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USA-Reise im März/April 2016

Berichtsteil 10


Montag, 28. März 2016


Sommerzeit in Deutschland

Gestern erfolgte in Zentraleuropa und damit auch in Deutschland wieder einmal die - in meinen Augen überflüssige - Zeitumstellung auf die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Da ich bei den Zeitangaben in diesem Bericht oft von den Aufnahmezeiten der Fotos ausgehe und dann eine Umrechnung auf die lokale Ortszeit mache, können sich natürlich leicht Fehler einschleichen. Ab jetzt erfolgt die Angabe einer Uhrzeit nach der betreffenden Zeitzone der USA und unter Berücksichtigung der Daylight Saving Time,  das ist das Äquivalent zu unserer Sommerzeit. Im Anwendungsgebiet der Mountain Standard Time (MDT),  also zum Beispiel hier in Walsenburg,  COLORADO, wird die Sommerzeit offiziell mit Mountain Daylight Saving Time  bezeichnet. Deshalb werde ich bei Zeitangaben die entsprechende Abkürzung MDT gebrauchen.

Bewertung des Anchor Motel, Walsenburg (CO)

Unser Zimmer (Angelikas und Stefans) hier im Anchor Motel,  1001 Main St, CO 81089, war zwar nicht so groß wie das im Days Inn Boonville,  aber es hat uns voll zufriedengestellt. Endlich einmal war der Boden mit sauberen, gut zu reinigenden Paneelen und nicht mit einem immer etwas unhygienischen Teppichboden ausgelegt. Den Knopf voll aufgedreht, trat aus dem Brausekopf der Dusche so viel Wasser aus, dass ein Vergleich mit den Niagarafällen nicht arg übertrieben wäre. Zwar wurde im Motel kein Frühstück angeboten, jedoch standen ein Kocher, Kaffee- und Teebeutel und Kekse bereit, womit man sich - ohne Aufpreis - ein kleines Frühstück selbst zubereiten konnte, was übrigens zumeist Standard in den USA ist. Auch ein TV-Gerät, ein Mikrowellenherd und ein Kühlschrank waren vorhanden. Leider haben wir nur eine unbelegte Steckdose (mit US-Norm) vorgefunden, alle anderen Steckdosen waren auch mit unseren von zuhause mitgebrachten Adaptern nicht zu nutzen. Gegen 06:30 Uhr (MDT) mache ich meine morgendlichen Reisenotizen, während Angelika die Reisekoffer packt. Es soll hier nicht der Eindruck entstehen, dass ich mich von der Arbeit drücken will, aber Frauen haben unbestritten das bessere System beim Einräumen!

06:37 Uhr (MDT): die Hauptstraße in »Walsenburg (CO)«
die Hauptstraße in Walsenburg (CO)
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Bild links:
Bevor die Reise weitergeht, setzt sich Thomas ins Auto, fährt zur Tankstelle nebenan und füllt für US$ 15,00 die Menge von 6,85 US gl in den Autotank. Währenddessen mache ich schnell noch ein paar Fotos, darunter dieses hier von Walsenburgs prächtiger Hauptstraße. Beim genauen Hinsehen erkennt man vielleicht die im gestrigen Bericht angesprochenen Schneereste.

06:39 Uhr (MDT): die »Portikus« des »VACANCY ANCHOR MOTEL«
die »Portikus« des VACANCY ANCHOR MOTEL
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Bild rechts:
Die »Portikus« des VACANCY ANCHOR MOTEL  in Walsenburg (CO)  ist natürlich nicht vergleichbar mit der eines griechischen Tempels, aber immerhin erfüllt sie ihren Zweck. Man kann das Reisegepäck trockenen Fußes und Hauptes vom Auto zum Zimmer - oder umgekehrt - befördern.
 
07:15 Uhr: Blick von der US-160 W zu den »Spanish Peaks«
Blick von der US-160 W zu den Spanish Peaks
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Bild links:

Heutiges Tagesziel:
Grand Canyon, ARIZONA

So gegen 07:00 Uhr (MDT) sitzen wir wieder im Auto und nehmen die US-160 W unter die Räder. Unser nächstes Ziel ist der 10.857 ft (3.309 m) hohe Wolf Creek Pass  in COLORADO (es gibt noch einen Pass gleichen Namens in UTAH). Trotz dieser Höhe soll die über diesen Pass führende US-160 die einfachste Verbindung mit dem Südwesten von COLORADO sein. 16 Meilen nach Walsenburg (CO)  fährt Thomas etwas langsamer, damit wir Fotos von den schneebedeckten Spanish Peaks  (spanischer Name = »HUAJATOLLA«; indianischer Name = »WAHATOYA«) machen können. Der indianische Name bedeutet »zwei Brüste« oder »Brüste der Erde«. Die 4.153 m (West Spanish Peak)  bzw. 3.866 m (East Spanish Peak)  hohen Berge befinden sich auf dem Gebiet des Huerfano County, COLORADO  und waren auf dem Santa Fe Trail ein wichtiger Orientierungspunkt, denn sie sind schon von weit entfernten Orten wie zum Beispiel Colorado Springs (CO - 214 km),  Alamosa (CO - 137 km)  und Raton (NM -105 km)  aus zu sehen.

07:15 Uhr: Blick von der US-160 W auf den »Mount Mestas«
Blick von der US-160 W auf den Mount Mestas
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Bild rechts:
Blick von der US-160 W auf die Pyramide des 3.527 m hohen Mount Mestas in den südöstlichen Sangre de Christo Mountains  (spanisch; deutsch = »Blut Christi Berge«), den südlichsten Ausläufern der Rocky Mountains.  Der Mount Mestas  trug bis zum Jahr 1949 den Namen La Veta Peak. Die US-160 W führt zunächst in einer nördlichen Richtung westlich dieses Bergers vorbei und dreht dann in einer engen Kurve am 2.869 m hohen North La Veta Pass  nach Südwesten.

07:35 Uhr (MDT): auf der US-160 W - Einfahrt in das »San Luis Valley«
auf der US-160 W: Einfahrt in das San Luis Valley


Bild links:
20 Minuten nachdem das Foto vom Mount Mestas entstand, kommen wir in das 196 km lange und 119 km breite Hochtal San Luis Valley.  Dieses Tal erstreckt sich mit einer mittleren Höhe von 2.300 m in Nord-Süd-Richtung zwischen den San Juan Mountains  im Westen und den Sangre de Christo Mountains  im Süden und gilt als das weltweit größte alpine Talbecken.

07:45 Uhr: die US-160 W gewinnt immer mehr an Höhe
die US-160 W gewinnt immer mehr an Höhe



Bild rechts:
Die US-160 W gewinnt immer mehr an Höhe. Bald geht es wieder etwas abwärts und dann werden wir in Fort Garland (CO)  sein.

07:48 Uhr: Blick von der US-160 W auf die »Sangre de Christo Mountains«
Blick auf die Sangre de Christo Mountains
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Bild links:
Von der US-160 W haben wir um 07:48 Uhr (MDT) und etwas mehr als 8 Meilen vor Fort Garland (CO)  einen tollen Blick aus Südwesten auf die Sangre de Christo Mountains  mit ihren markanten Erhebungen, dem Blanca Peak  (4.374 m), dem Ellingwood Point (4.282 m), dem Mount Lindsay  (4.282 m) und dem Little Bear Peak  (4.280 m).
 
07:57 Uhr (MDT): Schild »WELCOME TO FORT GARLAND«
WELCOME TO FORT GARLAND


Bild rechts:
Wenige Minuten vor 08:00 Uhr (MDT) treffen wir am »Tor zum San Luis Valley« ein, wie die Siedlung Fort Garland (CO)  auch genannt wird. Das Fort wurde im Jahr 1858 zum Schutz der sich hier niederlassenden Sieder aufgebaut und in Zusammenhang mit der Ausweisung eines Reservates für die hier angestammt lebenden Utes-Indianer im Jahr 1883 geschlossen.

07:56 Uhr: Blick von der US-160 W auf die »Sangre de Christo Mountains«
Thomas beim Tanken in Fort Garland (CO)
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Bild links:
Während Thomas für US$ 15,00 ein paar Liter (7,0 US gl) in den Tank unseres Autos füllt und sich vor Kälte die Hände reibt, vertrete ich mir die Beine und mache ein paar Fotos.

07:56 Uhr: Einkaufsverlockung in Fort Garland - »ANTIQUES - GIFTS«
ist was für uns dabei? - ANTIQUES - GIFTS
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Bild rechts:
Hier gäbe es Antiquitäten und andere Reiseandenken zu kaufen. Wir beraten kurz und kommen zu folgendem Ergebnis: Die in diesem shop  angebotenen und mit Recht als »antik« zu bezeichnenden Verkaufsartikel wurden bestimmt schon von früheren, zahlungskräftigen Kunden aufgekauft und das übrig Gebliebene, was jetzt als Antiquität angeboten wird, ist bestimmt nur eine Reprise. Eine alte Postkutsche stünde zwar auch zum Verkauf, aber unser Auto hat keine Anhängerkupplung. Was es sonst noch als Reiseandenken zu kaufen gäbe, liegt in unserer vorurteilsfreien Klassifikation wahrscheinlich irgendwo zwischen Kitsch und Unrat. Deshalb suchen wir diesen Kaufladen erst gar nicht auf.

08:05 Uhr: kurz nach Fort Garland - die »Sangre de Christo Mountains«
Sangre de Christo Mountains
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Bild links:
Nachdem einige der von mir in Fort Garland (CO)  gemachten Bilder aus fototechnischer Sicht zwar als »gut« bezeichnet werden können, jedoch keine besonderen Fotomotive beinhalten, zeige ich hier auch keines davon, sondern dieses, schon während unserer Weiterreise auf der US-160 W nach Alamosa (CO)  geschossene Foto von den aus dem San Luis Valley  hoch aufragenden Sangre de Christo Mountains.  Die felsige Pyramide im Hintergrund und rechts der Bildmitte müsste der Blanca Peak  (4.374 m) sein und bei der auf dem Bild höher aussehenden Spitze links davon und ebenfalls im Hintergrund dürfte es sich um den Ellingwood Point  (4.282 m) handeln. Ich mag mich da aber nicht festlegen.

08:08 Uhr (MDT): nach 1 Meile ginge es von der US-160 W rechts b zu den »Great Sand Dunes«
nach 1 Meile geht es zu den Great Sand Dunes


Bild rechts:
Etwas über 10 Meilen und 10 Minuten nach unserem Stopp in Fort Garland (CO)  ginge es von der US-160 W rechts ab zu einer Sehenswürdigkeit im nordöstlichen Teil des San Luis Valley,  dem Great Sand Dunes Natural Park & Preserve.  Die Sanddünen dort sind mit einer Höhe von etwa 230 m die höchsten Nordamerikas. Unser knapp bemessenes Zeitfenster lässt aber einen Besuch dieses Nationalparks nicht zu und deshalb fahren wir weiter in Richtung Alamosa (CO).
 
08:24 Uhr (MDT): Schneereste an der Main Street in »Alamosa (CO)«
auf der Main Street  in Alamosa (CO)
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Bild links:
Am Rand der Main Street  in Alamosa (CO)  bemerken wir vereinzelt Schneeschollen. Das stimmt uns nachdenklich, denn die durchschnittliche Höhe Alamosa's  beträgt knapp unter 2.300 Meter und der Scheitelpunkt des Wolf Creek Pass (CO),  über den wir jetzt bald fahren wollen, ist noch einmal über 1.000 Meter höher. In der Ferne können wir bereits die aus dem Rio Grande National Forest  im Norden und dem San Juan National Forest  im Süden aufragenden Berge erkennen und die sind allesamt mit Schnee bedeckt.

08:25 Uhr (MDT): Schilder US-285 South, US-160 West und US-285 North«
klare Beschilderung in Alamosa (CO)

Bild rechts:
Zwischen diesen beiden Nationalparks verläuft die US-160 W(est). Jetzt einen anderen Weg zu wählen, würde unsere gesamten Reiseplanungen gehörig durcheinander bringen, also geht es auf der US-160 W, die ab Alamosa (CO)  zugleich die Nummerierung US-285 N hat, weiter zu dem 16,7 Meilen entfernten Monte Vista (CO).

08:44 Uhr (MDT): auf der 1st Avenue in »Monte Vista (CO)«
auf der 1st Ave  in Monte Vista (CO)


Bild links:
Hier sind wir auf der 1st Ave  in Monte Vista (CO)  und bei einigen Häusern wird ein spanisch geprägter Baustil deutlich. Die US-160 W verläuft jetzt bis zu dem knapp 14 Meilen entfernten Ort Del Norte (CO)  nach Nordwesten, folgt dann dem Lauf des Rio Grande  bis South Fork (CO)  nach Westen und schwenkt ab dort nach Südwesten.

08:49 Uhr (MDT): Blick von de US-160 W auf den »Del Norte Peak«
Blick von der US-160 W auf den Del Norte Peak
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Bild rechts:
Südwestlich von Del Norte (CO)  erhebt sich der 3.775 m hohe, noch reichlich mit Schnee bedeckte Del Norte Peak.  Wir bleiben auf der US-160 W und Thomas steuert auf den nächsten Ort Del Norte (CO)  zu.

08:50 Uhr (MDT): Blick von der US-160 W auf den »Pool Table Mountain«
Blick auf den Pool Table Mountain
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Bild links:
Etwa 4½ Meilen nach dem westlichen Ortsende von Monte Vista (CO)  sehen wir in gerader Verlängerung der US-160 W wieder schneebedeckte Berge. Bei dem Foto habe ich stark »gezoomt« und deshalb ist es etwas milchig. Der breite Bergrücken links oberhalb der US-160 W ist der 3.724 Meter hohe Pool Table Mountain  am Ostrand des Rio Grande National Forest.  Zwischen diesem Berg und dem Ort Del Norte (CO)  fließt der Rio Grande.

08:59 Uhr (MDT): Blick von der US-160 W auf den »Indian Head (Rock)«
Blick auf den Indian Head (Rock)


Bild rechts:
Bei der Ausfahrt aus Del Norte (CO)  können wir einen Blick auf den Indian Head (Rock)  werfen. Allerdings sehen wir diesen nördlich des Rio Grande aufragenden Felsen von Süden und erkennen so nicht das typische Profil eines Indianerkopfes, der diesem Berg den Namen gibt. Dafür müsste man den Felsen von West nach Ost (oder auch umgekehrt?) betrachten.
 
09:04 Uhr (MDT): kilometerlanger Güterzug nach »Del Norte (CO)«
nach Del Norte:  kilometerlanger Güterzug

Bild links:
Kurz nach Del Norte (CO),  ein paar Minuten nach 09:00 Uhr (MDT), sehen wir wieder einen mehrere Kilometer langen, nicht in Fahrt befindlichen Güterzug, dessen Wagons nur bei den die Eisenbahngeleise überquerenden Straßen auseinandergekoppelt sind. Eine solch außergewöhnlich lange Kette von Güterwagons ist uns bereits bei unserer Fahrt durch KANSAS beim Ort Rozel  aufgefallen und wir werden einen sehr langen Güterzug auch noch bei unserer Fahrt auf der ehemaligen Route 66  von Seligman (AZ)  nach Kingman (AZ)  sehen. Hier muss die Logistik stimmen, damit die Eisenbahngesellschaft ihre Wagons wiederfindet.

09:11 Uhr (MDT): Chalets bei »South Fork (CO)«
Chalets bei South Fork (CO)
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Bild rechts:
Bei South Fork (CO)  stehen zahlreiche solcher Chalets in der nicht gerade unhübschen Gegend herum. Bei diesen beiden handelt es sich nur um die kleineren solcher, der Unterschicht gehörenden Objekte. Die Statussymbole der Oberschicht bekam ich beim Vorbeifahren leider nicht schnell genug vor die Linse meiner Kamera.

09:13 Uhr (MDT): Wasserturm für Dampflokomotiven in »South Fork (CO)«
Wasserturm für Dampfloks in South Fork (CO)
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Bild links:
An der Außenschale dieses im Jahr 1881 errichteten Wasserturms in South Fork (CO),  der Dampflokomotiven mit dem notwendigen Nass zu versorgen hatte, ist die Abkürzung »D&RGWRR« für Denver & Rio Grande Western Railroad eingebrannt. Diese heute nicht mehr existierende Gesellschaft hatte neben vielen anderen Strecken auch den Ausbau einer im Jahr 1878 fertiggestellten Eisenbahnstrecke von Walsenburg (CO)  über den La Veta Pass  bis zum Knotenpunkt Alamosa (CO)  betrieben. Unsere heutige Fahrt auf der US-160 W verlief weitgehend entlang dieser Schienenstrecke. Nach der Fertigstellung der Strecke von Walsenburg  bis Alamosa  wurde ausgehend von dem zuletzt genannten Ort der Bau einer Stichstrecke mit Normalspur in Richtung Westen bis in das Bergbaugebiet von North Creede (CO)  im Rio Grande National Forest  in Angriff und im Jahr 1882 in Betrieb genommen. South Fork (CO)  war auf dieser Stichstrecke die fünftletzte Station. Der auf dem Bild zu sehende Wasserturm dient jetzt nurmehr musealen Zwecken, denn Dampflokomotiven fahren nicht mehr nach Creede (CO).  Aber eine Fahrt mit zum Teil offenen Kabinenwagen von South Fork (CO)  bis nach Creede (CO)  und wieder zurück ist heute noch möglich. Mehr Infos gibt es hier: »www.southfork.org«

09:16 Uhr (MDT): rotbraune Felswände neben der US-160 W
Felswände neben der US-160 W
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Bild rechts:
Westlich nach South Fork (CO)  steigt die US-160 W merklich an und es zeigen sich im Vergleich zum Westrand des San Luis Valley  auch steilere geologische Formationen, wie zum Beispiel diese nördlich der US-160 W aufragenden rotbraunen Felsen etwa drei Meilen außerhalb von South Fork.

09:35 Uhr (MDT): »Wolf Creek Ski Area«
Wolf Creek Ski Area
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Bild links:
Kurz vor der Passhöhe fahren wir an der nicht allzu stark besuchten Wolf Creek Ski Area  vorbei, was allerdings bei dem schon etwas sulzigen Schnee nicht verwundert.
 
09:38 Uhr (MDT): am Scheitelpunkt des »Wolf Creek Pass«
am Scheitelpunkt des Wolf Creek Pass



Bild rechts:
Um 09:38 Uhr (MDT) haben wir es geschafft und Thomas parkt unseren »CHRYSLER Town & Country« am Scheitelpunkt des Wolf Creek Pass  (10.857 Ft - 3.309 m). Die US-160 W windet sich von South Fork (CO)  durch die San Juan Mountains  hinauf bis zur Passhöhe und fällt dann nach Pagosa Springs (CO)  ab. Diese Straße gilt als der einfachste Zugang zum Südwesten COLORADOs.

09:38 Uhr (MDT): unser CHRYSLER Town & Country am »Wolf Creek Pass«
unser CHRYSLER am Wolf Creek Pass
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Bild links:
Während die anderen drei Insaßen unseres CHRYSLER oben auf dem Wolf Creek Pass  brav im Warmen bleiben, wage ich mich hinaus in die Kälte, um ein paar Fotos zu machen. Wie man sieht, war unsere Sorge wegen der fehlenden Schneeketten unbegründet, denn die US-160 ist schnee- und eisfrei.

09:42 Uhr (MDT): ein »Peterbilt Truck« am »Wolf Creek Pass«
ein Peterbilt Truck  am Wolf Creek Pass
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Bild rechts:

Der Zufall - Karl Valentin

Es gibt schon merkwürdige Zufälle. Während wir schon wieder im Auto sitzen und weiterfahren, versuche ich, mich an ein Lied zu entsinnen, das vom Wolf Creek Pass  handelt. Frank M., unser lieber guide  in Washington D.C., hat auch kurz einen Song erwähnt, in dem die Geschichte von zwei LKW-Fahrern eher erzählt als gesungen wird, die beim Bergabfahren hinunter nach Pagosa Springs  etwas zu schnell dran sind und einen Teil ihrer Ladung, das sind Kisten mit Hühnern, verlieren. Wie meine Recherchen jetzt ergeben haben, wurde das Lied mit dem Titel Wolf Creek Pass  im Jahr 1975 von dem Country-Musiker C.W. McCall  gesungen. Im stark von der Sprache der Trucker und für mich nicht zu übersetzender Ausdrücke geprägten Liedtext wird die Fahrt über diesen Pass mit »37 Meilen durch die Hölle« umschrieben, weil ihr LKW außer Kontrolle geraten ist. Und nun der merkwürdige Zufall: Bei dem im von C.W. McCall gesungenen Lied vorkommenden, außer Kontrolle geratenen LKW handelt es sich um einen »1948er Peterbilt«. Und was rast uns hier entgegen? Ein »Peterbilt«, allerdings handelt es sich um ein neueres Baujahr. Die Beurteilung, ob es sich bei unserer Begegnung mit dem »Peterbilt Truck« tatsächlich um einen Zufall gehandelt hat, mag und muss ich jedem Einzelnen aus meiner Leserschaft überlassen. Vielleicht hilft dabei das Anhören oder Durchlesen des ebenso berühmten wie skurrilen Sketches »Der Zufall« unseres Heimatkomikers »Karl Valentin« aus dessen Werk »Die Orchesterprobe« aus dem Jahr 1933. Dabei ging es um die Frage, ob das Vorbeifahren eines Radfahrers am Vortag in der Kaufinger Straße (in München) an »Karl Valentin« und seinem Freund »Anderl« einen Zufall darstellt, weil beide im Augenblick dabei waren, von einem Radfahrer zu sprechen.
09:47 Uhr (MDT): Aussichtspunkt an der US-160 W nach dem »Wolf Creek Pass«
Aussichtspunkt an der US-160 W
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Bild links:
6 Meilen nach der Passhöhe gelangen wir an einen Aussichtspunkt, von dem aus man einen tollen Blick auf die umliegenden Berge und das tief unten liegende Tal hat. Die rotbraun gefärbten, steil abfallenden Felsen neben der Aussichtskanzel bestehen aus sehr brüchigem Gestein und an ihrem Fuß hat sich bereits ein gewaltiger Schuttkegel aufgehäuft. Gleich nach diesem viewpoint  macht die hinunter nach Pagosa Springs führende US-160 W zwei 180°-Kurven, wobei bei der unteren Kehre der zurzeit nur wenig Wasser transportierende Wolf Creek  überquert wird.
 
09:48 Uhr (MDT): Blick auf das Hochtal in Richtung »Pagosa Springs (CO)«
Hochtal unterhalb unseres Aussichtspunktes
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Bild rechts:
Nach der Passhöhe sind wir noch nicht weit nach unten gefahren. Hier heroben ist es noch ziemlich kalt und deshalb genießen wir auf dem sehr zugigen Rastplatz nur kurz die tolle Aussicht, machen schnell noch das eine oder andere Foto und dann geht es durch das auf diesem Bild zu sehende Hochtal weiter in Richtung Pagosa Springs (CO).  Dieses Städtchen ist von hier aus noch 17 Meilen entfernt.

Karte von »Walsenburg (CO)« bis »Pagosa Springs (CO)«
Route von Walsenburg (CO)  bis Pagosa Springs (CO)
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Die Karte Links zeigt die heute von Walsenburg (CO)  bis Pagosa Springs (CO)  zurückgelegte Teilstrecke (162 US Meilen - 261 Kilometer).

Legende:

1 = Spanish Peaks; 2 = North La Veta Pass; 3 = Fort Garland;
4 = Monte Vista; 5 = Del Norte; 6 = South Fork; 7 = Wolf Creek Pass

10:29 Uhr (MDT): Einkauf bei WALMART in »Pagosa Springs (CO)«
Einkauf in Pagosa Springs (CO)



Bild rechts:
Unsere Lebensmittel- und Getränkevorräte gehen zur Neige. Der Ort Pagosa Springs (CO)  am San Juan River  ist zwar total "vertouristet", er bietet sich aber gut für einen Einkauf an. Bei WALMART, 211 Aspen Village Drive, kommen gegen 11:30 Uhr (MDT) Mineralwasser, Limonaden, Bonbons, Kuchen, Bananen, Tomaten, kleingeschnittenes Obst in Schalen und andere Dinge in den Einkaufswagen. Es ist wieder einmal sehr angenehm, in einem gut sortierten Supermarkt mit viel Platz zwischen den Regalen und ohne jegliches Gedränge einzukaufen. Auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt wird dann gleich ein Teil des Einkaufs verspeist.

10:59 Uhr (MDT): Zufahrt zur exklusiven privaten Villa »KEYAH GRANDE«
Zufahrt zur Villa KEYAH GRANDE

Bild links:
Nach dem Einkauf und einer kurzen Rast geht es auf der US-160 W weiter. Die Landschaft westlich von Pagosa Springs  wird grüner und scheint gut geeignet für alternative Wohnsitze zu sein, denn links und rechts der Straße gibt es sehr viele zurzeit unbewohnte ranches  und lodges  zu sehen. Etwas mehr als 10 Meilen nach dem WALMART-Supermarkt fahren wir an dieser Toreinfahrt vorbei. Die Zufahrt führt zur exklusiven, privaten Villa KEYAH GRANDE,  welche in allen vier Jahreszeiten das Passende an Freizeitgestaltung anbietet. Ein gut gefülltes Bankkonto sollte vorhanden sein. Wer dort einmal Entspannung sucht, kann sich unter diesem URL näher informieren: »www.keyahgrande.com«

11:06 Uhr (MDT): das »CHIMNEY ROCK NATIONAL MONUMENT«
das CHIMNEY ROCK NATIONAL MONUMENT

Bild rechts:
Das CHIMNEY ROCK NATIONAL MONUMENT  liegt im San Juan National Forest  und ist umgeben von der Southern Ute Reservation.  Auf dem 96 m hohen Felsen befanden sich einstmals die ab dem Jahr 1076 errichteten Häuser der »Pueblo-Indianer«. Die Bewohner von Chimney Rock  (eigentlich heißt nur die auf dem Bild links zu sehende Felsnadel so, der etwas breitere Felsenkamm rechts daneben ist der companion rock)  verließen das Gelände im Jahr 1125 und verbrannten die Gebäude, als sie wegzogen. Die heutigen Nachkommen der »Pueblo-Indianer« betrachten diese Stätte als heilig und fordern die mit der Betreuung dieses Monuments beauftragte Verwaltung auf, weitere Ausgrabungen zur geschichtlichen Erforschung zu unterlassen. Das CHIMNEY ROCK NATIONAL MONUMENT  ist für Besucher in der Zeit vom 15. Mai bis 31. Oktober zugänglich, wobei geführte Touren obligatorisch sind.
 
11:57 Uhr (MDT): auf der US-160 W kurz vor »Durango (CO)«
auf der US-160 W kurz vor Durango (CO)

Bild links:
Vom CHIMNEY ROCK NATIONAL MONUMENT  geht es weiter über Piedra (CO),  den kaum bemerkbaren Yellowjacket Pass  und Bayfield (CO)  bis hierher, kurz vor Durango (CO).  Das ist eine Wegstrecke von ungefähr 32½ Meilen. Die Landschaft ist nicht gerade berauschend, mit Ausnahme der in der Ferne zu sehenden hohen Berge, deren Namen ich nicht zu bestimmen vermag. In ein paar hundert Metern wird die noch immer von uns befahrene US-160 W von der CO-172 N (von Süden kommend) und der CO Rd 234 (nach Norden abgehend) gekreuzt. Es ist jetzt 11:57 Uhr (MDT).

12:07 Uhr (MDT): Brücke über den »Animas River« in »Durango (CO)«
über den Animas River  in Durango (CO)


Bild rechts:

Das Wetter verschlechtert sich

Die 45,3 Meilen lange Teilstrecke von der Brücke über den Animas River  in Durango (CO)  bis zum Zusammentreffen der US-491 mit der US-160 in Cortez (CO)  ist eher langweilig, weshalb es nur ein einziges Foto gibt, nämlich dieses hier von der Überquerung des Animas River  in Durango (CO).  Es handelt sich um die erste Überquerung dieses Flusses von Osten kommend und es folgen in diesem Ort noch zwei weitere. Neben der eher tristen Landschaft bemerken wir eine zunehmende Verschlechterung des Wetters bei einem stark auffrischenden Wind, der unseren CHRYSLER von der Straße zu schieben versucht. Der Himmel legt sich mehr und mehr eine graue Farbe zu. Das ist ärgerlich, denn gerade bei den auf unserem Reiseplan stehenden nächsten Zielen hätten wir sehr gern Sonnenschein gehabt.

12:37 Uhr (MDT): Truck beladen mit Heu in »Mancos (CO)«
Querverkehr in Mancos (CO)

Bild links:
Trotz der etwas eintönigen Landschaft wird uns bei der Fahrt nicht langweilig. Thomas wird genötigt, in Mancos (CO)  die Bremsen des CHRYSLER zu testen, weil sich dieser Truck vor uns zwängt. Er kommt zwar von rechts, aber wir hätten auf der US-160 W Vorfahrt. Wie man vielleicht erkennen kann, wäre ein Aufprall nicht so schlimm gewesen, denn der Laster ist mit Heu beladen.

Keine Sommerzeit in den Indianer-Reservaten

Zur Sicherheit füllen wir in Cortez (CO)  den Tank unseres Autos noch etwas auf, denn es naht ein Gebiet mit geringer Tanktstellendichte. Ab Cortez wechselt unsere Fahrtrichtung von West nach Süd-Süd-West und wir fahren auf der mit US-491 S / US-160 W doppelt nummerierten Straße weiter. Nach 19½ Meilen gabelt sich die Straße und wir benutzen wieder unsere gute alte US-160 W. Außerdem befinden wir uns jetzt in der UTE MOUNTAIN RESERVTION  und hier dürfte es nach meinem Kenntnisstand keine Sommerzeit geben. Ich belasse es aber bei meiner bisherigen Zeitumrechnung (das sind im Augenblick MEZ minus sieben Stunden) und werde das auch bei den weiteren Indianer-Reservaten (sprachlich korrekter und hoffentlich diskriminierungsfrei sollten diese Gebiete als native-reservations  bezeichnet werden) so machen, denn das mit den Zeitzonen ist ohnehin schon groß genug.

Bild rechts:
Etwa 4½ Meilen nach dem südlichen Ortsausgang von Cortez (CO)  kann ich während der Fahrt wenigstens einen Teil der mit Ute Mountain  bezeichneten Bergkette fotografieren. Auch andere Bezeichnungen wie Ute Peak  und Ute Sleeping Mountain  sind gebräuchlich. Aus einer Entfernung von etwa 20 Meilen aus Ost-Nord-Ost betrachtet soll die Bergkette einem auf dem Rücken liegenden Ute-Häuptling gleichen. Der Kopf (Marble Mountain)  wäre ganz rechts und den habe ich überhaupt nicht auf's Bild bekommen. Der nicht komplett abgebildete Berg am rechten Bildrand ist der Ute Peak  und mit 3.043 Metern der höchste der Bergkette. Dieser Berg soll die auf dem Brustkorb verschränkten Arme symbolisieren. Der Hermano Mountain  (das ist der höhere Berg am linken Bildrand) soll die Knie zeigen. Auf meinem Bild nicht mehr sichtbare Felsenspitzen sollen die Zehen des Häuptlings der Ute-Indianer darstellen. Wie gesagt, man muss die Bergkette von weiter entfernt betrachten und auch viel Phantasie haben.
 
13:42 Uhr (MDT): rasender »Peterbilt« kurz vor der Brücke über den »San Juan River«
rasender Peterbilt   kurz vor dem San Juan River

Bild links:
Etwa am südlichen Ende des sich östlich der US-160 W ausdehnenden Mesa Verde National Park  und der vorher beschriebenen, westlich der US-160 W aufragenden Bergkette Ute Mountain  wird die Landschaft wie auf einen Schlag staubtrocken. In der Ferne sehen wir schon die aus den Western-Filmen und von vielen Werbeaufnahmen her bekannten, typischen Schuttkegel erodierten Gesteins mit den oben herausragenden, aus härterem Gestein bestehenden Felsengebilden. Noch ein paar Meilen, dann teilen sich die US-491 S / US-160 W. Wir bleiben auf letzterer und fahren südwestwärts, während die US-491 S geradeaus nach Süden verläuft.
Vom Tal des San Juan River  rast uns ein Peterbilt  entgegen, dass es nur so staubt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es das Glück heute gut mit mir meint. Bereits auf dem Wolf Creek Pass  durfte ich eine Begegnung mit dieser besonderen Art haben. Einmal möchte ich in einem solchen Truck sitzen und die USA damit durchqueren, das wäre mein Traum, allerdings ohne Ladung und Zeitdruck. Und den Sprit müsste mir auch jemand bezahlen. Ach ja, der Führerschein für dieses Ding fehlt mir auch.

13:43 Uhr (MDT): auf der US-160 W kurz vor der Brücke über den »San Juan River«
kurz vor der Brücke über den San Juan River

Bild rechts:
Von der zuvor beschriebenen Straßengabelung sind es noch 18,2 Meilen bis zur Grenze zwischen den US-Bundesstaaten COLORADO (CO) und NEW MEXICO (NM). 0,2 Meilen vor dieser Grenze überqueren wir den San Juan River,  der auf dem Bild rechts leider nicht zu sehen ist. Um ein ein Foto auf der Brücke zu machen, ist Thomas, der vielleicht noch etwas von dem rasenden Peterbilt  inspiriert ist, etwas zu schnell dran, also zeige ich dieses, kurz vor der Brücke um 13:43 Uhr (MDT) geknipste. Der Fluss verläuft zwischen der im Bildvordergrund zu sehenden Straße und der auf der anderen Talseite zu sehenden Straße, die in einem Rechtsbogen den Berg hinauf führt. Ein kurzes Wegstück danach, wo die Straße hinter der Bergkupe verschwindet (natürlich tut sie das nur auf dem Bild), verläuft die Grenze zwischen den US-Bundesstaaten COLORADO (CO) und NEW MEXICO (NM). Danach geht es auf der US-160 W noch 0,6 Meilen weiter, bis eine Straße zum Four Corners Monument,  das auf dem Gebiet der selbstverwalteten Navajo Nation  liegt, rechts abgeht. Das Foto eignet sich leider nicht für eine größere Darstellung.

13:44 Uhr (MDT): Hinweisschild vor dem »Four Corners Monument«
Four Corners Monument:  Hinweisschild
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Bild links:
Um 14:44 Uhr (MDT) treffen wir endlich an der Zufahrt zum Four Corners Monument  ein. Die auf dem Bild zu sehende Tafel enthält Hinweise zu den Öffnungszeiten und Haftungsausschlüssen bei Unfällen und Diebstählen im Land der Navajo.  Für ein Monument dieser Bekanntheit hätten wir uns ein wenig mehr Aufwand an gestalterischer Freiheit und Pflege erwartet. Ich will die Lebensweise von Minderheiten gern respektieren, aber mir fällt - nicht nur hier an diesem Ort - auf, dass es in den Reservaten oft arg an Bewusstsein mangelt, was den Umgang mit Umwelt und Landschaft betrifft.

14:00 Uhr (MDT): Gesamtansicht vom »Four Corners Monument«
Four Corners Monument:  Gesamtansicht
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Bild rechts:
Wir parken das Auto und ziehen uns wegen des kalten Windes warm an. An der Kasse haben wir US$ 5,00 pro Person Eintrittgsgeld zu berappen. Nach ein paar Schritten stehen wir im Innenraum des Monuments, wo auf zahlreichen Tafeln Erläuterungen zur Entstehung und Bedeutung dieses Monuments gegeben werden. In den an der Innenseite offenen, im Quadrat um das Monument herum errichteten Gebäuden verkaufen die Navajo  die üblichen Souvenirs und auch selbst angefertigten Schmuck.
 
13:52 Uhr (MDT): Markierung am Boden in der Mitte des »Four Corners Monument«
Four Corners Monument:  Markierung


Bild links:
In der Mitte des Four Corners Monument  ist eine Platte am Boden eingelassen, auf welcher die Namen und die sich hier treffenden Grenzen der US-Bundesstaaten COLORADO (im Nordosten), NEW MEXICO (im Südosten), ARIZONA (im Südwesten) und UTAH (im Nordwesten) eingraviert sind. Es ist die einzige Stelle in den USA, an der die Grenzecken von vier US-Bundesstaaten aneinandertreffen.

13:50 Uhr (MDT): Carola, Thomas und Angelika am »Four Corners Monument«
wir 3 am 4 Corners Monument
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Bild rechts:
Da wir - wie eigentlich immer - wenig Zeit haben, können wir unmöglich so lang warten, bis die aus einer Aluminium-Bronze-Legierung gefertigte Grenzmarke in der Mitte des Monuments von keinem anderen Touristen betreten ist. Außerdem ist es stark windig und saukalt, weshalb ich schnell dieses Foto von Carola, Thomas und Angelika (von links nach rechts) und einer nicht zu meiner Familie gehörenden Dame mit gelber Mütze und asiatischer Herkunft mache.

14:04 Uhr (MDT): Blick nach Süden am »Four Corners Monument«
Blick nach Süden am Four Corners Monument
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Bild links:
Der Blick nach Süden am Four Corners Monument  geht ins Trostlose. Wir ahnen noch nicht, dass diese düstere Stimmung am Himmel Vorbotin einer Veränderung des Wetters hin zum Schlechten ist. Nachdem wir heute noch einen langen Weg vor uns haben, müssen wir zusehen, dass wir weiterkommen, denn es ist jetzt bereits 14:04 Uhr (MDT).

14:15 Uhr (MDT): auf der CO-41 N in COLORADO
auf der CO-41 N in COLORADO

Bild rechts:
Und schon sitzen wir wieder im Auto und es geht zurück von NEW MEXICO (NM) nach COLORADO (CO), aber diesmal auf der US-160 E, weil es (zunächst) nach Osten (engl.: »East«) geht. Nach 5,4 Meilen biegen wir links ab auf die CO-41 N und fahren auf dieser schnurgeraden Straße 9,5 Meilen bis zur Grenze zwischen den US-Bundesstaaten COLORADO und UTAH. Das Bild zeigt die ebenso einsame wie staubtrockene Landschaft, ungefähr 3 Meilen nach der Auffahrt auf die CO-41 N. Nach der zuvor erwähnten Bundesstaatengrenze trägt die Straße die Bezeichnung »UT-162 W«. Bis zum nächsten Etappenziel, dem Ort Bluff (UT)  am San Juan River,  sind es dann noch weitere 32 Meilen.

14:23 Uhr (MDT): auf der US-160 W kurz vor der Grenze COLORADO / UTAH«
kurz vor der Grenze COLORADO / UTAH
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Bild links:
Jetzt ist es 14:23 Uhr (MDT) und wir befinden uns auf der CO-41 N kurz vor der US-Bundesstaatengrenze COLORADO / UTAH. Nach dem auf dem Bild zu sehenden Willkommens-Schild (das ist das in der flachen Talsenke rechts der Straße aufgestellte blaue Schild) trägt die Straße in UTAH (UT) die Bezeichnung »UT-162 W«. Vereinzelt sehen wir Wildpferde, die sich beim Fressen mit dem spärlichen Gras begnügen müssen.
 
14:40 Uhr (MDT): Stadtleben in »Montezuma Creek (UT)«
Stadtleben in Montezuma Creek (UT)
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Bild rechts:
17 Meilen nach der US-Bundesstaatengrenze COLORADO / UTAH können wir nach einer Fahrt durch trockenes, steiniges, trostloses und einsamstes Gebiet hier am östlichen Ortsrand von Montezuma Creek (UT)  so etwas wie "Stadtluft" schnuppern. Das pulsierende Leben hier muss ich natürlich im Vorbeifahren auf einem Foto festhalten, wobei ich bei der Betrachtung dieses Wohnviertels eine gewisse Sinnverwandtschaft mit dem bei uns zuhause in Deutschland gebräuchlichen Ausdruck »Montezumas Rache« nicht verkennen kann. Zu unserer Enttäuschung sehen wir aus dem Auto heraus vom San Juan River  so gut wie nichts, nur ein schmaler grüner, vorwiegend aus Buschwerk bestehender Grüngürtel links der Straße deutet auf einen nahen Flussverlauf hin.

14:58 Uhr (MDT): Stadtleben in »Montezuma Creek (UT)«
rotraune Steilfelsen kurz vor Bluff (UT)

Bild links:
Die sich nach Montezuma Creek (UT)  bietenden landschaftlichen Eindrücke gleichen in den folgenden 15 Meilen bis Bluff (UT)  denen, die vor diesem Ort auf uns eingewirkt haben, allerdings mit der Ausnahme, dass es jetzt noch steiniger wird. Dicht rechts der Straße ragen jetzt und dabei zunehmend höher werdend rotbraun gefärbte Felsen auf, die mit hellrosafarbenen Gesteinsarten bedeckt oder horizontal durchzogen sind. Wegen des hier vorkommenden Steinschlags muss Thomas beim Fahren besonders aufmerksam sein und des Öfteren auf der Straße liegendem Geröll ausweichen.

14:59 Uhr (MDT): wir sind nun endlich in »Bluff (UT)«
Ankunft in Bluff (UT)
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Bild rechts:
Gegen 15:00 Uhr (MDT) kommen wir endlich in der »Großstadt« Bluff (UT)  an, wo unsere gute alte US-162 endet. Wir biegen nach links auf die US-191 S ab und verlassen diese nach wenigen Metern gleich wieder, um am Navajo Twins Drive  einen Parkplatz zu suchen, was in Anbetracht des nicht allzu lebhaften Verkehrs unschwierig ist.

15:04 Uhr (MDT): der »Twin Rocks Trading Post« in »Bluff (UT)«
der Twin Rocks Trading Post  in Bluff (UT)


Bild links:
Ob hier ein Handelsposten betrieben wurde, ist mir nicht bekannt, aber ich gehe einmal davon aus. Das auf dem Bild zu sehende Gebäude ist auch nicht die Haupattraktion dieses Ortes am Ende der Welt, sondern es dient als Museum, in dem von den Native American  handwerklich hergestellte Kunst ausgestellt ist und käuflich erworben werden kann. Da Thomas und ich unsere jeweils mit zwei Beinen versehenen Schmuckstücke schon dabei haben, bewundern wir dieses Museum nur von außen und vertrösten unsere Damen mit dem sicher viel größeren Schmuckangebot in Las Vegas (NV).  Wer sich mehr für den Twin Rocks Trading Post  interessiert, dem sei folgende Seite ans Herz gelegt: »www.twinrocks.com/«
 
14:59 Uhr (MDT): Carola vor den »Twin Rocks« in »Bluff (UT)«
Carola und die Twin Rocks
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Bild rechts:

Die Geschichte von Bluff (UT)

Die eigentliche Attraktion von Bluff (UT)  sind die nördlich des Orts aufragenden, bis zu 100 m hohen Sandsteinwände (bluffs  genannt und deshalb der Ortsname) und hier insbesondere die Zwillingstürme Twin Rocks  (indianisch: Navajo Twins),  deren von Natur aus bereits imposante Erscheinung durch unsere liebe Carola immens gesteigert wird. Eine frühe Besiedlung von Bluff (UT)  wird auf die Zeit um 1300 n.Chr. datiert. Später siedelten in diesem Gebiet die Navajo,  die Ute  und die Paiute.  Im Jahr 1880 begannen mormonische Pioniere mit der Neugründung des Orts und einer landwirtschaftlichen Nutzung. Der am südlichen Ortsrand von Bluff  vorbeifließende San Juan River  sorgte bei Hochwasser für Überschwemmungen und damit auch der Zerstörung von landwirtschaftlich genutzten Flächen ebenso wie er bei Niedrigwasser zu Missernten oder gar zu einem totalen Ernteausfall beitrug.

15:02 Uhr (MDT): die »Twin Rocks« in »Bluff (UT)«
die Twin Rocks  in Bluff (UT)
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Bild links:
Hier noch einmal die Twin Rocks  in Bluff (UT)  in voller Größe und Pracht. So nebenbei will ich einmal darlegen, warum dieser kleine Ort bei einer Reise so bedeutend ist. Nach Norden sind es bis zur nächsten Interstate 70 (Creszent Junction - UT)  131 Meilen; nach Süden bis zur nächsten Interstate 40 (Chambers - AZ)  sind es 177 Meilen. In Richtung Südosten beträgt die Entfernung bis zur nächsten größeren Stadt Albuquerque (NM)  282 Meilen und in Richtung Südwesten versperrt der Grand Canyon  den Weg, so dass man große Umwege bis nach Las Vegas (NV)  in Kauf nehmen muss, wohin es dann 450 Meilen sind. Insbesondere das Gebiet südöstlich, südlich und südwestlich von Bluff  ist extrem dünn besiedelt (zum großen Teil sind hier Reservate für Native American  ausgewiesen) und vor allem ist dieses Land wasserarm. Heute ist es mit dem Auto keine große Tat, dieses wüstenartige Gebiet zu durchqueren, trotzdem sollte man bei einer Weiterfahrt von Bluff  aus auf einen gut gefüllten Tank achten. Aber den Menschen, die diese weitläufigen Gebiete in den Pionierzeiten mit Pferdegesspannen und zu Fuß durchquerten, muss man gehörigen Respekt zollen.

15:00 Uhr (MDT): rostiger Truck mit Werbeaufschrift in »Bluff (UT)«
eine Gelegenheit: Lieferwagen in Bluff (UT)
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Bild rechts:
Bluff (UT)  hat auch noch andere Dinge als die Natur zu bieten. Zum Beispiel wäre dieser Leicht-Lkw bestimmt für ein paar US$ zu haben.

14:59 Uhr (MDT): rostige Limousine in »Bluff (UT)«
zu verkaufen: Limousine in Bluff (UT)
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Bild links:
...oder diese Limousine? Würde sie wohl die 450 Meilen von Bluff (UT)  bis nach Las Vegas (NV)  durchhalten? Und wer würde sich damit eine solche Fahrt zutrauen?

15:01 Uhr (MDT): hinter dem »Twin Rocks Trading Post« aufragende Sandsteinfelsen
Felsen hinter dem Twin Rocks Trading Post
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Bild rechts:
Zum Schluss dieses kleinen Abschnitts mit dem Thema Bluff (UT)  zeige ich noch einmal ein Bild von der Hauptattraktion dieses Orts, den rotbraunen Sandsteinfelsen. Diese Felswand ragt im Süden der kleinen Ansiedlung unmittelbar hinter dem Twin Rocks Trading Post  auf. Leider gab es beim Fotografieren ungünstige Lichtverhältnisse, aber diese sollen sich bald noch weiter verschlechtern.
 
Karte: Route von Walsenburg (CO) bis Bluff (UT)
Route von WALSENBURG bis BLUFF
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Karte links:
Die Karte zeigt den ersten Teil unserer heutige Etappe von Walsenburg (CO)  bis Bluff (UT),  mit dem kleinen Umweg über das Four Corners Monument  (markiert mit einem schwarzen Stern), wo sich die Ecken der vier US-Bundesstaaten COLORADO, NEW MEXICO, ARIZONA und UTAH berühren. Die ungefähre Position des Wolf Creek Pass  ist mit einem rotbraunen Stern gekennzeichnet. Diese Teilroute hat eine ungefähre Länge von 353 Meilen, das sind 568 Kilometer.

Tabelle: Distanzen, Benzinverbrauch, Zeiten

Die sonst am Ende einer Seite gezeigte Tabelle mit den Distanzen, dem Benzinverbrauch und den Zeiten gibt es erst im Berichtsteil mit der Ankunft am Übernachtungsort, also im nächsten Teil.

Im nächsten Berichtsteil geht's weiter.