- und Raumfahrt wie z.B. der im Jahr 1903 von den Gebrüdern Wright  erbaute »Flyer«, die »Spirit of St. Louis«, mit der Charles Lindbergh  als Erster den Atlantik überflog und die Raumkapsel der Apollo-11-Mission zu sehen sind.

am Madison Drive NW: »National Gallery of Art«
National Gallery of Art
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Bild rechts:
Hier reiht sich wirklich ein Museum an das andere. Wir drehen uns um und Thomas macht noch schnell ein Foto von der National Gallery of Art,  bevor wir auf dem Madison Drive NW  weiterziehen. Dass wir keines der Museen besuchen, ist nicht vielleicht dem mangelnden kulturellen Wissensdurst unsererseits, sondern allein der Zeitknappheit geschuldet. Bei einer Reise quer durch die USA in nur drei Wochen bleibt für Museumsbesuche halt keine Zeit. Aber, das haben wir bereits vor unserer Abreise gewusst und wir nehmen das jetzt - ohne uns darüber zu ärgern - als gegeben hin.




Bild links:
Von unserem Standpunkt am Madison Dr NW  fotografiere ich bei starkem Gegenlicht das am Südrand der National Mall  stehende, mit rotem Sandstein gebaute und 1855 fertiggestellte Smithsonian Castle.  Das Gebäude wird gern als »Gehirn« der Smithsonian Institution  bezeichnet, da es die gesamte Verwaltung beherbergt und alle Unternehmungen von hier aus gesteuert werden.

das »National Museum of African American History & Culture«
Museum of African American History & Culture
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Bild rechts:
Das noch nicht ganz fertiggestellte National Museum of African American History & Culture gehört ebenfalls zur Smithsonian Institution.  Zum Zeitpunkt unseres Washington-Besuchs war geplant, es im September 2016 von Präsident Barack Obama seiner Bestimmung übergeben zu lassen.

Kirschbaum in voller Blütenpracht
Kirschbaum in voller Blütenpracht
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Bild links:
Der auf dem Bild zu sehende Big Bus New York  hat dieses extreme schöne Wetter sicher nicht von New York hierher nach Washington D.C. gebracht, denn im Big Apple  war es die Tage zuvor schweinekalt. Heute treibt es - nicht nur an diesem Baum - an allen Bäumen und Sträuchern Washingtons die Blüten geradezu explosionsartig heraus. Ich schreibe mal, es ist ein Kirschbaum und Botaniker mögen mich (aber nur virtuell) steinigen, falls dem nicht so ist.
 
Washington Monument
Washington Monument
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Bild rechts:
Im Zentrum der National Mall  erhebt sich auf einem flachen Hügel der zu Ehren des ersten Präsidenten der USA errichtete, im Jahr 1884 der Öffentlichkeit zugänglich gemachte, knapp 170 m hohe Marmorturm Washington Monument.  Es ist das höchste Bauwerk der Staatsmetropole. Ein Aufzug bringt jährlich Hunderttausende Besucher zum Aussichtsdeck, von dem der Blick über den ganzen District of Columbia reicht. Das in der Form eines Obelisken aus Marmorblöcken gemauerte Bauwerk wurde beim Erdbeben in Virginia am 23. August 2011 beschädigt. Nach einer rund 32 Monate andauernden Renovierung wurde das Washington Monument  im Mai 2014 wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Blick vom »Washington Monument Hill«
Blick vom Washington Monument Hill
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Bild links:
Vom Washington Monument Hill  schauen wir westwärts zum National World War II Memorial (hinter dem Reisebus etwa in der Bildmitte). Dahinter beginnt der Lincoln Memorial Reflecting Pool  und nach dessen westlichem Ende steht das Lincoln Memorial  (auf dem Bild gerade noch zu erkennen). Die Hochhäuser über dem weißen Zelt im rechten Bildteil stehen bereits jenseits des Potomac River  in den Bezirken Clarendon  und Rosslyn und somit auf dem Gebiet des zum US-Bundesstaat VIRGINIA gehörenden Arlington County.  Dieses Bild ist zwar nicht besonders schön, aber ich will es zur Verdeutlichung der gewaltigen Dimensionen des National Mall  zeigen.

das »National World War II Memorial«
National World War II Memorial
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Bild rechts:
Lange wurde diskutiert, wo das National World War II Memorial  seinen Platz bekommen soll und man entschied sich schließlich für einen Standort zwischen dem Washington Monument  und dem Lincoln Memorial.  Die Gestaltung des aus Granitstein bestehenden, um eine zentrale Wasserfläche (Rainbow Pool)  herum gebauten, im Mai 2004 eingeweihten Komplexes wurde zum Teil hart kritisiert, weil Trauer und Glorie in banaler Weise in grauen Granit verpackt worden seien. Vielleicht kam die harte Kritik an der Gestaltung auch vor dem Hintergrund der Abstammung des Architekten dieser Gedenkstätte auf, denn dieser stammt - wie auch eine am Zweiten Weltkrieg nicht unmaßgeblich beteiligte Person - aus Österreich.

das »National World War II Memorial«
National World War II Memorial
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Bild links:
56 in zwei Halbkreisen aufgestellte Säulen umrahmen das National World War II Memorial.  Auf jeder Säule ist ein metallischer, die Symbole »Eiche« und »Weizen« beinhaltender Kranz angebracht und jede Säule vertritt einen US-Bundesstaat oder ein zu den USA gehörendes Gebiet. Zwei Triumphbögen an der Süd- und Nordseite des National World War II Memorial  tragen die Aufschriften »ATLANTIC« und »PACIFIC« und erinnern damit an diese beiden Kriegsschauplätze. Zwischen der 2. und 3. Säule von links ist unser nächstes Besichtigungsziel, das Lincoln Memorial,  schwach zu erkennen (nur auf dem größeren Bild).

Carola und Thomas am »Lincoln Memorial Reflection Pool«
3 Obelisken am Lincoln Memorial Refl. Pool
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Bild rechts:
Jetzt sind wir am westlichen Ende des Lincoln Memorial Reflection Pool  angelangt und ich mache ein (leider etwas überbelichtetes) Foto zurück zum Washington Monument.  Auch auf diesem Bild kann man - so denke ich - die ziemlich großen Entfernungen zwischen den einzelnen Etappenzielen erkennen.
 
das »Lincoln Memorial«
das Lincoln Memorial
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Bild links:
Es ist jetzt ungefähr 10 Minuten nach 15:00 Uhr und wir sind am westlichen Ende der National Mall  angelangt. Hier erhebt sich das von monumentalen Treppen umgebene Lincoln Memorial.  Von oben hat man einen Blick zum weit entfernten U.S. Capitol, dem ersten Besuchspunkt unserer heutigen Tour. Der Bau wurde zwischen 1915 und 1922 zu Ehren des ehemaligen Präsidenten Abraham Lincoln  (* 12. Februar 1809 † 15. April 1865) nach dem Vorbild des Athener »Parthenon« errichtet. Die 36 Säulen in dorischem Stil symbolisieren die 36 Staaten, die zu Abraham Lincolns Amtszeiten die Vereinigten Staaten von Amerika bildeten. Auf der Treppe dieses Memorials hielt Martin Luther King  im Jahr 1963 vor 750.000 Demonstranten seine berühmte Rede »I have a dream« (dt.: »Ich habe einen Traum«). Fünf Jahre später wurde er ermordet.

Abraham Lincol-Denkmal im »Lincoln Memorial«
A. Lincoln-Denkmal im Lincoln Memorial
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Bild rechts:
In einer offenen Halle des Lincoln Memorial  beeindruckt die 5,80 Meter hohe marmorne Statue des auf einem Thron sitzenden 16. Präsident der U.S.A. An der Wand hinter und über dem Denkmal ist folgende Inschrift angebracht: IN THIS TEMPLE - AS IN THE HEARTS OF THE PEOPLE - FOR WHOM HE SAVED THE UNION - THE MEMORY OF ABRAHAM LINCOLN - IS ENSHRINED FOREVER.  Auf Deutsch könnte die Übersetzung etwa wie folgt lauten: »In diesem Tempel, so wie in den Herzen der Menschen, für die er die Union rettete, ist die Erinnerung an Abraham Lincoln auf ewig festgehalten«.

Blick zurück vom »Lincoln Memorial«
Blick zurück vom Lincoln Memorial
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Bild links:
Es heißt, von diesem ebenso eindrucksvollen wie schönen Ort Abschied zu nehmen, denn wir haben heute noch viel vor. Noch einmal macht Thomas ein Foto vom Lincoln Memorial Reflection Pool.  Unmittelbar dahinter grenzt das National World War II Memorial  an und wiederum dahinter reckt sich das Washington Monument  in den blauen Himmel Washingtons. Dieser Obelisk verdeckt auch das U.S. Capitol, nur Teilen dieses Gebäudes schauen seitlich etwas hervor (was natürlich auf dem Originalbild besser zu sehen ist, aber Bilder mit einer solchen Pixelgröße kann ich nicht hier ins Internet stellen).

Blick über die »Arlington Memorial Bridge« zur »President John F. Kennedy Gravesite«
Arlington Memorial Bridge
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Das Bild rechts
wurde von einem Standpunkt an der Rückseite (Westseite) des Lincoln Memorial  aufgenommen und zeigt die über den Potomac River  führende Arlington Memorial Bridge.  Auf dem nach der westlichen Rampe dieser Brücke ansteigenden Hügel ist schwach die auf dem Arlington National Cemetery  errichtete President John F. Kennedy Gravesite  zu erkennen. Es bestehen genaue Kriterien für eine Beisetzung auf diesem Friedhof in Arlington und natürlich gibt es auch eine im Internet nachzulesende Liste der hier zur letzten Ruhe gebetteten Persönlichkeiten.

Blick über den »Potomac River« nach »Rosslyn«
Blick auf die Häuser in Rosslyn
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Bild links:
Dieses Bild wurde ebenfalls von einem Standpunkt an der Rückseite des Lincoln Memorial  gemacht. Das hier zu sehende Wohn- und Industriegebiet jenseits des Potomac River  liegt nicht mehr auf dem Gebiet von Washington D.C.,  sondern es befindet sich in den Bezirken Clarendon  und Rosslyn.  Diese Bezirke wiederum gehören zu dem im US-Bundesstaat VIRGINIA liegenden Arlington County.  Wir umrunden das Lincoln Memorial  nun vollständig und peilen das nächste Ziel, das Vietnam Veterans Memorial,  an.
 
Bronzestatue »The Three Soldiers«
Bronzestatue The Three Soldiers
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Bild rechts:
Auf dem Weg zum Vietnam Veterans Memorial  kommen wir an der Bronzestatue The Three Soldiers  (deutsch: »Die drei Soldaten«) vorbei. Leider habe ich beim Fotografieren eine derart schlechte Perspektive gewählt, dass daraus nur zwei Soldaten wurden. Die Statue ist als Ergänzung zur Vietnam-Veteranen-Gedenkstätte gedacht und zeigt drei junge US-Soldaten in der zurzeit des Vietnam-Krieges gebräuchlichen Bewaffnung und Bekleidung in einer aus einem Weißen, einem Afroamerikaner und einem Lateinamerikaner bestehenden Gruppe.

das »Vietnam Veterans Memorial«
das Vietnam Veterans Memorial
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Bild links:
An dem sehr nüchtern und halb in die Erde gebauten Vietnam Veterans Memorial  sind die Namen der beinahe 60.000 im Vietamkrieg Gefallenen und Vermissten in den Granit eingraviert. Angehörige und Freunde der Kriegsopfer sind tagein tagaus dabei, die Namen der Personen auf Papier abzupausen, zu denen sie eine Beziehung unterhielten.

Mittlerweile plagt uns gewaltiger Durst, denn es ist es schon kurz nach 16:30 Uhr. Nun gehen wir auf der National Mall  ostwärts bis zur 17th St NW.  Dort steht an der Ecke zur Constitution Ave NW  ein mobiler Laden, der Eis, Getränke und Snacks anbietet. Wie überall in den USA erhalten wir eisgekühlte Getränke, ein Service, von dem wir hier in Europa nur träumen können. Wer mich kennt, weiß auch um meine Vorliebe zu halb gefrorenen, trinkbaren Flüssigkeiten aller Art. Obwohl wir uns in der Nähe des »Weißen Hauses« befinden, sind die Preise noch moderat.

Bild rechts:

The White House

Von einem etwas erhöht angelegten Fußweg an der E St NW  haben wir einen Einblick auf den President's Park,  auf die mit The White House South Lawn bezeichnete Rasenfläche und das eigentlich Wichtige an diesem Ort hier, auf den Regierungssitz des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, das White House.  Ganz nah rangehen darf man beim Fotografieren aber nicht, trotzdem versucht es ein Tourist. Keine drei Sekunden dauert es, bis dieser Uneinsichtige höflich aber bestimmt an seinen Armen genommen und aus dem Sicherheitsbereich geführt wird. Natürlich ist das »Weiße Haus« größer als hier auf dem Bild gezeigt, jedoch sind die Seitenflügel durch Bäume verdeckt. Der Architekt nahm sich das Leinster House  in Dublin, heute Sitz des Irischen Parlaments, zum Vorbild. Die Grundsteinlegung war im Oktober 1792 und es wurde durch den zweiten Präsidenten, John Adams,  am 1. November 1800 erstmals bezogen. 1814 wurde das »Weiße Haus« durch britische Truppen niedergebrannt. Der Wiederaufbau im klassizistischen Stil begann im Jahr 1819. Ab 1824 hat man die typischen Kalksteinsäulen an der Vorderseite angebracht. Das Gesteinsmaterial hierfür stammt von der kroatischen Insel Brač und ist für seine weiße Färbung bekannt. Wer gelegentlich einen Blick auf meine Segelseiten wirft, der hat vielleicht gelesen, dass ich mit meinen Freunden schon an diesem nah an der Küste gelegenen Steinbruch vorbeigesegelt bin.
das »White House Visitor Center«
das White House Visitor Center
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Bild links:
Nachdem unsere Fotoapparate bzw. iPhones ihre Arbeit getan haben, ziehen wir weiter. An der Ecke Pennsylvania Ave NW / 15th St NW  schalte ich meine NIKON wieder ein und halte das White House Visitor Center  auf einem Bild fest. Das Besucherzentrum hat sieben Tage die Woche von 07:30 bis 16:00 Uhr geöffnet. Für eine Besichtigung muss man etwa 1½ Stunden einplanen. Es werden Videos gezeigt und man kann viele Exponate besichtigen. Das Zentrum vermittelt Wissen zu vielen Details des »Weißen Hauses«, z.B. zur Architektur, den Einrichtungsgegenständen, den erste Familien, zu gesellschaftlichen Veranstaltungen, zu Pressebeziehungen und zu vielem anderem mehr. (Quelle: »washington.org/find-dc-listings/white-house-visitor-center«)
 

Bild rechts:
Das Reiterstandbild am östlichen Ende der Freedom Plaza  zeigt den auf Empfehlung von Benjamin Franklin,  einem der Gründerväter der Vereinigten Staaten, in die USA immigrierten polnischen Adeligen Casimir Pulaski (polnischer Name »Kazimierz Michał Władysław Wiktor Pułaski von Ślepowron«). Er tat sich im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg besonders hervor und soll auch George Washington  das Leben gerettet haben. C. Pulaski  hat zusammen mit einem aus Ungarn stammenden militärischen Befehlshaber die amerikanische Kavallerie reformiert. Am 11. Oktober 1779 starb er im Alter von nur 34 Jahren in der Schlacht von Savannah im US-Bundesstaat GEORGIA.
Die Freedom Plaza  befindet sich an der Pennsylvania Ave  zwischen der 13th St NW  und der 14th St NW  und hieß vormals Western Plaza.  Der Platz ist ein beliebter Ort für Protestbewegungen und Bürgerveranstaltungen und wurde zu Ehren von Martin Luther King, Jr.  umbenannt.

das in Bau befindliche »TRUMP INTERNATIONAL HOTEL - WASHINGTON D.C.Trump«
in Bau: TRUMP INT. HOTEL
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Bild links:
Der historische Gebäudekomplex an der Ecke Pennsylvania Ave NW / 12th St NW  trug früher die Bezeichnungen Old Post Office Pavilion  und war auch unter den Namen Old Post Office  und Clock Tower  bekannt. Das Gebäude wurde 1983 in Nancy Hanks Center  umbenannt. Nach jahrelangen erfolglosen Versuchen, das Gebäude für die öffentliche Verwaltung zu nutzen, erwarben unter zehn Bewerbern Donald and Ivanka Trump  im Jahr 2013 von der US-Regierung das Nutzungsrecht mit einem langfristig angelegten Mietvertrag. Bis 2017 soll das Gebäude zu einem Luxushotel mit 217 Zimmern und zwei »Präsidentensuites« umgebaut werden. Mr. Donald Trump  hat damit wohl eine gut angelegte Altersvorsorge getroffen. Nach seinen umstrittenen, als rassistisch empfundenen Äußerungen über »Hispanics« im Zuge seiner US-Präsidentschaftskandidatur im Juni 2015 forderten Demonstranten von Trump, den Vertrag zu kündigen oder zumindest die Eigenwerbung an der Fassade und im Außenbereich des Gebäudes mit dem künftigen Namen TRUMP INTERNATIONAL HOTEL - WASHINGTON D.C.  zu untersagen (Quelle: »de.wikipedia.org/wiki/Old_Post_Office_Pavilion«). Bis zum Zeitpunkt unseres Besuches im März 2016 hatte Mr. Trump  wohl noch keine Gelegenheit, auf diese Forderung der Demonstranten zu reagieren.

»J. Edgar Hoover FBI Building«
J. Edgar Hoover FBI Building
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Bild rechts:
Auf der Pennsylvania Ave NW  geht es weiter südostwärts. Gegenüber sehen wir das J. Edgar Hoover FBI Building  und machen schnell und etwas verdeckt ein Foto, denn wir haben weder Lust noch Zeit, uns das Innere dieses Gebäudes zu betrachten oder es ansehen zu müssen. Hier befindet sich das Hauptquartier des Federal Bureau of Investigation.  Das Gebäude wurde nach dem ersten Direktor des FBI, J. Edgar Hoover,  benannt und im September 1975 durch den 38. Präsidenden der USA, Gerald Ford,  eingeweiht.

»National Archives Building«
National Archives Building
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Bild links:
Im Quadrat zwischen der Pennsylvania Ave NW, 7th St Nw, Constitution Ave NW  und der 9th St NW  steht das National Archives Building.  Wie der Name schon andeutet und ein eingehauener Schriftzug unterhalb des Tympanon bestätigt, beherbergt es die ARCHIVES OF THE UNITED STATES OF AMERICA.  Mehr Informationen gibt es hier: »www.archives.gov/dc-metro/washington«
 
»United States Navy Memorial«
United States Navy Memorial
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Bild rechts:
Das am 13. Oktober 1987 eingeweihte United States Navy Memorial  befindet sich an der Pennsylvania Ave NW  zwischen der 7th St NW  und der 9th St NW  und gegenüber des National Archives Building.  In der Mitte des United States Navy Memorial  ist eine aus Granit gefertigte Darstellung der Welt mit den Weltmeeren zu sehen, genannt Memorial Plaza.  Leider ist auf dem Bild wegen des soeben vorbeifahrenden weißen »MTA Commuter Bus« weder viel vom Memorial, noch viel von der Memorial Plaza  selbst zu sehen.

»United States Capitol«
United States Capitol
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Bild links:
Um 16:50 Uhr stehen wir wieder am United States Capitol  und ich mache noch einmal ein Foto vom Standpunkt Ecke First St SW / Independence Ave SW,  wenngleich das US-Capitol auch an dieser Südwestseite mit einem Gerüst verdeckt ist. Aber, das wird das letzte Foto von diesem geschichtsträchtigen Gebäude sein und wir wollen alle vier eine Erinnerung haben. Frank M. begleitet uns bis zum Parkplatz, an dem wir heute Morgen unser Mietauto abgestellt haben, obwohl wir ihm mehrfach sagen, dass wir schon alleine dorthin finden würden. Wir alle bemerken, dass es ihm schwerfällt, von uns Abschied zu nehmen.

unser Fremdenführer »Frank M.«
unser Fremdenführer Frank M.
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Bild rechts:
Auf dem Weg zurück zum Parkplatz unterhalte ich mich mit Frank natürlich auch viel über familiäre Dinge. Ich erfahre viel von seiner Frau Donna und den Enkelkindern. Donna musste heute aus beruflichen Gründen nach Houston (TEXAS) fliegen und konnte bei unserer Washington-Tour leider nicht mit dabei sein. Frank erzählt mir von seiner bei Ottawa (KANADA) lebenden Mutter (wie eingangs dieses Berichtsteils schon erwähnt, ist das meine Taufpatin) und seiner ebenfalls dort wohnenden Schwester Kathe. Bei der netten Plauderei bemerken wir garnicht, dass wir schon am Parkplatz angekommen sind. Tatsächlich musste der waiter  (oder wie man den Parkplatz-Bewacher auf Englisch sonst bezeichnet) das Auto umrangieren, er hat das aber geschafft, ohne einen Schaden zu verursachen. Thomas und Carola hatten bei unserer Besichtigungstour die GPS-Funktion ihrer iPhones eingeschaltet und dabei wurde ein heute zurückgelegter Fußweg von 17 km gemessen. Das spüre ich - und nicht nur ich - jetzt auch in meinen Knochen.

Dankeschön

Lieber Frank, bitte entschuldige mein Englisch. Es ist auch nach dem dreiwöchigen USA-Aufenthalt nicht besser geworden, aber ich versuche es einmal als kleines Dankeschön:
Dear Frank, it was an unforgettable day. With Your pleasant kind and your quiet way You have brought us to many attractions. Angelika, Carola, Thomas and I wholeheartedly thank You. Please give our love to Donna, Your grandchildren, Your mother and sister. All the best for the future and maybe You don't have to move to Houston.

Frank M. geht zur nächsten Subway-Station und wir fahren mit dem Auto zurück nach Laurel-North. Dort locken mich Thomas und Carola in ein Lebensmittelgeschäft mit vorwiegend mittelamerikanischen Gemüsen und Früchten, von denen ich noch nie in meinem Leben etwas gehört habe. Bei dieser übergroßen Vielfalt könnte sogar ich zum Vegetarier werden, jedenfalls für einen eng begrenzten Zeitraum. Auch das Angebot an Fleisch und Fisch ist beinahe unüberschaubar, aber diese Sachen sind zumeist tiefgefroren. Im gesamten Laden scheint es kein Stapelsystem zu geben, alles liegt irgendwie durcheinander. Leider hat keiner von uns ein Foto gemacht. Bevor wir in dem eiskalten Supermarkt erfrieren, bestellen wir uns bei der Pizzeria nebenan ein paar von diesen runden Teigscheiben und nehmen sie zum Verspeisen mit in unser nahe gelegenes Hotel. Für heute reicht es. Nach dem Duschen bekommen Angelika und ich von nichts mehr mit von der Welt da draußen und versinken im weichen Bett. Carola und Thomas ergeht es ebenso, wie wir am nächsten Tag erfahren.
 

Distanzen, Benzinverbrauch, Zeiten
Distanzen (1 US-Meile = ~1.609 km)Meilen
New York City, NEW YORK (NY) bis Trenton / Bordentown Township, NEW JERSEY (NJ)~67
Trenton / Bordentown Township (NJ) bis North Laurel, MARYLAND (MD)~190
Fahrt von North Laurel (MD) nach Washington D.C. und zurück am 24.03.2016~49
Gesamtdistanz (Summe aller bisherigen Teilstrecken)306
Tanken (1 US-Gallone = ~3,79 Liter)US Gallonen
Trenton (NEW JERSEY) am 23.03.201613,0
ZeitenZeit
Abfahrtszeit in New York City, 332 W 44th Street, am 23.03.2016~14:00 Uhr
Ankunftszeit in North Laurel am 23.03.2016~20:00 Uhr
Fahrzeit am 23.03.2016~6 Stunden


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