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USA-Reise im März/April 2016

Berichtsteil 7


Freitag, 25. März 2016


Nächstes Ziel: der Skyline Drive

unser Hotel «Days Inn & Suites« in Laurel-Nord
Haupthaus des Hotels Days Inn & Suites
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Ein Blick auf die Uhr erschreckt mich. Es ist bereits 07:15 und Angelika und ich liegen noch im Bett. Wir haben tatsächlich verschlafen und kommen etwas später als zur vereinbarten Zeit in den im Haupthaus des Hotels befindlichen Frühstücksraum. Wie der Wetterbericht angekündigt hat, hat sich das Wetter zum Nachteil verändert. Es ist kalt und leichter Nieselregen fällt vom Himmel. Wir hatten also gestern ausgesprochenes Glück mit dem Wetter bei unserer Tour durch Washington D.C. Schnell mache ich noch ein Foto vom Hauptgebäude des Days Inn & Suites Laurel Near Fort Meade  und dann gehen wir zu unseren Zimmern im Nebengebäude.

kurz vor unserer Abfahrt vom Hotel «Days Inn & Suites«
Abfahrt vom Hotel Days Inn & Suites
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Bild rechts:
Um 15 Minuten vor 09:00 Uhr sitzen wir in unserem gemieteten CHRYSLER Town & Country  und sind abfahrtsbereit. Carola gibt noch schnell unser nächstes Ziel in das Navi ein und das Gerät errechnet eine Strecke von etwas mehr als 97 Meilen (157 km) bis Front Royal,  dem Startpunkt für die geplante Befahrung des Skyline Drive.  Die vom Navi errechnete Zeit interessiert uns nicht, denn die hängt von der Dichte des Verkehrs ab. Auf jeden Fall wollen wir Washington D.C. nördlich und westlich umfahren und uns nicht quer durch die Stadt quälen.

Karte von North Laurel bis Front Royal
Teilstrecke: Laurel Nord bis Front Royal
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Legende

1 = North Laurel
2 = Wheaton
3 = Bethesda
4 = American Legion Bridge
5 = Fair Oaks
6 = Gainesville
7 = Front Royal

Route

Von unserem Hotel geht es zunächst über die Whiskey Bottom Road  und die MD (für MARYLAND) 216-W auf die I-95 S, die dann südöstlich von Hillandale  in die I-495 W einmündet. Die I-495 W zieht nördlich an Silver Spring  und Bethesda  vorbei, macht dann einen Bogen nach Südwesten und führt auf der American Legion Bridge  über den Potomac River,  an dessen Südufer die Grenze zwischen den US-Bundesstaaten MARYLAND und VIRGINIA verläuft. In VIRGINIA geht es auf der I-495 W weiter bis Dunn Loring,  wo wir die I-495 W verlassen und auf der I-66 W eine mehr westliche Richtung einschlagen. Wir passieren Fair Oaks (Mall).  Etwa 14 Meilen westlich davon verlassen wir bei Gainesville  diese Interstate und steuern eine Tankstelle an. Um 10:08 Uhr kaufen wir für US$ 20,00 eine Tankkarte, die in einen Kartenschlitz an der Zapfsäule einzustecken ist und füllen dafür 10,21 gl Superbenzin (87 Oktan) in den Tank unseres Autos. Das erste Mal seit unserer Abreise in New York notiere ich mir den Meilenstand mit 391 Meilen. Wir haben also von New York bis hierher eine Strecke von 366 Meilen zurückgelegt, weil das Auto bei der Übergabe 25 Meilen auf dem Tachometer hatte.
 
auf der I-66 W: noch 10 Meilen bis Front Royal«
auf der I-66 W: noch 10 Meilen bis Front Royal
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Bild rechts:
Gegen 10:30 Uhr mache ich dieses Foto. Das Wetter ist so, wie es aussieht. Aber etwa 10 Minuten später hört wenigstens der Regen auf. Beim Tanken kurz zuvor in Gainesville  war es schweinekalt. Der Verkehr ist jetzt nicht mehr so dicht und bis zur Abfahrt von der I-66 W bei Front Royal  sind es nurmehr 10 Meilen.

Einkauf bei MARTIN'S Pharmacy in «Front Royal
Einkauf bei MARTIN'S Pharmacy   in Front Royal


Bild links:
An der Ausfahrt Riverton  verlassen wir die I-66 W. Wenige Minuten vor 11:00 Uhr kommen wir in Front Royal  an und machen in der Bäckereiabteilung von MARTIN'S Pharmacy  noch schnell ein paar für unser leibliches Wohl gedachte Besorgungen, denn auf dem Skyline Drive mangelt es - vor allem zu dieser Jahreszeit - an Versorgungseinrichtungen.

Verlauf des »Skyline Drive«
Verlauf des Skyline Drive  (blau)
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Karte rechts: Fahrt auf dem Skyline Drive

1 = Startpunkt: Front Royal;  2 = Lost River State Park;  3 = Harrisonburg / Dayton;  4 = Endpunkt des Skyline Drive  in Afton / Waynesboro;   5 = Staunton

Auf der Herfahrt von Washington D.C. haben wir überlegt, den Skyline Drive  wegen des schlechten Wetters ausfallen zu lassen und stattdessen auf der I-81 S (auf der Karte habe ich diese Straße mit rotbrauner Farbe gekennzeichnet) gen Süden, genauer gen Südwesten, zu fahren. Weil sich das Wetter zum Besseren verändert hat, ziehen wir den bereits zuhause gefassten Plan durch und stehen um 11:35 Uhr an der Schranke zu dieser Aussichtsstraße. Die Eintrittskarten kosten für uns vier (inklusive des Pkw) US$ 20,00. Die freundliche Park-Rangerin, die bezüglich unseres Herkunftslandes möglicherweise wegen Thomas' bayerisch-amerikanisch angehauchtem Englisch zunächst auf »Polen« tippt, ist sichtlich darüber erfreut, dass diese Aussichtsstraße auch im fernen Deutschland bekannt ist. Die Lady händigt uns einen Plan aus, auf dem das Wichtigste zu lesen ist. Auf der gesamten, 105 Meilen (169 km) langen Strecke gilt eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 35 Meilen in der Stunde (m/ph), was eine Fahrzeit - Stopps nicht mitgerechnet - von etwa drei Stunden ergibt. Von den Verfassern dieses Plans sind wir aufs Herzlichste dazu eingeladen, auf einer der beliebtesten Bergstrecken der USA »dem Himmel entlang« zu fahren und die Schönheiten der Natur zu genießen. Mit dem Bau des historischen Skyline Drive  wurde 1931 in der Weltwirtschaftskrise als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme begonnen.

Die Panoramastraße verläuft von Nordost nach Südwest durch den von John Denver  in seinem Lied (Take Me Home) Country Roads  besungenen US-Bundesstaat WEST-VIRGINIA und führt kurvenreich durch den Shenandoah National Park.  Dieser Park misst an seiner schmalsten Stelle weniger als eine Meile und erreicht an seiner breitesten Stelle etwa dreizehn Meilen. An 75 Panoramapunkten kann man eine atemberaubende Aussicht auf das Shenandoah Valley  im Westen oder die mit Roll Piemont  bezeichnete Landschaft im Osten genießen. Obwohl die Aussicht oft einzigartig ist, sollte man beim Fahren auch auf Tiere wie Rotwild, Schwarzbären, wilde Truthähne und eine Vielzahl anderer Tiere achten. Einen Hochgenuß bietet das Befahren des Skyline Drive  im Herbst bei der Laubfärbung. Die Straße ist bei ungünstigen Witterungsverhältnissen und zu bestimmten Zeiten (z.B. während einer Jagd) geschlossen. Nähere Informationen kann man z.B. hier erhalten: »visitskylinedrive.org/Home.aspx«
 
um 11:43 Uhr: Fahrt auf dem »Skyline Drive«
11:43 Uhr: Fahrt auf dem Skyline Drive
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Bild links:
Es gibt kaum Verkehr und es geht so ungefähr mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit dahin. Aus dem fahrenden Auto heraus mache ich dieses Foto in Richtung Nordwesten und in eine Talmulde hinein, das vom stark mäandernden South Fork Shenandoah River  durchflossen wird. Mit näheren Positionsangaben kann ich leider nicht dienen.

um 12:15 Uhr: Fahrt auf dem »Skyline Drive«
12:15 Uhr: Fahrt auf dem Skyline Drive
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Bild rechts:
Etwa eine halbe Stunde nach der letzten Aufnahme mache ich bei einer kurzen Rast dieses Bild in eine mehr nordwestliche Richtung. Beim Fahren habe ich noch oft auf den Auslöser gedrückt, jedoch sind die Bilder derart stark verwackelt, dass sie es nicht wert sind, hergezeigt zu werden. Außerdem hat das Blattwerk an den Bäumen und Sträuchern noch keinen grünen Frühlingsaustrieb und die Natur sieht, grau, braun und eben trist aus. Es ist halt noch Ende März! Mit Positionsangaben kann ich auch diesmal nicht dienen, zumal ich die GPS-Funktion meiner Kamera ausgeschaltet habe, damit der Akku nicht so schnell leer wird.

Karte von Afton / Waynesboro bis Charleston
Teilstrecke: Afton / Waynesboro bis Charleston
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Legende

1 = Endpunkt des Skyline Drive  in Afton / Waynesboro;   2 = Harrisonburg / Dayton;   3 = Lexington;  4 = Low Moor;  5 = White Sulphur Springs;  6 = Beaver / Beckley;   7 = Charleston

Vom Ende des Skyline Drive  bei Afton / Waynesboro  bis nach Charleston  am Kanawha River  im US-Bundesstaat WEST-VIRGINIA (WV) sind es etwas mehr als 370 km. Falls es keine Störungen gibt, liegt eine Fahrzeit von 4 Stunden und 30 Minuten vor uns. Da unser heute anvisiertes Übernachtungsziel in Grayson,  KENTUCKY (KY) noch weitere 140 km von Charleston  entfernt ist, haben wir keine Zeit zu verlieren und fahren sofort auf die I-64 W auf. Südöstlich von Staunton  trifft die I-64 W auf die I-81 S. Ab hier wird diese Interstate mit beiden Nummern gekennzeichnet. Es geht jetzt in südwestlicher Richtung mit der erlaubten Geschwindigkeit relativ flott voran.
14:55 Uhr: auf der I-64 W / I-81 S zwischen Staunton und Lexington
14:55 Uhr: zwischen Staunton und Lexington


Bild rechts:
Irgendwo zwischen Staunton  und Lexington  knippse ich aus dem fahrenden Auto heraus dieses einsame, für die dortige Gegend typische Bauernhaus. Das Bild ist verwackelt und eignet sich nicht dafür, in einem größeren Format gezeigt zu werden.

um 15:07 Uhr: nur noch 196 Meilen bis nach »Charleston«
15:07 Uhr: 196 Meilen bis Charleston
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Bild links:
Am Rand der I-64 W / I-81 S flitzt ein tröstendes Schild vorbei (15:07 Uhr): Es sind nur noch 196 Meilen bis nach Charleston  und dann kommen noch die rund 87 Meilen bis Grayson  hinzu, das sind immerhin heute noch zu fahrende 287 Meilen (461 km). Und bitte die von Washington D.C. bis hierher gefahrene Strecke nicht vergessen! Wer von meiner Leserschaft jetzt noch Lust verspürt, die USA mit dem Auto zu durchqueren, ist hart im Nehmen und sollte mit den Reiseplanungen beginnen.
 
15:24 Uhr: an der Gabelung der I-81 S / I-64 W bei Lexington
an der Gabelung der I-81 S / I-64 W
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Bild rechts:
Etwa 15 Minuten nach der zuletzt gezeigten Fotostelle befinden wir uns kurz vor der Gabelung der I-81 S und der I-64 W. Letztere führt mit einer kräfigen Richtungsänderung nach Nordwest auf die Appalachian Mountains  (deutsch: »Appalachen«) zu. Dieses bewaldete Mittelgebirge erstreckt sich im Osten der USA über eine Länge von 2400 km von der kanadischen Provinz Québec  bis in die Nähe von Atlanta  im Norden des US-Bundesstaates ALABAMA. Eine zügige Durchquerung der Appalachen ist nur auf den Interstates gewährleistet und deshalb biegen wir hier rechts ab und folgen der I-64W.

um 16:04 Uhr: Esso Tankstelle in »Low Moor«
Esso-Tankstelle in Low Moor
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Bild links:
Es ist jetzt kurz nach 16:00 Uhr und es wird Zeit, dass wir wieder einmal Rast machen, um unsere Beine zu vertreten und nach Möglichkeit auch den Tank unseres Autos befüllen. Hierfür bietet sich die unmittelbar an der I-64 W liegende »Weltstadt« Low Moor  an, denn dort gibt es nicht nur eine Esso-Tankstelle, sondern auch den Low Moor Country Grill.

der »Low Moor Country Grill«
der Low Moor Country Grill
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Bild rechts:
So verlockend der Low Moor Country Grill  auch aussehen mag, wir kaufen im kleinen Shop der Tankstelle nur Getränke und Snacks, denn es liegt heute noch ein weiter Weg vor uns.

Zapfsäule der Moderne in »Low Moor«
Zapfsäule der Moderne in Low Moor
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Bild links:
Der Charme dieses am Jackson River  gelegenen Orts zieht uns in seinen Bann. Natürlich haben die Errungenschaften der Technik auch in Low Moor  Einzug gehalten, was diese moderne Zapfsäule unter Beweis stellen soll. Obwohl es hier nur drei bis vier Straßen gibt, schaffen wir es - unser Navi versagt hier total - tatsächlich, uns bei der Auffahrt auf die I-64 W zu verfahren und geraten kurz in den Wald der Appalachen. Thomas wendet dann das Auto an einer passenden Stelle und wir finden ohne Navi zu dieser Interstate.

auf der I-64 W etwa bei der Grenze zwischen VA und WV
etwa bei der Grenze zwischen VA und WV

Bild rechts:
Gegen 16:40 Uhr, 21½ Meilen nach Low Moor,  passieren wir die Grenze zwischen den US-Bundesstaaten VIRGINIA (VA) und WEST VIRGINIA (WV). Wieder einmal mache ich - lediglich zur besseren Erinnerung an die Landschaft - in der Gegend dieser Bundesstaatengrenze ein Bild aus dem fahrenden Auto heraus. Das Bild ist verwackelt und wird wegen seiner Unschärfe nicht größer angeboten. Vielleicht kann man trotzdem erkennen, dass sich im Vergleich mit dem auf den vorherigen Bildern zu sehenden, leicht bewölkten Himmel das Wetter zusehends verschlechtert. Es geht vorbei an solch weltweit bekannten Orten wie etwa Mallow, Callaghan, White Sulphur Springs  (deutsch: weiße Schwefelquellen), Sam Black Church / Meadow Bluff, Dawson, Green Sulphur Springs, Sandstone  und Clifftop.   Bei Beaver / Beckley  trifft von Süden kommend die I-77 auf die I-64 W und letztere - auf der wir bleiben - schwenkt stark von der bisherigen westlichen Richtung in eine nördliche.
 
Karte von Charleston (WV) bis Grayson (KY)
Route: Charleston  bis Grayson
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Karte links:
Es geht immerzu weiter und vorbei an Willis Branch, Pax, Long Branch, Mossy / Kingston, Mahan, Burnwell, Greencastle, Miami  (nicht das Miami in FLORIDA!), Chelyan, Jürg Marmet, Dupont City  und Malden (alle diese Orte betreffen noch die auf der vorherigen Karte gezeigte Teilroute). Insgesamt ist diese Gegend keiner Beschreibung, keines Besuchs und keines Fotos wert. Hier gilt das Motto: einfach durchfahren! Vielleicht ist dieser Eindruck aber auch dem schlechten Wetter und der beginnenden Dämmerung geschuldet. Bei dem in einem düsteren Taleinschnitt gelegenen Charleston  am Kanawha River  dreht sich die I-64 W wieder nach Westen. Die Teilstrecken vor Charleston   und nach Grayson  sind auf der Karte links mit rotbrauner Farbe markiert.

19:09 Uhr: 23 Meilen vor Grayson, KENTUCKY
23 Meilen vor Grayson, KENTUCKY (KY)
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Bild rechts:
Um 19:09 Uhr befinden wir uns 23 Meilen vor Grayson, KY,  unserem heutigen Tagesziel. Ein Hotel ist zwar dort nicht gebucht, aber ich habe zuhause eine Routenplanung mit den pro Tag in etwa zurückzulegenden Meilen bzw. Kilometern gemacht und dann in einem gewissen Umkreis jedes Etappenorts nach brauchbaren Hotels und Motels gesucht und alle für die Reise bedeutsamen Informationen auf meinem eBook abgespeichert. Das Hauptmotiv dieses Bildes ist unser mobiles Navigationsgerät. Was wird darauf alles angezeigt? Es sind noch 23 Meilen bis zur Ausfahrt Nr. 172. Dann auf der KY-1 / KY-7 in Richtung der KY-9 (Grayson) fahren. Die geschätzte Ankunftszeit ist 7:30 PM (also nach Mittag um 19:30 Uhr). Thomas überschreitet die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 65 m/ph um 5 m/ph. Für was solche Fotos doch alles taugen! Vor der Abreise haben wir vereinbart, dass immer der Fahrer die Verwarnungsgelder bezahlt. Nebenbei bemerkt fließt unweit rechts neben uns der Ohio River,  aber wir können ihn nicht sehen, weil Bäume, Sträucher und ein Erdwall die Sicht verdecken. Hier verläuft am Nordufer des Ohio River  die Grenze zwischen den US-Bundesstaaten WEST-VIRGINIA und OHIO.

es geht über den »Big Sandy River«
über den Big Sandy River

Bild links:
Etwa 3½ Meilen nach der auf dem letzten Bild gezeigten Stelle geht es im beinahe erlaubten Tempo über den wunderschönen Big Sandy River,  umgeben von hässlichen Industrieanlagen. Dieser Bildausschnitt zeigt noch den schöneren Landschaftsteil. Warum dieses - wieder einmal verwackelte - Bild nicht größer gezeigt wird, brauche ich wohl nicht zu schreiben. Am Westufer dieses Flusses wechseln wir von WEST-VIRGINIA (WV) nach KENTUCKY (KY).

in Grayson: Werbeschild »QUALITY INN«
in Grayson: Werbeschild QUALITY INN

Bild rechts (am Morgen des nächsten Tages gemacht):
An der Ausfahrt Nr. 172 geht es runter von der I-64 W und wir sehen auch gleich die Werbeschilder für das Hotel QUALITY INN  mit der Adresse »205 KY-1947, Grayson, KY 41143, USA«. Anscheinend haben sich seit unserem Besuch die Eigentümerverhältnisse geändert, denn das Hotel wird jetzt unter der Bezeichnung ECONO LODGE  geführt.

in Grayson: Abreise vom »QUALITY INN«
in Grayson: Abreise vom QUALITY INN
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Bild links:
Auch dieses Bild wurde am Morgen des 26. März 2016 aufgenommen. Thomas ist gerade dabei, die Koffer zum Auto zu schleppen. Am Abend zuvor sind wir gegen 19:30 Uhr am Hotel angekommen. Carola und Thomas haben nach zwei »freien« Zimmern gefragt, wobei sie darauf geachtet haben, nicht nach »free rooms« zu fragen. Das würde nämlich so verstanden werden, als ob man eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit suchen würde. Auf jeden Fall haben wir zwei schöne, große und saubere Zimmer im 1. Stock erhalten.
 
Nebenbei bemerkt ist es hier in Grayson zu dieser späten Tageszeit im Vergleich zu New York City noch hell, weil wir in Richtung Westen unterwegs sind und sich die tägliche obere Kulmination der Sonne - so ist das auch in den USA - in diese Richtung verschiebt.

in Grayson: das »SUBWAY«
in Grayson: das SUBWAY

Bild rechts:

Mein erster Englisch-Reinfall in den USA

Nach dem Einräumen unserer Zimmer und dem Test der sauberen Sanitärabteilungen treffen wir uns und beraten, in welches der hier in großer Anzahl vorhandenen Restaurants wir gehen wollen. Unsere Wahl fällt auf das schräg gegenüber unseres Hotels vorzufindende SUBWAY.  Wir treten ein, studieren das Angebot und bestellen. Bei Angelika, Carola und Thomas geht die Bestellung in Ordnung und sie erhalten das, was sie gewollt haben. Ich habe aber einen Sonderwunsch und will wohl zur Verbesserung meiner Englischkenntnisse selbst ordern, vergesse dabei aber, dass hier in KENTUCKY mein Oxford-Englisch mit bayrischem Durchschlag nicht so ganz verstanden werden kann. Bei den freundlichen Ladies bestelle ich einen Tuna Salad  (Salat mit Thunfisch) mit hot spiced buffalo sauce  (scharf gewürzter Büffel-Soße - na, hoffentlich habe ich das richtig übersetzt!) und dazu einen 21 oz fountain drink  (½ Liter Getränk aus dem Automaten nach freier Auswahl, z.B. Cola, Fanta, Sprite usw.). Zusätzlich möchte ich noch die Hälfte eines der dort angebotenen großen Brotlaibe, ohne jeglichen Belag. Das geht aber nicht, weil es im SUBWAY  eben nur das zu geben hat, was es gibt. Jetzt reden die drei Ladies vom Service alle gleichzeitig auf mich ein, sodass ich noch weniger verstehe als ohnehin schon. Nachdem sie das mit dem halben Brot nicht kapieren oder kapieren wollen, stimme ich (jetzt wird es juristisch) der Herausgabe eines ganzen Brotes zu und erhalte selbiges, aber reichlich belegt mit Stücken gebratener Truthahnbrust, alles schön vermatscht mit welkem Salat und irgendeiner Soße. Jetzt muss ich zu meinem bereits bestellten Thunfischsalat auch noch diesen Riesen-Burger verdrücken. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber ich denke mal, jemand hat mir dabei geholfen. Die dafür zu bezahlenden US$ 13,00 sind gut angelegt. Übrigens wurde auch dieses Bild - wie alle Bilder von Grayson - am Morgen des nächsten Tages aufgenommen.

in Grayson: Hotel »QUALITY INN« - Westflügel
in Grayson: Hotel QUALITY INN - Westflügel
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Samstag, 26. März 2016


Bild links:

Die Geschichte mit den zwei Toastern

Zum gestern vereinbarten Zeitpunkt finden wir uns im geräumigen, hellen und sauberen Frühstücksraum des Hotels ein. Das Angebot ist amerikanisch übersichtlich, aber es ist bei weitem nicht das schlechteste auf unserer Reise. Es stehen zwei Toaster bereit, wovon im einen schon zwei Scheiben Toastbrot stecken. Also wähle ich den anderen Toaster, aber, meine Brotscheiben wollen keine Farbe annehmen. Ich halte meine Hand über das Gerät, fühle dabei keine aufsteigende Hitze und wende mich an den Portier, der uns gestern Abend die Zimmer zugewiesen hat und jetzt im Frühstücksraum Dienst tut. Er fragt mich (so ungefähr): You used the second one at the same time?  (deutsch: Haben Sie zwei Toaster gleichzeitig benutzt?). Ich bejahe und er erklärt mir, das Problem sei ihm schon seit Jahren bekannt. Diese verdammten Toaster würden immer wieder die Sicherung zum Ausschalten bringen, wenn alle zwei Geräte gleichzeitig betrieben würden. Der freundliche, aber sichtlich müde Portier geht in einen Seitenraum, schaltet die Sicherung ein und verabschiedet sich von uns, denn das war die letzte Handlung seiner anstrengenden Nachtschicht. Dann sind die Scheiben im ersten Toaster gebräunt und ich kann den zweiten Toaster verwenden. Nur angenommen, wir würden in einigen Jahren wieder in diesem Hotel nächtigen und getoastetes Brot haben wollen: Wäre dann eine stärker dimensionierte elektrische Leitung zum Frühstücksraum verlegt oder wäre die Anzahl der zur Verfügung gestellten Toaster um 50 Prozent reduziert? An die erste Lösungsalternative mag ich nicht so recht glauben.

in Grayson: bei der Tankstelle
in Grayson: bei der Tankstelle
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Bild rechts:
Damit hier nicht der Eindruck entsteht, in Grayson (KY) sei der Hund begraben, zeige ich dieses Bild vom prallen Leben in der Umgebung der Tankstelle. Natürlich habe ich mit der Abgeschiedenheit dieses Städtchens etwas übertrieben. Unser Hotel liegt nämlich nördlich der I-64 und das Ortszentrum befindet sich südlich davon.

Da werde ich wohl auch nie hinkommen...

Eine nette Geschichte sollte noch erzählt werden: Nachdem der junge Mann, der seine Nachtschicht gerade beendet hat, in sein Auto gestiegen und davongefahren ist, betritt eine Dame mittleren Alters den Frühstücksraum und kommt mit uns ins Gespräch. Sie mache die Tagschicht, sagt sie und fragt, wo wir herkommen. Aus Deutschland (Germany  natürlich), antworte ich und zähle die Orte, Sehenswürdigkeiten und Bundesstaaten in den USA auf, wo wir bereits waren und wo wir noch hinwollen, also New York, Washington D.C., Skyline Drive, St. Louis, Kansas City, Dodge City, COLORADO, UTAH, ARIZONA, Grand Canyon, Las Vegas, Death Valley, Sequoia National Park, Yosemite National Park, San Francisco, Pacific Coast Highway  und Los Angeles.  Dass wir von dort noch weiter bis nach Dana Point  wollen, verschweige ich ihr, denn die nette Dame weiß bestimmt nicht, wo dieser Ort ist. Bei jedem Ort, den ich aufzähle, staunt sie etwas mehr, uns dabei bewundernd und ihr Gesichtsausdruck verändert sich indessen immer mehr hin zur Enttäuschung. Ins Deutsche übersetzt seufzt sie so etwas wie: »An diesen Plätzen war ich noch nie in meinem Leben und da werde ich wohl auch nie hinkommen«. Schade, wir hätten es ihr gegönnt.

Darf's ein bisschen Werbung sein?

Bevor wir abreisen, nutze ich noch schnell das WLAN des Hotels, um meinem älteren Sohn Andreas, der in seiner Münchener Software-Firma und auch aus anderen Gründen unabkömmlich ist, die aktuellen Reise- und Wetterdaten per SMS zu senden. Vielleicht ist meiner Leserschaft schon aufgefallen, dass ich in meinen Bericht nur ungern Links zu anderen Internetseiten einbaue. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Aber im Fall meines Sohnes Andreas will ich doch einmal eine Ausnahme machen und ein wenig Werbung betreiben. Falls Interesse an der von seiner als Mitgesellschafter gegründeten Firma und insbesondere an den entwickelten Softwarelösungen, wie zum Beispiel »ASTRAS«, besteht, kann ein Blick auf diese Firmen-Sites helfen, wie die Produktivität entlang des gesamten Beschaffungsprozesses erhöht und damit Prozess- und Einstandskosten im Einkauf gesenkt werden können. »ASTRAS« ist das ideale integrierte Lieferantenportal und Ausschreibungssystem, das den höchsten Anforderungen gerecht wird. Im Anschluss an diesen Absatz steht der Link zur Firma ALLOCATION NETWORK  (es öffnet sich ein neues Fenster!):
Distanzen, Benzinverbrauch, Zeiten
Distanzen (1 US-Meile = ~1.609 km)Meilen
Distanz aller bisherigen Teilstrecken306
North Laurel (MD) bis Gainesville, VIRGINIA (VA)~58
Gainesville (VA) bis Front Royal (VA) - Beginn des Skyline Drive~42
Front Royal (VA) bis Afton / Waynesboro (VA) - Ende des Skyline Drive~105
Afton / Waynesboro (VA) bis Low Moor (VA)~80
Low Moor (VA) bis Grayson, KENTUCKY (KY)~227
Gesamtdistanz (Summe aller bisherigen Teilstrecken)818
Tanken (1 US-Gallone = ~3,79 Liter)US Gallonen
Gainesville (VA)10,2
Low Moor (VA)13,6
ZeitenZeit
Abfahrtszeit in North Laurel~08:50 Uhr
Ankunftszeit in Grayson (KY)~19:40 Uhr
Fahrzeit heute (25.03.2016)10 Std. 50 Min.


Im nächsten Berichtsteil geht's weiter.