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USA-Reise im März/April 2016

Berichtsteil 8


Samstag, 26. März 2016


Heutiges Tagesziel: Boonville, MISSOURI (MO)

Im vorhergehenden Berichtsteil wurde der Ort Grayson,  das Hotel, das Personal und das Frühstücksangebot ja ausreichend beschrieben. Es gibt nichts mehr zu sagen. Wie man auf den heute am frühen Morgen aufgenommenen und in den Berichtsteil 7 eingebauten Bildern sehen kann, ist der blaue Himmel wolkenlos. Dafür ist es mit 35° Fahrenheit (= 1,7° Celsius) nicht gerade warm. Wir setzen uns ins Auto, schalten die Heizung etwas höher und Thomas legt um 08:25 Uhr ab, wie ich mich in meinen Berichten zu den Segeltörns immer ausdrücke.

09:15 Uhr: auf der I-64 W, ca. 6 Meilen vor der Ausfahrt »Mt Sterling«
6 Meilen vor der Ausfahrt Mt Sterling
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Bild links:
Um 09:15 befinden wir uns immer noch auf der I-64 W, ungefähr 6 Meilen vor Mt Sterling (Ausfahrt Nr. 113) und erreichen jetzt gleich den Montgomery County (KY).  Für deutsche Verhältnisse ist die Interstate so gut wie leer.

09:16 Uhr: Weidevieh neben der I-64 W kurz vor »Mt Sterling«
Weidevieh neben der I-64 W
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Nächstes Bild links:
09:16 Uhr: Weidevieh neben der I-64 W kurz vor »Mt Sterling«. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich betrüge hier nicht mit meinen Fotos, das heißt, ich zeige sie nicht doppelt. Die Landschaft auf diesem Foto sieht zwar so ähnlich aus wie die etwa 21 Meilen nach Low Moor  an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten VIRGINIA und WEST VIRGINIA (siehe Berichtsteil 7), aber hier in KENTUCKY ist das Gras doch etwas grüner. Was aber auf beiden Bildern gleich ist, ist die Unschärfe, denn es wurde wieder einmal aus dem fahrenden Auto heraus geknippst. Ich werde ab jetzt versuchen, diesen Hinweis bei verwackelten Bildern nicht mehr zu bringen. Wir können für Landschaftsbilder nicht jedesmal stehenbleiben, denn dann wären wir jetzt (im November 2016) noch in den USA unterwegs oder vom Sheriff eingeknastet. Das Stehenbleiben auf dem Seitenstreifen der Interstates wird ohne trifftigen Grund nämlich von den dortigen Gesetzeshütern nicht gern gesehen.
 
10:05 Uhr: 1 Meile bis zum Exit 58 an der I-64 W
noch 1 Meile bis zum Exit 58

Bild rechts:
Wir passieren Winchester (KY)  und dann wird der Stadtkern von Lexington (KY)  auf der I-64 W umfahren. Es wird zeit für eine Rast. Um 10:05 Uhr sehen wir dieses Schild mit den für uns Europäer vertrauten Ortsnamen wie Versailles  und Frankfort.  Bis zum Exit Nr. 58 an der I-64 W ist es noch eine Meile. Im Vergleich zu heute Morgen ist es jetzt schön warm, auch, wenn es auf diesem Bild nicht danach aussieht.

10:55 Uhr: Rast am Walmart-Parkplatz in Frankfort (KY)
Rast am Walmart-Parkplatz in Frankfort (KY)


Bild links:
Beim walmart market  in Frankfort,  der Hauptstadt des US-Bundesstaates KENTUCKY, kaufen Angelika und ich Obst, Kuchen, Mineralwasser, Shampoo, Küchentücher und noch ein paar andere Dinge für etwas über US$ 35,00. Auf der Rechnung ist die Uhrzeit »10:47« aufgedruckt. Thomas und Carola versorgen sich ebenfalls gut mit Lebensmitteln und Getränken. Das Einkaufen in amerikanischen Supermärkten ist einfach toll. Es gibt unendlich viel Platz und daher auch wenig Gedränge. Das Warenangebot ist riesig, aber trotzdem ist alles sehr übersichtlich in den Regalen platziert und alles ist extrem sauber. Meist gibt es an den Kassen einen Service zum Verpacken der eingekauften Sachen in umweltfreundliche Papiertüten. Die Kassenkraft beginnt mit dem Eintippen der vom nächsten Kunden gekauften Artikel erst dann, wenn die Sachen des Kunden davor vom Ablagefach weggeräumt sind. Wie auf dem Bild vielleicht zu sehen ist, müssen wir einen Teil der soeben gekauften Ware in unseren Mägen verstauen, weil im Auto kein Platz mehr dafür ist. Auch der Tank unseres Autos wird für US$ 25,00 mit 12,8 US gl befüllt. Auf dem Tachometer stehen 962 Meilen.

11:26 Uhr: Ausfahrt Nr. 35 »Shelbyville« an der I-64 W
I-64 W: Ausfahrt Nr. 35 »Shelbyville«

Bild rechts:
Für einen langen Aufenthalt in Frankfort (KY)  am Kentucky River  bleibt keine Zeit. Um 11:26 Uhr passieren wir auf der I-64 W den 18 Meilen von Frankfort (KY)  entfernten Ort Shelbyville, KY.

11:46 Uhr: Exit 12 »Louisville (KY)« an der I-64 W
I-64 W: Exit 12 Louisville (KY)
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Bild links:
Wir nähern uns wieder dem Ohio River,  an dem wir gestern bei Huntington (WV)  schon dicht vorbeigefahren sind. Der Fluss macht ab dort eine große Schleife bis hinauf nach Cincinnati (OHIO)  und fließt dann wieder in eine südwestliche Richtung. Um 11:46 Uhr mache ich dieses Foto. Wir bleiben hier auf der I-64 W, fahren quer durch das Stadtgebiet von Louisville  und bleiben dabei im US-Bundesstaat KENTUCKY (KY).

11:53 Uhr: auf der I-64 W - Silhouette von »Louisville«
I-64 W: Silhouette von Louisville (KY)
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Bild rechts:
Wegen der vielen Baustellen ist die Fahrt sehr ruckelig. Dabei ein brauchbares Foto zu machen, erweist sich als unmöglich. Trotzdem zeige ich dieses auf der I-64 W um 11:53 Uhr aufgenommene Bild von Louisville's  Skyline. Am nordwestlichen Stadtrand werden wir den Ohio River  auf der Sherman Minton Bridge  überqueren und dann im Gebiet des US-Bundesstaates INDIANA (IN) sein.
 
12:00 Uhr: »Sherman Minton Bridge« über den »Ohio River« in »Louisville (KY)«
I-64 W: Brücke Louisville (KY)
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Bild links:
In Louisville  gibt es an der I-64 W zahlreiche Baustellen mit Umleitungen und Thomas muss sich konzentrieren, damit er auf der richtigen Spur bleibt. In solchen Fällen hilft ein Navi wenig, doch er schafft es, ohne sich zu verfahren. Punkt 12:00 Uhr fahren wir auf der Sherman Minton Bridge  über den Ohio River  vom US-Bundesstaat KENTUCKY hinüber nach INDIANA (IN).

um 12:00 Uhr auf der »Sherman Minton Bridge«: INDIANA begrüßt uns
»Sherman Minton Bridge«: INDIANA, wir kommen
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Bild rechts:
An der Westrampe der Sherman Minton Bridge werden wir von einem Schild mit der Aufschrift Welcome TO INDIANA begrüßt. Wir sind froh, dass wir Louisville  hinter uns haben, denn die Durchquerung dieser Stadt hat uns wesentlich mehr Zeit gekostet, als eingeplant. Let's go on to the west.

12:22 Uhr: auf der I-64 W im »Harrison-Crawford State Forest«
I-64 W: im Harrison-Crawford State Forest
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Bild links:
25½ Meilen nach der US-Bundesstaatengrenze KENTUCKY / INDIANA führt die I-64 W durch den nördlichsten Teil des Harrison-Crawford State Forest.  Hier entsteht um 12:22 Uhr dieses Foto. Am Westrand dieses Parks verläuft die I-64 W noch einmal nah am Ohio River,  der dann in einer engen Schleife beim Ort Leavenworth  seinen Lauf in Richtung Südwesten sucht, um beim Ort Cairo  im US-Bundesstaat ILLINOIS (IL) in den Mississippi River  zu münden.

Schild an der I-64 W: »Amish-Style Cooking«
Schild an der I-64 W: Amish-Style Cooking


Bild rechts:
In ihrem weiteren Verlauf nach Westen durchquert die I-64 W den Hoosier National Forest.  Ab hier werden wir des öfteren auf neben der Interstate stehenden großen Schildern auf Amish-Style Cooking  aufmerksam gemacht, z.B. auf das Angebot des mitten in diesem Forst gelegenen Restaurants der Familie SCHWARTZ. Die Angehörigen der auf deutsch »Amischen« genannten Glaubensgemeinschaft leben in Gemeinschaft und Abgeschiedenheit nach streng vorgegebenen Geschlechterrollen. Ich war neugierig, wie sich die Küche der Amischen von der der übrigen Landesküche unterscheidet und habe einmal einen Blick auf die Speisekarte (englisch: menu) dieses Restaurants geworfen. Wer sich ebenfalls für die Menüfolge nach Amish-Style interessiert, ist eingeladen, sich einmal die Karte der Familie SCHWARTZ unter »www.schwartzrestaurant.com/menu.asp« zu Gemüte zu führen. Bitte nicht wundern, wenn auf der bebilderten Karte solche Sachen wie Cheese Burger, Chicken Fries, Lasagne, Salzburger Steak, Cola und Sprite auftauchen. Wir sind halt in den USA und da müssen die Amischen eben das anbieten, was von der Kundschaft verlangt wird.

12:45 Uhr: Rast an der IN 62 von St Croix nach Sulphur
Mittagspause im Harrison-Crawford State Forest
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Bild links:
Es ist wieder einmal Zeit für eine Pause. An der Ausfahrt Nr. 79 verlassen wir die I-64 W und fahren über den kleinen Ort St Croix  auf der IN (INDIANA) Road 62 E im Harrison-Crawford State Forest  ostwärts in Richtung Sulphur. An einer geeigneten Stelle im Wald sorgen wir für unser leibliches Wohl. Nebenbei mache ich um 12:45 Uhr dieses Bild von der IN 62 E gleich bei unserem Rastplatz, wo wir - nachdem wir gegessen und getrunken haben - nur ein paar Meter entfernt ein gruseliges Tierskelett entdecken.
 
13:15 Uhr: Werbeschild »Schnitzelbank« an der I-64 W
an der I-64 W: Werbeschild »Schnitzelbank«
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Bild rechts:
Die Gegend hier scheint von deutschen Auswanderern bevorzugt zu sein. Die Amischen stammen ja auch aus dem südwestdeutschen Raum und zu diesem Werbeschild brauche ich wohl nicht viel zu schreiben. Das Bild wurde um 13:15 Uhr an der I-64 W gemacht und zum Exit 63 North ist es nicht mehr weit. Von dieser Ausfahrt ginge es dann über den Ort mit dem typisch amerikanischen Namen Ferdinand  nach Jasper (IN).  Wir ersparen uns die Fahrt dorthin, aber die Internetseite dieses Restaurant-Hotels ist sehenswert. Wer nachschauen möchte, hier ist der URL: »www.schnitzelbank.com«. 4,3 Meilen westlich des beim vorigen Bild erwähnten Ortes St Croix  gibt es noch ein besonderes, im deutsch-schweizerischen Stil (wer kann mir sagen, was das ist?) geführtes Weinlokal namens Winzerwald Winery.  Die Internetseite »www.winzerwaldwinery.com« ist reif für eine Preisverleihung.
Auf der Weiterfahrt passieren wir die Ausfahrt 29 B North um 13:50 Uhr. Hier ginge es auf der I-69 N hinauf nach Indianapolis (IN).  5,4 Meilen weiter könnten wir auf der US Road Nr. 41 in Richtung Nord nach »Haubstadt« fahren und in Richtung Süd nach »Darmstadt«. Alles deutsch hier!

14:15 Uhr: eingestürzte Brücke über den »Wabash River« an der I-64 W
eingestürzte Brücke über den Wabash River
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Bild links:
Aber lassen wir das Spekulieren um die Gründe für die Wohnsitznahme deutscher Siedler hier in dieser Gegend. 25 Minuten später sehen wir am Wabash River  eine Art »Brücke von Avignon«. In der Flussmitte verläuft die Grenze zwischen den US-Bundesstaaten INDIANA (IN) und ILLINOIS (IL). In IL gilt die Zeitzone MEZ minus 7 Stunden. Irgendwie ist mir noch eine Schlacht am Wabash River  in Erinnerung. Aber, da diese Schlacht bereits im November 1791 zwischen Indianerstämmen und einer US-Streitmacht geführt wurde, dürfte die Zerstörung dieser Brücke wohl andere Ursachen haben. Außerdem war der Austragungsort dieser Schlacht - wie ich zuhause recherchiert habe - etwa 280 Meilen weiter nordöstlich von hier. Doch zurück zur Wirklichkeit: Diese Eisenbahnbrücke wurde infolge eines gewaltigen Hochwassers im Januar 2005 zerstört.

15:02 Uhr: Pferdetransporter am Rastplatz »Goshen Road REST AREA« an der I-64 W
am Rastplatz Goshen Road REST AREA
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Bild rechts:
Vom langen Sitzen schmerzt es jeden von uns an den verschiedensten Stellen. Gegen 15:00 Uhr nehmen wir uns Zeit für eine Rast. 45 Meilen westlich des Wabash River  geht es an dem vom Illinois Department of Transportation  unterhaltenen Rastplatz Goshen Road Rest Stop Westbound runter von der I-64 W. Nicht nur dieser überlange Pferdetransporter ist eine Erwähnung wert, sondern auch die Ausstattung des rest rooms  (in den USA gilt es als unschicklich, das Wort »Toilette« zu benutzen, obwohl jedem sofort klar ist, was ich zu tun gedenke, wenn ich mich nach dem rest room  oder dem bath room  erkundige). Also, bei den Männertoiletten sind nur Flügeltüren nach der Art eines »Western Saloon« angebracht. Die Schwingtürchen reichen auch bei mittelgroßen Menschen nur vom Knie bis etwas über den Nabel, alles andere ist von außen frei einsehbar. Da wägt man schon einmal gründlich ab, bevor man auf der Toilettenschüssel Platz nimmt.

16:00 Uhr: Landschaft bei »Mascoutha / Lebanon« an der I-64 W
Landschaft bei Mascoutha / Lebanon
Bild links:
Südlich der im Jefferson County  im US-Bundesstaat ILLINOIS  gelegenen Kleinstadt Mount Vernon  trifft »unsere« I-64 W auf die 381 Meilen lange, von Miner (MO)  bis hinauf nach Chicago (IL)  führende I-57. Bis in den Bereich im Nordwesten von Mount Vernon  hat die Interstate die Doppel-Nummerierung I-64 / I-57. An der Gabelung der I-64 / I 57 führt die I-64 wieder in eine westliche Richtung. Von hier bis zur Brücke über den Mississippi River  in St Louis (MO)  sind es noch etwas über 73 Meilen. Um 16:01 Uhr fahren wir am Schild EXIT 23 - Mascoutah / Lebanon - 1 MILE  vorbei und haben bis zum Mississippi River  noch eine Strecke von 22,7 Meilen vor uns. Die Landschaft hier gibt nicht viel mehr her, als auf dem Bild gezeigt und animiert nicht zu einer Bildvergrößerung.
 
16:19 Uhr: Schilderbrücke über die I-64 W vor »St Louis«
auf der I-64 W vor St Louis - EXIT 4B
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Bild rechts:
Um etwa 20 Minuten nach 16:00 Uhr passieren wir beim EXIT 4B diese Schilderbrücke über die I-64 W und sehen im Dunst schon die Silhouette von St Louis (MO).

16:23 Uhr: Silhouette von »St Louis« mit dem »Gateway Arch«
Silhouette von St Louis  mit dem Gateway Arch
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Bild links:
Am Straßenkreuz in East St Louis  ist die Fahrt auf der I-64 W, die wir nun schon seit Afton / Waynesboro am südlichen Endpunkt des Skyline Drive  im US-Bundesstaat VIRGINIA befahren und darauf ungefähr 725 Meilen zurückgelegt haben, zu Ende. Die I-64 W verläuft ab jetzt mehr südlich von Ost nach West durch St Louis,  trifft erst bei Wentzville (MO)  wieder auf die I-70 und endet - soweit ich das überblicke - dort. Nun ginge es eigentlich auf der I-70 W weiter, aber die Stan Musial Veterans Memorial Bridge  über den Mississippi River  ist wegen Bauarbeiten gesperrt. So werden wir über die Dr Martin Luther King Bridge über diesen Fluss geleitet, von dem ich schon in meiner Kindheit beim Lesen der von Mark Twain  auf so faszinierende Weise niedergeschriebenen Geschichten geträumt habe. Vielleicht hat diese kurze Umleitung aber auch den Vorteil, dass ich den 192 Meter hohen, der Öffentlichkeit zugänglichen Torbogen Gateway Arch besser auf das Foto bekommen habe. Dieser Torbogen ist ein Bestandteil der dem dritten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewidmeten Gedenkstätte Jefferson National Expansion Memorial. Thomas Jefferson  leitete im Jahr 1803 den Kauf des heutigen US-Bundesstaates LOUISIANA für die Summe von 15 Millionen US-Dollar von der damaligen Eigentümerin dieser Flächen, dem Land Frankreich, maßgeblich in die Wege. Durch diesen Hinzuerwerb wurden die Fläche der USA auf das Doppelte vergrößert und die Voraussetzungen für Expeditionen in den Westen geschaffen, die dann auch die Grundlage für die Ausbreitung der USA bis hin zur Küste am Pazifischen Ozean waren.

16:23 Uhr: die »Stan Musial Veterans Memorial Bridge«
die Stan Musial Veterans Memorial Bridge
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Bild rechts:
Auf der Stan Musial Veterans Memorial Bridge  wird der Verkehr auf der I-70 über den Mississippi River  geleitet. Sie ist eine Schrägseilbrücke und eher unter dem Namen New Mississippi River Bridge  bekannt. Die Stahlseile der 2.803 Meter langen Brücke werden über zwei A-förmige, 133 Meter hohe Pylonen gespannt. Es wurde diskutiert, für das Befahren der Brücke eine Maut erheben zu lassen, aber die Vertreter LOUISIANA's im US-Kongress konnten sich mit ihrer Forderung nach einem freien Befahren der I-70 durchsetzen. Übrigens verläuft in der Flussmitte die Grenze zwischen ILLINOIS (IL) und MISSOURI (MO).

16:45 Uhr: Brücke über den »Missouri River« auf der I-70 W«
auf der I-70 W: Brücke über den Missouri River



Bild links:
Von der östlichen Stadtgrenze St Louis'  an der Dr Martin Luther King Bridge bis hierher zum Missouri River  sind es etwas mehr als 20 Meilen und die Fahrt dauert ca. 20 Minuten.

16:45 Uhr: »Missouri River« auf der I-70 W«
auf der I-70 W: Missouri River


Bild rechts:
16:45 Uhr: Überquerung des Missouri River  auf der I-70 W. Der Missouri River  fließt hier nach Nordosten, macht bei der Pelican Island Natural Area  nördlich von St Louis  eine enge Schleife, ändert seinen Lauf dann nach Südost und mündet kurz danach in den Mississippi River.  Bessere Bilder gibt es leider nicht. Nicht weit nach dem Missouri River  befüllen wir für US$ 30,00 den Tank unseres CHRYSLER Town & Country  und erhalten dafür nur 14,6 US gl, weil wir versehentlich Benzin mit 89 Oktan (der Motor braucht nur 87 Oktan) bestellt haben. Der Meilenstand von 1.308 muss den Namen des Orts, den ich mir leider nicht notiert habe, ersetzen.
 
17:59 Uhr: auf der I-70 W beim »Graham Cave State Park«
I-70 W beim Graham Cave State Park
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Bild links:
Es geht immer weiter westwärts auf der I-70 W. Standpunkt um 16:53 Uhr: Mid Rivers Mall / Saint Peters - EXIT 222;  Standpunkt um 17:52 Uhr: New Florence / Hermann - EXIT 175.  Um 17:59 Uhr liegt kurz nach dem Ort Danville - EXIT 170  und einer riesengroßen Truck Parking Area  dieses relativ tief eingeschnittene Tal vor uns. Die Fahrer von LKW werden auf mehreren Schildern vor einem starken Gefälle gewarnt. Gewarnt werden aber auch alle Verkehrsteilnehmer und zwar mit einem Schild, das folgende Aufschrift enthält: Hit a Worker - $10,000 Fine - Lose Your License  (auf deutsch: »Falls du einen Arbeiter anfährst, zahlst du eine Strafe in Höhe von US$ 10.000. Außerdem verlierst du deinen Führerschein«). Man stelle sich einmal den Aufschrei bei uns in Deutschland vor, den so ein Schild verursachen würde! Wir sehen keinen Straßenarbeiter, den wir anfahren könnten und gleiten mit der zulässigen Geschwindigkeit diesen Berg beim Graham Cave State Park  hinunter und unserem geplanten Tagesziel Boonville (MO) - EXIT 103  entgegen. Bis dahin sind es laut unserem Navi noch 66 Meilen und eine Fahrzeit von 58 Minuten. Wir hätten nämlich gern bei unserer morgigen Weiterreise die Stadt Columbia (MO)  schon hinter uns.

18:41 Uhr: auf der I-70: »Fayette - EXIT 121«
auf der I-70 W: Fayette - EXIT 121
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Bild rechts:
Wir passieren auf der I-70 W die Ausfahrt Nr. 121 Fayette - EXIT 121.  Jetzt - um 18:41 Uhr - ist es nicht mehr weit bis Boonville (MO).

18:47 Uhr: 11 Meilen westlich von »Columbia (MO)« geht es wieder über den »Missouri River«
Missouri River - 11 Meilen westl. von Columbia


Bild links:
Um 18:47 Uhr, 11 Meilen westlich von Columbia (MO),  überqueren wir auf der I-70 W wieder den Missouri River,  über den wir etwa zwei Stunden zuvor bei St Louis  gefahren sind. Gleich in der Nähe (auf dem Bild links) besitzt die Anheuser-Busch Brewing Company  die größte Zuchtanlage für die Budweiser Clydesdales-Pferde. Etwas mehr dazu steht weiter unten bei »Geschichte von Boonville (MO)«.

19:03 Uhr: in Boonville (MO) vor der »Boonslick Bridge«
in Boonville  vor der Boonslick Bridge
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Bild rechts:
Kurz vor 19:00 Uhr verlassen wir die I-70 W und fahren in den Ort Boonville (MO).  Da es hier den zuhause in München angestellten Recherchen zufolge mehrere Unterkunftsmöglichkeiten gibt, fahren wir zuerst einmal durch die »Stadt« und sehen uns um. Vor der über den Missouri River  führenden Boonslick Bridge,  am Hotel Frederick,  wendet Thomas, da wir auf kein augenscheinlich besseres Hotel als das Days Inn Boonville  am südlichen Ortsrand mit der Adresse »2401 Pioneer Drive, MO 65233, U.S.A« stoßen.

Geschichte von Boonville (MO)

Die Gemeinde wurde während des amerikanischen Bürgerkriegs hart umkämpft. Erwähnenswert sind die 1. Schlacht von Boonville am 17. Juni 1861, welche der Union zur Kontrolle über den Missouri River  verhalf und die 2. Schlacht von Boonville am 13. September 1861. Die Stadt war wegen ihrer Lage ein wichtiger Knotenpunkt an der Missouri Pacific Railroad,  eine der ersten Eisenbahnen in den Vereinigten Staaten westlich des Mississippi River.  Der Ort kann sich auch rühmen, das im Jahr 1848 erbaute und bis 1979 als solches genutzte Cooper County-Gefängnis besessen zu haben. Es war die am längsten als Gefängnis dienende Anstalt dieser Art in der Geschichte Missouris's. Auf der im Jahr 2008 eröffneten, gut 9 Meilen östlich von Boonville  gelegenen Warm Springs Ranch  besitzt die Anheuser-Busch Brewing Company  die größte Zuchtanlage für die ebenso schönen wie berühmten, besonders für Werbezwecke genutzten Budweiser Clydesdales-Pferde.
 
Stefan am Hotel »Days Inn Boonville«
Ankunft beim Days Inn Boonville


Bild links:
Wir bekommen zwei Zimmer im Days Inn Boonville,  tragen unsere Sachen hinauf in den 1. Stock und treffen uns zur vereinbarten Zeit unten an unserem Auto. Jetzt fahren wir noch einmal in Boonville's  Zentrum, wenn man das so sagen kann, denn zu Fuß wäre der Weg doch etwas zu weit, zumal sich bei uns allen bereits arger Hunger und Durst eingestellt haben.

21:21 Uhr: Boonville (MO): Carola und Stefan im Restaurant »PALACE«
Boonville:  im Restaurant PALACE
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Bild rechts:

LA VITA ITALIANO

An der Rezeption des Days Inn Boonville  erkundigen wir uns nach einem Restaurant hier in Boonville,  in dem man zwar gut, aber nicht zu teuer speisen kann und man empfiehlt uns das Restaurant mit dem Namen PALACE.  Wir erinnern uns, bei unserer »Stadtrundfahrt« vorhin daran vorbeigefahren zu sein, fahren dorthin und bekommen prompt gegenüber des Lokals einen freien Parkplatz. Da uns Hunger und Durst quälen, überqueren wir eilends die Main Street  (Hauptstraße) und betreten das Etablissement. Bis auf einen Tisch, der mit vier männlichen Jugendlichen besetzt ist, die - wie es den Anschein hat - schon längere Zeit mit dem Trinken von Bier aus Flaschen beschäftigt sind, sind alle anderen Plätze unbesetzt. Obwohl wir kein Schild mit der Aufschrift Wait to be seated sehen, wenden wir uns an den Manager und fragen nach vier freien Plätzen. Für einen kurzen Moment verstummen die Vier am Tisch schräg gegenüber, denn sie bemerken offenbar unseren ausländischen Akzent. Besucher aus weiter Ferne sind hier offensichtlich eine Rarität. Der (ich bezeichne ihn jetzt einmal etwas unhöflich als solchen) Wirt tritt an unseren Tisch heran und nimmt die Getränkebestellung auf. Gleich darauf wird jedem von uns eine menu  (Speisekarte) gereicht. Beim Blick in diese hinein bemerken wir sofort, dass etwas nicht stimmen kann. Wir haben an der Hotelrezeption nach einem Restaurant gefragt, in dem auch Steaks angeboten werden und da sieht es mit dieser amerikanisch-italienisch geprägten Speisekarte schlecht aus. Kurz beraten wir uns, ob wir, nachdem wir unsere Getränke zu uns genommen haben, ein anderes Restaurant aufsuchen sollen, doch wir bleiben schließlich sitzen und bestellen ins Deutsche übersetzt »Hähnchen nach italienischer Art«. Wie wir erst beim Hinausgehen bemerken, führt dieses Restaurant den Namenszusatz LA VITA ITALIANO  und getreu dem Sprichtwort nomen est omen  sollte unsere Bestellung dann auch passen. Die zum Hähnchen gereichten Nudeln haben wohl schon lange vorgekocht auf Kundschaft gewartet, sie sind mehr weich als al dente  und die von Carola und Thomas als Nachspeise georderten Kuchen hatten offenbar schon eine lange Reise aus Italien oder sonst woher hinter sich. Angelika und ich bezahlen mit den Getränken mit dem üblichen TIP  (Bedienungsgeld oder eben Trinkgeld) US$ 35,00 und das geht in Ordnung. Für Thomas und Carola fällt die Rechnung wegen ihrer - zum Teil nicht aufgegessenen - Kuchen etwas höher aus. Aber die gesamten Umstände dieses Restaurants mit dem Flair einer Bahnhofshalle entschädigen für das nicht so gut gelungene Abendessen, denn der Wirt und sein Gehilfe geben alles, was sie jemals im Hotel- oder Gaststättengewerbe gelernt haben. Beide sind sowohl bei der Getränke- und Essensbestellung als auch beim Servieren sehr aufgeregt und wollen alles so gut wie möglich hinkriegen. Ersichtlich erfreut, dass es ihnen gelungen ist, vier Personen auf einmal zu bedienen, werden wir nach dem Bezahlen vom Wirt und seinem Gehilfen zur Tür geleitet und auf's Höflichste verabschiedet.

um 21:43 Uhr in Boonville (MO): Angelika, Carola, Thomas und Stefan im Restaurant »PALACE«
wir vier im Restaurant PALACE
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Bild links:
Am Wirt (oder seinem Gehilfen?) ist nicht nur ein Künstler der Haute cuisine, sondern auch der Fotografie verloren gegangen. Kurz bevor wir aus dem Restaurant PALACE  hinausgeleitet werden, ergreift der Meister Thomas' iPhone und hält diesen wirklich netten, unvergesslichen Abend auf diesem Bild fest. Von links nach rechts sind zu sehen: Stefan, Carola, Thomas und Angelika.
 
22:06 Uhr: das richtige Restaurant »THE PALACE« in »Boonville (MO)«
das richtige THE PALACE
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Bild rechts:

Das richtige THE PALACE

Als wir das Restaurant verlassen und zu unserem an der Straßenseite gegenüber geparkten Auto gehen wollen, schimmert nur ein paar Meter weiter entfernt in Richtung des Missouri River  an der Main Street  ein Reklameschild. Thomas, der sich nicht wie ich mit der Sehkraft eines halb erblindeten Adlers begnügen muss, meint, auf diesem Schild stehe so etwas Ähnliches wie PALACE  und wir gehen hin, um nachzusehen. Tatsächlich stehen wir vor dem Restaurant THE PALACE,  welches uns von der Hotelrezeption empfohlen wurde. Ein Blick auf die neben der Eingangstür aufgehängte Speisekarte bestätigt unseren Verdacht, denn es gibt eine Reihe von Gerichten mit Steaks. Wir haben es doch tatsächlich geschafft, in dem übersichtlich kleinen Boonville (MO)  das falsche Restaurant zu erwischen. Was der oftmals für unwichtig gehaltene Artikel THE  doch ausmachen kann. Wegen dieses kleinen Unterschieds haben wir das Lokal THE PALACE  aufgesucht und eben nicht das PALACE.  Zur besseren Unterscheidung hat unser lieber Wirt vom PALACE  wohl den Namenszusatz LA VITA ITALIANO  an der Tür angebracht, aber das haben wir vor Hunger und Durst ja übersehen und erkennen erst jetzt den wahren Grund für diesen Hinweis.

Es ist spät geworden und wir sind müde, es war ja wieder einmal eine ordentlich lange Tagesetappe (siehe Tabelle am Schluss). Für einen Spaziergang im nächtlichen Boonville (MO)  hat niemand mehr Lust. Zurück in unserem Hotel lauschen wir bald an unseren Matratzen. Jetzt folgt noch ein Zusatz für unseren Fremdenführer von Washington D.C., der diesen Bericht nachverfolgt: Lieber Frank: »An der Matratze lauschen« kann der »Google translater« bestimmt nicht richtig übersetzen und es bedeutet, dass wir im Bett liegen und schlafen.

Karte: von »New York City« bis »Boonville (MO)«
Route: von New York City  bis Boonville (MO)
Karte groß (744 KB): Hier klicken

Die Karte links
zeigt die von New York City bis Boonville (MO) zurückgelegte Gesamtstrecke. Nach dem Routenplaner von OSRM  sind das 2.151 km, also 1.336,6 Meilen und das kommt im Vergleich mit der Meilenzahl in der unten gezeigten Tabelle so ungefähr hin, denn die Route wurde mit dem Planer nicht exakt nachgezeichnet und es kommen die Meilen in Washington D.C. und bei den Stopps hinzu, bei denen die Interstates verlassen wurden.


 
Distanzen, Benzinverbrauch, Zeiten
Distanzen (1 US-Meile = ~1.609 km)Meilen
Distanz aller bisherigen Teilstrecken818
Grayson (KY) bis Frankfort (KY)~121
Frankfort (KY) bis Louisville (KY) - Ohio River~55
Louisville (KY) bis zum Wabash River - Grenze IN / IL~129
Wabash River bis St Louis - Grenze IL / MO~132
St Louis (MO) bis Boonville (MO)~153
heutige Strecke von Grayson (KY) bis Boonville (MO)~590
Gesamtdistanz (Summe aller bisherigen Teilstrecken)1.408
Tanken (1 US-Gallone = ~3,79 Liter)US Gallonen
Frankfort (KY) - Tachometerstand: 962 Meilen12,8
an der I-70 W westlich von St Louis (MO) - Tachometerstand: 1.30814,6
ZeitenZeit
Abfahrtszeit in Grayson (KY)~08:25 Uhr
Ankunftszeit in Boonville (MO)~19:00 Uhr
Fahrzeit heute (26.03.2016)10 Std. 35 Min.


Im nächsten Berichtsteil geht's weiter.