Zum Seitenende springen

USA-Reise im März/April 2016

Berichtsteil 11


Montag, 28. März 2016 - Fortsetzung


15:24 Uhr (MDT): Tanklaster der Fa. »KELLERSTRASS« vor uns auf der US-163 S«
unsere Tankreserve auf der US-163 S

Bild links:

Adieu, Bluff

Obwohl es hier ein paar Möglichkeiten zur Übernachtung gäbe, halten wir an unserem Plan fest, die heutige Etappe erst in einem Hotel am Grand Canyon zu beenden. Der Weg bis dorthin ist noch weit, und deshalb machen wir in Bluff (UT)  nur eine kleine "Stadtrundfahrt", für die wir etwa eine Minute benötigen, und dann geht es für 4,4 Meilen auf die US-191 S. Diese Straße knickt dann nach Süden ab und führt noch 522 Meilen weiter bis an die Grenze der USA zu MEXICO. Ab dieser Straßengabelung geht es für uns auf der US-163 S in südwestlicher Richtung zunächst für 20,5 Meilen weiter, bis bei der Siedlung Mexican Hat (UT)  wieder einmal der San Juan River  überquert wird. Wie ich bereits im letzten Berichtsteil beim Bild über die Twin Rocks  erwähnt habe, sind die Tankstellen nach Bluff (UT) dünn gesät. Deshalb hängen wir uns auf der US-163 S zur Sicherheit an diesen Tanklaster der Firma KELLERSTRASS.  Dieser Tankwagen fährt nach Thomas' Ansicht aber zu langsam und wir beraten, ihn entweder zu überholen oder für ein paar Schnappschüsse in dieser eher tristen, aber für uns Touristen dennoch erinnerungswürdigen Landschaft stehenzubleiben.

15:24 Uhr (MDT): wir nähern uns dem »Monument Valley«
wir nähern uns dem Monument Valley
Bild groß (708 KB): Hier klicken

Bild rechts:
Wie man auf diesem Bild sehen kann, haben wir den KELLERSTRASS-Tanklaster nicht überholt (der Tanklastzug ist gerade noch am Ende der Straße als kleiner Punkt zu erkennen, aber nur bei einer sehr starken Detailvergrößerung) und uns für einen kleinen Fotostopp entschieden. Wir nähern uns nun dem aus zahlreichen Film- und Werbeaufnahmen (z.B. »The Searchers«, »Spiel mir das Lied vom Tod«, »Easy Rider«) her bekannten Gebiet der Tafelberge, dem Monument Valley,  einem tief im Süden UTAHs und im Norden ARIZONAs liegenden Hochplateau. Am Bildhorizont sind bereits die im Englischen mit Butte  bezeichneten und für diese Gegend typischen Spitzkuppen und Tafelberge zu sehen. Die als besonderes Kennzeichen geltende rote Farbe des Sandsteins, welche aus dem im Gestein enthaltenen Eisenoxid resultiert, kommt leider wegen der ungünstigen Lichtverhältnisse zu dieser Tageszeit und des bedeckten Himmels weder auf diesem Bild noch aus allen im Gebiet des Monument Valley  gemachten und noch folgenden Aufnahmen zur Geltung. Während der Meisterregisseur John Ford  bei den Dreharbeiten für den im Jahr 1956 entstandenen Kultfilm The Searchers  (deutscher Titel: »Der schwarze Falke«) hier im Monument Valley wochenlang zur Steigerung der dramaturgischen Effekte auf einen Sandsturm wartete und sich bei dessen Eintreten auch noch freute, verhält es sich bei mir umgekehrt, nachdem wenige Minuten nach dieser Aufnahme ein Sandsturm aufkommt, der alles in ein eintöniges Graugelb hüllt und das Entstehen guter Fotos verhindert. Schade, auch wegen der erhofften besseren Fotos im Monument Valley  habe ich mir kurz vor der Reise eine neue Kamera zugelegt.
 
15:34 Uhr (MDT): auf der US-163 S - etwa drei Meilen vor »Mexican Hat«
etwa 3 Meilen vor Mexican Hat
Bild groß (579 KB): Hier klicken

Bild links:
21½ Meilen nach Bluff (UT)  und ungefähr drei Meilen vor dem nur aus wenigen Häusern bestehenden Mexican Hat (UT)  nähert sich die US-163 S dem San Juan River,  der diese Ansiedlung in einer großen Schleife umfließt. Leider ist das Bild, auf dem dieser Fluss am unteren Bildrand zu sehen ist, wegen des verwendeten starken Zooms sehr blass. Interessant sind die links, also östlich des San Juan River  wellenförmig verlaufenden Gesteinsschichten, deren Ursache ein Geologe im Gegensatz zu mir sicher zu deuten vermag.


Bild rechts:
Beim Weiterfahren bekommen wir östlich der US-163 S immer häufiger erodierte Felsen mit einer obenauf liegenden, härteren Gesteinsart, welche den Witterungseinflüssen besser standgehalten hat, zu sehen. Diese Gesteinssäule hier scheint einen Sombrero zu tragen. Möglicherweise hat der Berg der zwei Meilen entfernten Siedlung Mexican Hat (UT)  zu ihrem Namen verholfen. Zwischen dem Berg mit dem aufgesetzten Hut und der hohen Felswand im Bildhintergrund hat sich der San Juan River ein tiefes Bett gegraben.

15:38 Uhr (MDT): Brücke über den »San Juan River« in »Mexican Hat (UT)«
Brücke über den San Juan River  in Mexican Hat
Bild groß (711 KB): Hier klicken

Bild links:
Da in dem gerade von uns befahrenen Gebiet viele »Sets« für den Film Forrest Gump  (1994) mit Tom Hanks, Robin Wright, Gary Sinise  u.v.a. waren, und Thomas diesen Film schon mehrfach "verschlungen" hat, hält er beim Fahren so nebenbei Ausschau nach allen ihm bekannt vorkommenden Einstellungen und schafft es trotzdem, den überschaubaren Ort unfallfrei zu durchfahren. Am südwestlichen Ortsausgang von Mexican Hat (UT)  macht die US-163 vor der Brücke über den San Juan River,  der sich hier tief in das rotbraune Gestein eingegraben hat, beinahe einen halben Kreisbogen und führt nach der Brücke wieder hinauf auf das Hochplateau.

15:46 Uhr (MDT): südlich der US-163 S taucht die Naturkulisse zahlreicher Filme auf
die Naturkulisse zahlreicher Filme
Bild groß (648 KB): Hier klicken

Bild rechts:
Die Naturkulisse zahlreicher Filme wird nun - 11 Meilen nach der Überquerung des San Juan River  bei Mexican Hat (UT)  - langsam in ihren Umrissen erkennbar. Thomas macht aus Freude darüber, dass er nun das Monument Valley  mit dem Auto durchqueren kann, einen Luftsprung, weil er dieses außergewöhnlich beeindruckende Tal bei seiner Reise durch die USA vor sechs Jahren aus verschiedenen Gründen auslassen musste. Obwohl die Buttes  nur schwach zu erkennen sind, nenne ich die Namen, die ich aus dieser relativ großen Entfernung aber nicht absolut sicher zuordnen kann (von links nach rechts): Sentinel Mesa, Big Indian, Stagecoach, Brighams Tomb  und rechts der US-163 der Eagle Mesa.

15:47 Uhr (MDT): südlich der US-163 S - »Buttes« und Tafelberge
Buttes  und Tafelberge
Bild groß (557 KB): Hier klicken

Bild links:
Noch einmal die beim vorigen Bild beschriebe Naturkulisse etwas näher "herangezoomt", was aber bei der mit Staub erfüllten Luft zu einer weiteren Verblassung des Fotos führt. Als Verfasser einer Internetseite tut man so etwas nur ungern, aber ich muss, wenn jemand aus meiner Leserschaft gute Bilder vom Monument Valley  sehen will, auf die im Internet zahlreich vorhandenen Seiten meiner "Konkurrenten" verweisen, die beim Fotografieren bessere Bedingungen vorfanden, als wir.
 
15:59 Uhr (MDT): US-163 S - »Eagle Mesa« und »Setting Hen«
Monument Pass: Eagle Mesa  und Setting Hen
Bild groß (438 KB): Hier klicken

Bild rechts:
Wenige Minuten vor 16:00 Uhr (MDT) stoppen wir am 1.744 m hohen Monument Pass.  Rechts (westlich) der US-163 S ragt die Setting Hen  auf, deren Namen ich mit »erstarrende/s Henne/Huhn« ins Deutsche übersetze. Eigentlich erklärt sich das Bild von selbst: es ist die im rechten Bildteil zu sehende, etwas abgesondert dastehende, zweigipfelige Felsenformation. Bei dem durch einen Spalt getrennten, links davon zu sehenden, breiten und oben abgeflachten Berg handelt es sich um den Eagle Mesa,  (deutsch: »Adler Tafelberg«). Der auf dem Bild nicht zu sehende Berg dahinter ist der Eagle Rock  (deutsch: »Adlerfelsen«). Vielleicht ist die Henne auch wegen dieser zwei benachbarten Adler in Unkenntnis deren zu Stein gewordenen Federn vollkommen unnötig in eine ebensolche Materie erstarrt.

15:56 Uhr (MDT): US-163 S - »Stagecoach«
Monument Valley: Stagecoach
Bild groß (646 KB): Hier klicken


Bild links:
Aus dieser Perspektive ist der Grund für die englische Bezeichnung dieser Felsengruppe mit Stagecoach  (deutsch: »Kutschenlenker«) leider schlecht oder eigentlich gar nicht zu erkennen. Aber trotzdem müsste es sich um diese Naturkulisse zahlreicher Filme handeln.

15:57 Uhr (MDT): US-163 S - am »Monument Pass«: der Sandsturm kommt näher«
am Monument Pass:  der Sandsturm kommt näher
Bild groß (462 KB): Hier klicken

Bild rechts:
Immer noch stehen wir am Monument Pass  und können uns trotz des diesigen Lichts nicht genug sehen von dieser einmaligen Landschaft. Aber, schon seit geraumer Zeit beobachten wir beim Blick nach Süden einen näher ziehenden Sandsturm und wir sehen zu, dass wir in unser Auto kommen und alle Fenster schließen.

16:05 Uhr (MDT): auf der US-163 S kurz vor der Grenze UTAH / ARIZONA
auf der US-163 S kurz vor der Grenze UT/ AZ
Bild groß (513 KB): Hier klicken


Bild links:
5 Minuten nach 16:00 Uhr (MDT), kurz vor der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten UTAH und ARIZONA, lässt der Sandsturm ein wenig nach und gibt die immer noch behinderte Sicht auf die majestätische Gestalt des etwas mehr als 14 Meilen von hier entfernten und 2.164 m hohen Vulkanbergs El Capitan  frei (das ist der kaum sichtbare hellgraue Schatten links oberhalb des ersten, uns entgegenkommenden roten Pkw).

16:06 Uhr (MDT): im »Monument Valley«: der »Mitchell Butte«
im Monument Valley:  der Mitchell Butte
Bild groß (487 KB): Hier klicken


Bild rechts:
Wenige Meter nach der Bundesstaatengrenze sehen wir links (südöstlich) der US-163 S den 1.879 m hohen Mitchell Butte  aus einem gewaltigen Schuttkegel heraus aufsteigen. Ich nutze die vorübergehende Abschwächung des Sandsturms, um diesen Berg im Vorbeifahren fotografisch festzuhalten.

Zeitzonen Wirrwarr

Im Bericht gebe ich des Öfteren Uhrzeiten an. Falls die Uhrzeit nicht aus Belegen (z.B. Rechnungen, Quittungen) hervorgeht und auch in meinen Reisenotizen nichts vermerkt ist, greife ich auf die bei den Bildeigenschaften gespeicherte Uhrzeit zurück. Die Uhrzeit in meiner Kamera habe ich auf die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) eingestellt, was der koordinierten Weltzeit (Universal Time Coordinated - UTC)  plus einer Stunde (= UTC+1) entspricht. Gilt bei uns in Europa die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), dann lautet die Formel »UTC+2«. Da bei meiner Kamera die automatische Umstellung auf die Sommerzeit deaktiviert ist und auf dem iPhone meines Sohnes Thomas nicht, zeigen die Bildeigenschaften bei den von Thomas gemachten Fotos ab der Umstellung der Sommerzeit in Deutschland eine Stunde mehr an, als bei meinen Fotos. Wenn ich Zeitangaben mache, versuche ich immer, das in der jeweiligen Ortszeit zu tun. Neben dem zu beachtenden Umstand, in welcher Zeitzone innerhalb der USA wir uns gerade befinden, muss ich bei Zeitangaben ab Geltung der MESZ auch noch darauf achten, ob sich die Zeitquelle auf meine NIKON oder das iPhone von Thomas stützt. Da können natürlich Fehler auftreten und diese bitte ich hiermit zu entschuldigen.

In Bluff (UT),  das wir gegen 15:00 Uhr (MDT) verließen, galt die MDT.  Die Zeitverschiebung zu Zentraleuropa, wo seit gestern die MESZ gilt, beträgt in UTAH minus 8 Stunden. In ARIZONA, wo wir uns jetzt befinden, findet die Sommerzeit grundsätzlich keine Beachtung, die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt also nur minus 7 Stunden. Eine Ausnahme in ARIZONA bilden aber die dortigen Reservate der Navajo,  wo die Sommerzeit angewendet wird, im Gegensatz zu der innerhalb der Navajo Reservation  liegenden Gebiete der Hopi Nation Reservation,  die bei der Sommerzeit nicht mitmachen. Da ich mich während unserer Reise nicht auch noch mit den Grenzen von Indianerreservaten befassen will, belasse ich es bei den Umrechnungen auf die Ortszeit bis zur nächsten Zeitzonengrenze am Hoover Dam  (dort verläuft die Grenze zwischen den US-Bundesstaaten ARIZONA und NEVADA) bei meiner bisher verwendeten Umrechnungsformel, also MEZ minus 8 Stunden.

16:10 Uhr (MDT): der »El Capitan« rückt näher
der El Capitan  rückt näher


Bild links:
Der Sandsturm lässt langsam nach und ich kann aus dem Auto heraus ein Foto von dem eindrucksvollen El Capitan  machen.

16:20 Uhr (MDT): Blick zurück auf der US-163 S - 10 Meilen vor »Kayenta (AZ)«
10 Meilen vor Kayenta (AZ):  Blick zurück
Bild groß (784 KB): Hier klicken


Bild rechts:
Nun liegen 12 Meilen seit der Bundesstaatengrenze UTAH / ARIZONA hinter uns und wir haben noch etwa 10 Meilen bis zum Zentrum des nächsten Orts Kayenta (AZ)  zu fahren. Es ist 16:20 Uhr (MDT) und Thomas fährt rechts ran. Er hält sein iPhone dicht über den Asphalt der US-163 und macht ein Bild in Richtung Nordwest. Dort, wo wir herkommen, ist die Luft noch stark mit Sand gesättigt und über uns nimmt der Himmel eine blaue Farbe an.

16:21 Uhr (MDT): der 2.164 m hohe Vulkanberg »El Capitan«
der 2.164 m hohe El Capitan
Bild groß (663 KB): Hier klicken


Bild links:
Der sehr beeindruckende Vulkanberg El Capitan  (auch: »Agathla Peak« oder »Aghaa’lá«) ragt links (östlich) neben der US-163 S steil auf. Seine Höhe beträgt 2.164 m, wobei zu bedenken ist, dass er nur 370 Meter von der umliegenden Hochebene aufragt. Der Berg ist von zeremonieller Bedeutung für die Navajo.

16:19 Uhr (MDT): der »Owl Rock« westlich des »El Capitan«
der Owl Rock  westlich des El Capitan
Bild groß (328 KB): Hier klicken

Bild rechts:
Auf der anderen Seite der US-163 und westlich des El Capitan ragt der Owl Rock (1.956 m) auf. Er hat eine unverwechselbare Form und reckt sich an der Ostkante eines beinahe ebenen Hochplateaus in die Höhe, was auf meinem Bild leider nicht zu sehen ist. Dieser Butte  liegt etwas abseits der US-163 und ist stark "herangezoomt". Zudem wäre die Perspektive nach ¼ Meile besser gewesen, aber wir können nicht für jedes Foto anhalten. Der El Capitan  und der Owl Rock  bilden sozusagen eine natürliche Tordurchfahrt für die US-163 in Richtung Kayenta (AZ)  bzw. von dort kommend in Richtung Nordost. Es gibt bessere Fotos als meines. Wer sich dafür interessiert: »www.mikereyfman.com« und hier nach »Aerial view of Owl Rock. Arizona, USA« suchen oder in der wirklich guten Bildergalerie ein wenig stöbern.

16:22 Uhr (MDT): Blumenpracht in der Wüste
Blumenpracht in der Wüste
Bild groß (940 KB): Hier klicken


Bild links:
Auch wenn die Wüste auf den ersten Blick wie ausgetrocknet erscheint, es gibt immer wieder einmal farbige Flecken dazwischen, wie diese Blumen hier einer mir nicht bekannten Art.
 
16:29 Uhr (MDT): Felsenmassiv nordwestlich von »Kayenta (AZ)«
Felsenmassiv nordwestlich von Kayenta (AZ)
Bild groß (506 KB): Hier klicken

Bild rechts:
Bei der Einfahrt in den Ort Kayenta (AZ)  erheben sich insbesondere nordwestlich der US-163 S imposante Berge, wenngleich sie nicht mehr ein säulenartiges Aussehen oder die Form von Tafelbergen haben, wie die Berge im Monument Valley.  Der Wind hat wieder etwas zugelegt und wirbelt vermehrt Staub auf, was die Qualität der während der Fahrt aufgenommenen Fotos noch mehr schmälert.

Die US-160

In Kayenta (AZ)  trifft die US-163 S auf unsere gute alte US-160, die wir heute bereits von Walsenburg (CO)  bis zum Four Corners Monument  benutzt haben und auf der wir jetzt in Richtung der nächsten Orte Tsegi (AZ), Tonalea (AZ)  und Tuba City / Moenkopi (AZ)  weiterfahren. Übrigens kann man auf der US-160 ganz schön lang unterwegs sein, genau 1.465 Meilen (2.358 km). Dieser Highway führt von seinem östlichen Beginn bei der US-67 - etwa 11 Meilen südwestlich von Poblar Bluff  in MISSOURI - bis zu seinem westlichen Ende weit im Westen der USA an der US-89, fünf Meilen (8 km) westlich von Tuba City / Moenkopi  in ARIZONA, wo wir hoffentlich bald sein werden, denn das stundenlange Autofahren geht ganz schön auf die Knochen.

16:45 Uhr (MDT): Schlucht neben der US-160 W westlich von »Tsegi (AZ)«
Schlucht westlich von Tsegi (AZ)
Bild groß (803 KB): Hier klicken

Bild links:
Von Kayenta (AZ)  geht es durch trockenes Land weiter westwärts nach Tsegi (AZ).  1,2 Meilen nach dieser kleinen Ansiedlung entsteht dieses Foto von einer der zahlreichen, nördlich der US-160 W zu sehenden Schluchten. Das Gestein scheint hier im Vergleich zu dem im Monument Valley  einen wesentlich geringeren Gehalt an Eisenoxyd zu haben und ist deshalb nur leicht rötlich gefärbt.

17:17 Uhr (MDT): die »Elephants Feet« kurz vor »Tonalea (AZ)«
die Elephants Feet  kurz vor Tonalea


Bild rechts:
Um 17:17 Uhr (MDT) fahren wir auf der US-160 W kurz vor Tonalea (AZ)  an den mit Elephants Feet  bezeichneten Zwillingsfelsen vorbei. Das Foto hat keine gute Qualität und eignet sich nicht für eine Vergrößerung.

17:37 Uhr (MDT): bezauberndes »Tuba City (AZ)«
"bezauberndes" Tuba City (AZ)
Bild groß (515 KB): Hier klicken


Bild links:
Weder südlich noch nördlich des "bezaubernden" Tuba City (AZ)  vermag die Landschaft in uns irgendeine Begeisterung hervorzurufen, dasselbe gilt ebenso für die beiden übrigen Himmelsrichtungen. Hier ist alles nur trist, flach und staubig, vor allem, weil schon wieder ein Sandsturm aufzieht. Einen gewissen Reiz übt aber ein mit »Chevron« bezeichnetes Gebäude auf uns aus, denn dort fassen wir um 17:43 Uhr (MDT) Benzin für US$ 30,00 und erhalten dafür 9,2 US gl.

17:49 Uhr (MDT): Sandsturm westlich von »Tuba City (AZ)«
beginnender Sandsturm westlich von Tuba City

Bild rechts:
Wenige Minuten nach unserer kurzen Rast bei der Tankstelle in Tuba City  legt der Wind wieder stark zu und es beginnt erneut ein Sandsturm. Dann, 10½ Meilen nach dem Tanken, endet "unsere" US-160 an der Einmündung in die US-89. Hier biegen wir nach links ab und es geht auf der US-89 S in einer südlichen Richtung weiter mit dem Grobziel Flagstaff (AZ).  Doch ganz so weit wollen wir nicht, sondern wir bleiben nur 15,6 Meilen auf der US-89 S und verlassen diese Straße südlich von Cameron (AZ).  Von dort fahren wir in nordwestlicher Richtung weiter auf der AZ-64 W (Desert View Drive),  die uns dann zum Grand Canyon National Park  bringt.
 
17:50 Uhr (MDT): westlich von »Tuba City (AZ)« nimmt der Sandsturm zu
der Sandsturm nimmt zu
Bild groß (441 KB): Hier klicken


Bild links:
Noch bevor wir auf die US-89 S abbiegen, wird es unweit westlich von Tuba City (AZ)  wieder graugelb und unser »CHRYSLER Town & Country« muss nun unter Beweis stellen, dass er auch wirklich für's Land gemacht ist und nicht nur für die Stadt. Doch, so stark der Wind auch weht, er pustet uns nicht ins Gelände und wir bleiben auf der Straße.

17:53 Uhr (MDT): geologisch interessante Gesteinsformation
interessante Gesteinsformation
Bild groß (691 KB): Hier klicken


Bild rechts:
So schnell wie der Sandsturm aufgezogen ist, legt er sich wieder. Kurz vor der zuvor beschriebenen Einmündung der US-163 W in die US-89 und noch vor dem Tuba City Airport  führt die Straße von einer niedrigen Passhöhe herunter und in einer leicht ausgeprägten S-Kurve in ein weites Talbecken hinein. Beim eher rückwärts nach Südosten gerichteten Blick bemerke ich diese geologisch interessante Gesteinsformation mit den horizontal verlaufenden Schichten unterschiedlicher Farbe. Irgendwie gelingt es mir, schnell den Fotoapparat zu bedienen und dieses einmalige Naturbild auf den Chip meiner NIKON zu bringen.

18:16 Uhr (MDT): Bergmassiv nördlich des »Little Colorado River«
Bergmassiv nördlich des Little Colorado River
Bild groß (573 KB): Hier klicken

Bild links:
Es ist jetzt 18:16 Uhr (MDT) und wir befinden uns auf der AZ-64 W. Als nächsten Höhepunkt unserer Reise haben wir den Grand Canyon National Park  unmittelbar vor uns. 6,2 Meilen nach der Abfahrt von der US-89 S gibt es einen tollen Ausblick auf diese Hochebene nördlich der Straße. Zwischen dem etwa in der Bildmitte zu sehenden, gleichmäßig gerundeten Bergmassiv, dessen Namen ich noch nicht mit Sicherheit bestimmen kann (es könnte sich um den 1.653 m hohen Shadow Mountain  handeln), und dieser Fotostelle hat der Little Colorado River  im Lauf der Jahrtausende einen tiefen Graben in das Gestein gewaschen. In einem relativ starken Gefälle fließt sein Wasser nach Westen (auf diesem Bild nach links) und speist bei der Mündung im Grand Canyon  den großen Bruder, den Colorado River.  Leider ist der Canyon des Little Colorado River  auf dem Bild wegen der weiten Entfernung und der ungünstigen Perspektive eher zu erahnen als zu sehen. Auf dem nächsten Bild sieht man den Canyon besser.

18:25 Uhr (MDT): Canyon des »Little Colorado River«
Canyon des Little Colorado River
Bild groß (697 KB): Hier klicken

Bild rechts:
Langsam wir es dunkel und das erschwert das Fotografieren während der Fahrt wegen der notwendigen längeren Belichtungszeiten noch mehr. Aber mit ein wenig Bildnachbearbeitung kann man auf diesem Bild den tief in das Hochplateu eingegrabenen Canyon des Little Colorado River  sehen. Der Fluss nähert sich nun in unzähligen engen Schleifen seiner Mündung am Colorado River.  Jetzt haben wir noch ungefähr 15 Meilen bis zum Grand Canyon East Entrance  (Ostzufahrt zum Grand Canyon Nationalpark) vor uns und müssen befürchten, heute vom Grand Canyon  kein brauchbares Foto mehr machen zu können (dieses Bild täuscht ein in Wirklichkeit nicht mehr vorhandenes Tageslicht vor!).
 
18:53 Uhr (MDT): am »Grand Canyon« ist es bereits dunkel
am Grand Canyon  ist es bereits dunkel
Bild groß (519 KB): Hier klicken

Bild links:

Endlich am Grand Canyon

Bei der Weiterfahrt von der letzten Fotostelle muss sich unser CHRYSLER ganz schön ins Zeug legen und man bemerkt die fehlende Kraft seines Motors, denn nun geht es mit starker Steigung nach oben. Es sind zwar nur 15 Meilen bis zum Osteingang des Nationalparks, aber die Straße ist steil, eng und kurvig und es wird zusehends dunkel. Als wir um 18:45 Uhr (MDT) am Grand Canyon East Entrance  ankommen und uns ein Ticket aus dem Automaten ziehen wollen, stelle ich mich dumm an und der Automat will meine Kreditkarte (MasterCard) einfach nicht annehmen. Als nach vielen erfolglosen Versuchen ein Wohnmobil hinter uns auftaucht, fährt Thomas unseren Wagen ein Stück nach vorn und wir beobachten die Beifahrerin des Wohnmobils (amerikanische Abkürzung: RV  für recreational vehicle)  beim Kauf des Nationalpark-Tickets. Im Gegensatz zu meiner Technik zieht die Frau die Kreditkarte sofort wieder aus dem Kartenschlitz. Ich ließ die Kreditkarte immer etwa eine Sekunde im Kartenschlitz stecken und zog sie erst dann wieder heraus. Mit dem von der Dame abgeschauten System funktioniert es dann auch bei meinem nächsten Versuch. Es gibt zwar am Grand Canyon East Entrance  keine Schranke, die uns am Einfahren gehindert hätte und wir hätten die Eintrittskarte morgen kaufen können, aber im Fall einer Kontrolle und der dann fälligen Strafe wäre unsere Reisekasse gewiss arg erleichtert worden. Da wir vorhaben, morgen noch einmal in den Grand Canyon National Park  zu fahren, um dieses berühmte Naturschauspiel bei Tageslicht bewundern zu können, müssen wir mangels anderer Angeobte ein 7-Tages-Ticket für US$ 30,00 erwerben. An einem der nächsten Aussichtspunkte parken wir das Auto und gehen ein paar Meter bis zur Aussichtsterrasse. Thomas macht um 18:53 Uhr (MDT) dieses Foto, auf dem tief unten im Canyon der Colorado River  eben noch zu sehen ist. Es schneit ganz leicht und der eiskalte Wind pfeifft uns um die Ohren. Wir müssen zusehen, so schnell wie möglich in den nächsten, laut unserem Navi noch rund 30 Meilen entfernten Ort Tusayan (AZ)  zu kommen, um uns dort zwei Zimmer für die Übernachtung zu besorgen, denn wir haben dummerweise nicht vorgebucht.

Alle Hotels ausgebucht

Nachdem wir an dem zuvor beschriebenen Aussichtspunkt die ersten Blicke in den Cayon getan und ein paar Fotos gemacht haben, bringen wir die restliche Strecke bis zu unserem geplanten Übernachtungsort hinter uns. Zunächst geht es für etwa 24 Meilen auf der AZ-64 W (Desert View Dr)  weiter und dann, etwa beim Aussichtspunkt Mather Point,  haben wir noch sechs Meilen auf der US-180 S bis Tusayan (AZ)  zu bewältigen. War es bisher am Grand Canyon  eher ruhig (kein Wunder bei dieser späten Tageszeit), so ist in Tusayan  die Hölle los. Sofort erkennen wir den Ernst der Lage. Thomas hält an, Carola und ich steigen aus dem Auto und wir rennen eher als wir gehen ins »GRAND CANYON HOLIDAY INN EXPRESS & SUITES«, 226 HWY 64. Dieses ist eines der Hotels, die ich zuhause in Deutschland bereits für eine Übernachtung am Grand Canyon  ausgesucht habe. Die Dame an der Rezeption kann uns nur noch 1 Zimmer mit vier Betten anbieten, was wir zwar grundstzlich in Kauf nehmen, aber nicht zu dem von der Dame genannten Preis. Es folgt eine Sekundenberatung mit Carola und wir lehnen das noch freie Zimmer ab. Nebenan ist das ebenfalls auf meiner Liste stehende Hotel »RED FEATHER LODGE«, aber vor der Rezeption des »WIGWAM ROTE FEDER« windet sich bereits eine Schlange wartender, nach einem freien Zimmer fragender Menschen. Wortlos verständige ich mich mit Carola und wir rennen zurück zum »GRAND CANYON HOLIDAY INN EXPRESS & SUITES«. Wir erhalten dort das einzige, noch freie 4-Bett-Zimmer (solche Zimmer sind in den USA durchaus üblich) und sind nun auch willens, den geforderten Preis von etwas mehr als US$ 320,00 ohne irgendeine Nachlassgewährung zu bezahlen. Was wir erst später erfahren: in irgendeinem der umliegenden US-Bundesstaaten oder auch in allen oder in mehreren sind derzeit Schulferien und die Amerikaner haben in der Ferienzeit nichts anderes zu tun, als zum Grand Canyon  zu reisen. Also, wer vorhat, in diese Gegend zu reisen, wäre gut beraten, sich vorher um eine Übernachtungsmöglichkeit zu kümmern, egal, ob Ferien sind oder nicht.

20:33 Uhr (MDT): Carola im »BIG E STEAKHOUSE
Carola im BIG E STEAKHOUSE
Bild groß (790 KB): Hier klicken

Bild rechts:
Während Angelika und ich total erschöpft sind und keinen Hunger haben, verspüren Carola und Thomas noch Lust auf ein deftiges Abendessen. Nach der aus der Bildeigenschaft abzulesenden Uhrzeit hat Carola zu diesem Zeitpunkt ihr Abendessen im BIG E STEAKHOUSE, Tusayan (AZ)  noch nicht erhalten und trotzdem lächelt sie (ich darf jetzt nicht schreiben »in freudiger Erwartung, weil dies missverstanden werden könnte«).

20:40 Uhr (MDT): Thomas im »BIG E STEAKHOUSE
Thomas im BIG E STEAKHOUSE
Bild groß (747 KB): Klick

 
Bild links:
Auch Thomas wartet noch auf sein Dinner.  Er saß den ganzen Tag am Steuer und hat sich sein Abendessen wirklich verdient. Na ja, das ist bei Thomas kein besonderes Ereignis, denn einem guten Essen ist er üblicherweise nicht abgeneigt, auch wenn er kein Auto gesteuert hat.

21:01 Uhr (MDT): Carolas Steak im »BIG E STEAKHOUSE
Carolas Steak im BIG E STEAKHOUSE
Bild groß (669 KB): Hier klicken



Bild rechts:

Vegetarier: Augen zu!

Vegetarier sollten bei den beiden folgenden Bildern besser die Augen geschlossen halten. Carola musste heute Abend auch lange Hunger leiden und wird mit diesem im BIG E STEAKHOUSE  gereichten Abendessen wohl so richtig satt.

21:04 Uhr (MDT): Thomas' Steak im »BIG E STEAKHOUSE
Thomas' Steak im BIG E STEAKHOUSE
Bild groß (787 KB): Hier klicken


Bild links:
Gelegentlich verdrücke ich auch einmal ein Steak, das hier wäre mir schon ein wenig zu kurz gebraten. Aber Thomas versichert mir tags darauf ernsthaft, dass sein Steak im BIG E STEAKHOUSE  genau auf den Punkt richtig gegart worden und ganz zart gewesen sei. Das Bild wurde um 21:04 Uhr (MDT gemacht) und es wird wohl noch eine Weile gedauert haben, bis die beiden ins Hotelzimmer gekommen sind. Angelika und ich hatten zwar kein derart deftiges Abendessen, dafür aber den Sanitärbereich für uns allein. Verhungert sind wir auch nicht, weil wir genügend Reiseproviant ins Zimmer geschleppt und uns daran "gelabt" haben.


Karte: von »Bluff (UT)« bis »Tusayan (AZ)«
Karte: von Bluff (UT)  bis Tusayan (AZ)
Karte groß (1.093 KB): Hier klicken


Karte rechts:
1 = Bluff (UT);   2 = Monument Pass;   3 = Grenze zwischen den US-Bundesstaaten UTAH und ARIZONA; 4 = Grand Canyon - Desert View Point;   5 = Tusayan (AZ);   6 = Lake Powell


Karte: von »New York City« bis »Tusayan (AZ)«
Karte: von NYC  bis Tusayan (AZ)
Karte groß (1.307 KB): Hier klicken




Karte links:
1 = New York City;   2 = Hammonton (NJ);   3 = Millville (NJ);   4 = North Laurel (MD);   5 = Front Royal (VA);   6 = Grayson (KY);   7 = Boonville (MO);   8 = Great Bend (KS);   9 = Walsenburg (CO);   10 = Four Corners (CO, NM, AZ, UT);   11 = Bluff (UT);   12 = Monument Pass - Monument Valley;   13 = Grand Canyon - Desert View Point;   14 = Tusayan (AZ)

 
Distanzen, Benzinverbrauch, Zeiten
Distanzen (1 US-Meile = ~1.609 km)Meilen
Distanz aller bisherigen Teilstrecken2.120
Walsenburg (CO) bis Fort Garland (CO)~51
Fort Garland bis South Fork (CO)~71
South Fork bis Pagosa Springs (CO)~46
Pagosa Springs bis Four Corners (CO, NM, AZ, UT)~40
Four Corners bis Bluff (UT)~46
Bluff bis Tuba City (AZ)~146
Tuba City bis Tusayan (AZ)~85
heutige Strecke von Walsenburg (CO) bis Tusayan (AZ)~584
Gesamtdistanz (Summe aller bisherigen Teilstrecken)2.704
Tanken (1 US-Gallone = ~3,79 Liter)US Gallonen
Walsenburg (CO) - Tachometerstand: 2.145 Meilen6,9
Fort Garland (CO) - Tachometerstand: 2.196 Meilen7,0
Cortez (CO) - Tachometerstand: ?9,0
Tuba City (AZ) - Tachometerstand: 2.6449,2
ZeitenZeit
Abfahrtszeit (MDT) in Walsenburg (CO)~07:00 Uhr
Ankunftszeit (MDT) in Tusayan (AZ)~20:00 Uhr
Fahrzeit heute (28.03.2016)13 Std. 00 Min.


Im nächsten Berichtsteil geht's weiter.